Philosophie & Publizistik

Hochintelligent in einer Normal-Intelligenten Welt

Für euch aus dem Nähkästchen geplaudert. Es bleibt ja unter uns.

Gabi Stratmann – Alles Ausser Gewöhnlich

Dieser Claim ist nicht zufällig entstanden. Ich war schon immer irgendwie angenehm anders als alle anderen. Und vielen suspekt, nicht ganz von dieser Welt, arrogant, hochnäsig, gottgleich und schon gar nicht normal. Im Verlauf des Lebens wurden mir von daher einige charmante Betitelungen zuteil. 

Hochkomplexe Themen waren mir schon immer vollkommen klar, während mir die vermeintlich kleinen ganz alltäglichen und pragmatischen Dinge, nicht so Recht einleuchten wollten. Schon früh entstand in mir ein Konflikt, der viele Jahre wie ein Schwelbrand loderte und mit vielen Vorurteilen der Gesellschaft bisweilen auch in der Familie verbunden war. Früh ahnte ich, dass mit mir etwas anders zu sein scheint. Ich war nicht wie die anderen, ich passte in keine Schublade, hatte andere intellektuelle Interessen. Belastend war die Tatsache, dass ich anscheinend den Vorstellungen der Gesellschaft von Kindesbeinen an nicht gerecht zu werden schien.

Mein Interesse galt zwar meiner Umgebung, doch ich stieß auf Ablehnung.

Meine Artikulation war früh klar und reif, ich verfügte schnell über einen ausgeprägten Wortschatz, war meinem Alter zeitlich um Lichtjahre voraus, und bekam schnell zu hören, ich solle mal nicht so geschwollen daherreden.

Ich liebte Buchstaben und Zahlen, Noten und Lautschrift, las heimlich Enzyklopädien, saugte dieses Wissen in mir auf, um sogleich gebremst zu werden, dass ich zu schnell sei, Rücksicht nehmen müsse und mein Wissen nicht gefragt sei.

Oft schloss ich meine Augen, um dem Unterricht nur auditiv zu folgen, schließlich konnte ich mir so den Stoff besser merken und verankern. Aber so ging das natürlich nicht, man hat schliesslich zu lernen, wie die anderen auch. Nur hatte ich ein Problem damit, Bilder und Beispiele sprachen einfach nicht zu mir. Damit konnte ich so gar nichts anfangen. Da half auch das gefühlte 100-malige Wiederholen für all jene nichts, die es einfach nicht verstehen konnten. Ich wollte wissen, worum es geht, Sinn und Zweck verstehen, aus der Theorie heraus, vernünftige Ableitungen herbeiführen, die mich zur Praxis führen. IT-Schulungen waren auch solche abschreckenden Beispiele für mäßig vermitteltes Wissen. Zeitgleich zuhören, hier und da herum klicken und dem Trainer auch noch zuschauen. Alle waren begeistert, nur ich nicht. Ich wollte einfach nur die Logik des Programms oder den Aufbau des Systems verstehen, der Rest erklärt sich dann von selbst. Ein spezielles Phänomen, welches sich lange durch mein Leben zog. In Teilen auch heute noch. Dennoch bleibt es dabei, auch wer aus der Praxis heraus forschen und lernen will, benötigt zuvor eine These.

Überhaupt war die Welt der Erwachsenen wesentlich interessanter, also plauderte ich munter mit, konnte ich doch über so manche naive Sichtweise nicht hinwegsehen. Was mir mit ‚ich sei altklug oder ich würde nur um Anerkennung buhlen‘ übel genommen wurde. Man hat selbstverständlich still zu sein, wenn sich Erwachsene unterhalten, denn davon versteht man definitiv noch nichts.   

Besonders abstrakte Zusammenhänge waren das Highlight schlechthin; diese waren mir sofort klar, logisch, nachvollziehbar. Nur die einfachen Themen halt nicht, warum sollte ich mich mit diesen auseinander setzen, waren sie doch so vollkommen selbstverständlich. Zumindest für mich. Auch hier musste ich Rede und Antwort stehen, wo ich mein Wissen hernehmen würde, denn mein Verhalten sei in keiner Weise altersgerecht. Unmöglich, dass ich hier Kenntnis habe.

Irgendwann begann ich, mich in meine eigene Welt zurückzuziehen. Ich brauchte niemanden. Ich war glücklich, zumindest in meiner Welt. Der Kindergarten war ein notwendiges Übel, in der Schule zog es mich in die älteren Semester, mit Gleichaltrigen kam ich nie zurecht, das ruhige Sitzen war vor lauter Langeweile besonders quälend. Schnell wurde mir mangelndes Interesse am Unterricht nachgesagt, meine Fragestellungen verblüfften meine Lehrer dann aber doch. Anstelle einer adäquaten Antwort erntete ich Zurechtweisung. Diese Auflistung könnte ich jetzt unendlich weiter fortführen. Später am Arbeitsplatz, Ausbildung, Studium, ich schrieb im selben Prüfungszeitraum zwei Klausuren, während meine Kommilitonen eine Klausur schrieben. Auch hier, das Skript gefühlte hundert Male durchgelesen, stellte ich bei den Fragestellungen von rechts und links jedesmal fest, dass wir eigentlich noch auf den ersten Seiten unterwegs waren. Folglich kam, was kommen musste, von der Langeweile und dem Gefühl nicht am richtigen Ort zu sein, die vermeintliche „Bestätigung“ des Andersseins durch Mobbing und Anfeindungen, Intrigen und Verleumdungen bis hin zu Krankheit und dem scheinbar endgültigen Aus.

Ob aus mir etwas werden wird? Hatte ich doch immer das Gefühl nicht dazu zu gehören, nicht in diese Welt und schon gar nicht in diese Zeit zu passen …

Ein häufig einsamer Weg

Irgendwie entwickelte ich daraus einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. So stellte ich mir die Frage: “Wer bin ich eigentlich und warum?“, es war die alles entscheidende Frage nach dem Sinn des Lebens. Für mein damaliges Alter von noch nicht einmal 20 Jahren, tatsächlich etwas früh. 

Was mich antrieb und bis heute antreibt, sind intellektuelle Herausforderungen, Musik, Kunst und Kultur, Gesellschaft und Entwicklung. Was macht den Menschen aus? Wie kann eine optimale Gesellschaft funktionieren und was braucht es für die Eleganz des Zusammenlebens, die Wohlstand und Respekt für Alle beschert? Zwischenmenschliche Beziehungen sind heute mein Thema in der Selbstständigkeit. Integrale Unternehmens- und Selbstführung mit dem ausgeprägten philosophischen Ansatz sind heute aus all diesen Erfahrungen geworden. 

Was war geschehen?

Viele Jahre verbarg ich aus Angst vor Zurückweisung, Demütigungen  und Enttäuschung meine besonderen Begabungen. Ich wollte mir Nachteile ersparen, denn – vermutlich ahnte ich es damals schon – bewegte ich mich in einer Welt, die mich nicht versteht. Der Druck von allen Seiten war enorm. So begann ich soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, um nicht aufzufallen. In jungen Jahren habe ich allerdings unterschätzt, das mein Gehirn bei Unterforderungen gelegentlich in den Standby-Modus wechselt. Mit dem Gefühl zu leben, dass etwas nicht stimmt, das man falsch ist und sein Selbstbewusstsein zurückfährt, war nicht unbedingt der einfachste, dafür aber ein lehrreicher Weg, für den ich im Nachhinein dankbar bin. 

Erst im späten Erwachsenenalter, nachdem ich mein bis dahin „ordentlich“ geführtes Leben aufgegeben habe und nach Bayern umgesiedelt bin, bekam ich während weiter Studiengänge nach unzähligen Gesprächen und Testungen schwarz auf weiss die Bestätigung für mein Anders sein. Ich darf mich zu den wenigen Menschen zählen, deren Intelligenzquotient erheblich über der Norm liegt. Der anfänglichen Erleichterung, doch ganz normal zu sein, folgte schnell die Erkenntnis, dass Hochbegabung für unsere Gesellschaft alles andere als normal und auch heute noch mit vielen Vorurteilen, Unbehagen und fehlender Aufklärung verbunden ist. 

Gabi Stratmann – Alles ausser gewöhnlich. Es kann zutreffender gar nicht sein. 

  • Heute weiss ich um meine ganz persönliche Komplexität im Denken und Handeln. 
  • Heute weiss ich um die Vorteile dessen. 
  • Heute kann ich über so manche Missgeschicke bei Aufgabenstellungen, die ein „normalintelligenter“ Mensch mit Leichtigkeit gelöst hätte, schmunzeln. 
  • Heute weiss ich um die Herausforderungen, mich in einer Welt zu bewegen, der ich suspekt erscheine.
  • Inzwischen habe ich gelernt, mein Potential voll auszuschöpfen, auch wenn es vermutlich mein Leben lang Situationen geben wird, in denen ich mich unverstanden fühle. Wir leben in einer Welt, in der starken Persönlichkeiten zwar gefolgt wird, diese aber zeitgleich auch zunehmend bekämpft werden. 
  • Heute weiss ich durch mein Business und dem Jonglieren mit vielen wunderbaren Menschen und deren Feedbacks, dass viele Unsicherheit im Umgang mit mir empfinden. Sie schauen zu mir auf, sehen mich als ihr Vorbild und Meinungsgeber an. Es liegt an mir, ihnen den Schrecken und ihr damit verbundenes Gefühl vor geballter Intelligenz zu nehmen. Unzählige Äusserungen mir gegenüber untermauern die Vorurteile und Ängste, die die Gesellschaft hochbegabten Personen gegenüber hegt. 

Ich habe viele Jahre gebraucht, dieses hohe Ansehen und Vertrauen der Gesellschaft in meine Person, annehmen zu können. Denn ich hatte unbewusst plötzlich Angst vor der nunmehr vorhandenen Anerkennung und dem Erfolg. Lange Zeit wusste ich nicht, wie ich mit dieser Thematik einen Umgang finden soll. 

Am Ende konnte es nur eine mutige Lösung geben: Der Gang in die Selbstständigkeit. Ein Unternehmen aufzubauen, das allen Menschen Wege ebnet, die sie gehen können, das ein völlig neues Verständnis für die Beziehungsgeflechte von ganzen Gesellschaften, die durchaus dazu imstande sind, Wohlstand für alle zu schaffen, aufzeigt und sich kritisch mit den Fragestellungen unserer Zeit auseinandersetzt. 

Welcome to the new aera of human beeings success!

Hochbegabung Hochsensibilität

My world is like a concert

Von den Höhen und Tiefen des Lebens, zu den Höhen und Tiefen der Noten. Im Rhythmus der Zeit, von ruhig und harmonisch bis schwungvoll und kräftig. Gelegentlich etwas lauter, um schnell wieder ganz leise und sacht im eigenen Takt zu schwingen. So ließe sich mein Leben mit wenigen Worten zusammenfassen. Die Liebe zur Musik begleitet mich mein ganzes Leben. Sie hat mich durch so manche turbulente Phasen getragen.

Seit meiner Kindheit fasziniert mich die Panflöte mit ihrem wunderschön geschwungenen Rundbogen und dem “Göttlichen” in ihr. Ein zarter gefühlvoller Luftstrom, der über die Rohre hinweg geleitet und eine Luftsäule erzeugt, die diesen mystischen Klang durch Schwingungen im Inneren der Klangrohre hervorbringt. Wie das Säuseln des Windes im Schilf, wenn dieser sanft über die Blätter hinweg weht. Für die einen ist das Spiel auf der Panflöte Zauberei, für andere eine gottgegebene Begabung. Für mich bedeutet Musik Ausdruck, Sprache, Persönlichkeit, Liebe und Leidenschaft. Erst durch die Hingabe und die Persönlichkeit ihres Spielers gibt sie ihren einzigartigen Klang preis. Dieses Instrument, welches ich beim Spielen nicht mehr sehen kann, bei dem es keine Tasten, keine Ventile gibt, welches unten geschlossen ist und nach musikalischem Feinsinn gespielt wird, verzaubert mich auch heute noch. Ich verschmelze förmlich mit meiner Panflöte und lasse vor meinem geistigen Auge eine Feder, Rosenblätter oder Blattlaub munter vor den Rohren in der Luft umher tanzen.

So lassen sich jedem einzelnen Röhrchen ganz verschiedene Töne entlocken. Diesen geheimnisvollen unverwechselbaren Klang der Panflöte gibt es bei keinem anderen Instrument. Zudem ist sie eines der ältesten Instrumente der Welt, die in ihrem inneren Aufbau unverändert geblieben ist und ihre Zuhörer sofort in ihren Bann zieht. 

Musik und Philosophie ergänzen sich zudem in einer einzigartigen Symbiose. In allen Lebenslagen und Bereichen vermag die Musik auszudrücken, was uns im Alltag gelegentlich nicht so einfach über die Lippen geht.

Jetzt fragst du dich, was Musik mit meinem Hauptjob zu tun hat?

Musik ist so viel mehr. Musik fördert u.a. die Lernfähigkeit, Konzentration, Motivation, Kreativität, bildet ein ausgeprägtes logisches Denkvermögen aus, schafft Zugang zu seinem Selbst und den verborgenen Gefühlen, gibt Sehnsucht Raum und fördert die so wichtige Solidarität und Empathiefähigkeit.

Der weitere Vorteil ist ganz klar im harmonischen Miteinander des Ensembles zu sehen, genau wie in deinem Unternehmen. Nur wenn das Gesamtgefüge harmonisch miteinander und feinsäuberlich im Klang aufeinander abgestimmt funktioniert, agiert dein Unternehmen ebenso erfolgreich wie ein Konzert-Ensemble.

Musische Förderung ist mehr, als das reine Auswendiglernen von Noten. Auch wenn ich die Frühförderung für wichtig halte, ist es in diesem Bereich, nie zu spät anzufangen. Darüber hinaus erzeugt sie beim Erlernen, bei der Ausführung oder beim Lauschen ein Wohlgefühl, welches sich positiv auf das seelische Wohlbefinden auswirkt.

Musik hat also sehr viel mit integraler Selbstführung und der Fähigkeit, sein Leben zielstrebig, koordiniert und erfolgreich zu gestalten, zu tun. Dafür stehen sowohl Sabine als auch ich.

Sabine ist es zu verdanken, dass ich meine Leidenschaft für Musik gelegentlich auch wieder öffentlich nachgehe, in Form von Unterricht und gemeinsamen Sessions mit Sabine Döppel, welches unser beider Hauptbusiness ergänzt. Beide kümmern wir uns um das Wohlergehen unserer Kunden. Während sich Sabine um die medizinische Versorgung als Apothekerin kümmert, sorge ich für eine stabile und gesunde Unternehmens- und Selbstführung.

Im wahrsten Sinne, “wechseln wir am Abend” regelrecht das Outfit, um gemeinsam für euch zu jammen.

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Ich bin nicht besser als andere, nur ein wenig anders.

Einzigartigkeit und Individualität zeichnet eine vielfältige Gesellschaft aus. Sei auch du ein Teil davon.