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Zurück in die Zukunft - Future World

Zurück in die Zukunft - Future World

Signalisieren die vielen Unwetter die Stürme unserer Zeit?
Feuer und Eis - Eine paradoxe Gemeinsamkeit 

Wer ist eigentlich Antreiber des oft betonten Wandels unserer Zeit, wieso soll das was einem im Leben widerfährt, selbst verursacht sein… diese und ähnliche Fragen, bekomme ich gelegentlich nach meinen Vorträgen zum Thema „Gesundes Business im Wandel“ gestellt. Meine bisherigen Antworten ließen nur jene Verdächtige zu, die schnell zur Verantwortung herangezogen werden können und üblicherweise so genannt werden. Wunderbar, alle schienen zufrieden mit jenen Ausführungen.

Wirklich alle, schoß es mir durch den Kopf, als ich bemerkte, daß mich selbst, eben solche und ähnliche Fragen zunehmend beschäftigten und ich keine Ruhe mehr zu finden schien. Die Welt verändert sich rasant, doch was sind die Ursachen hierfür und wie können wir diesen Ursachen begegnen? Wo führt uns der globale Wandel eigentlich hin und haben wir Erdenbürger überhaupt eine Chance, die Entwicklungen auf der Welt zu beeinflussen?

Vielerorts besonders im Social Media ist regelmäßig zu lesen, das der Mensch sein Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen und die Zukunft selbst gestalten soll. Jedoch wird nirgendwo über die essenziellen Entscheidungen, die dabei zu berücksichtigen sind, gesprochen. Hierüber hüllen sich viele sogenannte Erfolgs- und Motivationstrainer in scheinbar einvernehmlichen Schweigen. Doch genau hier beginnt erfolgreiche Veränderung; wer Gestalter seiner Zukunft werden möchte, kommt nicht umhin, sich mit verschiedenen grundlegenden und übergeordneten Fragestellungen, die nicht nur den eigenen kleinen Kosmos betreffen, auseinanderzusetzen. Persönliche Veränderungswünsche resultieren nicht selten durch ein unbefriedigendes stark beeinflussendes Weltgeschehen.

Was genau sind nun die Triebfedern in stürmischen Zeiten, die das Bedürfnis nach Veränderung auslösen?

Seit einigen Jahren spüren wir deutliche, beinahe rasante Veränderungen der Verhältnisse von Kapitalflüssen, Nationalstaaten, Arbeitskräften oder Verbrauchermärkten im Rahmen der stark vernetzten globalen Wirtschaft, mit ihrem ganzheitlich agierenden Gebilde. Darüber hinaus verändern sich immer schneller politische, wirtschaftliche und militärische Machtverhältnisse auf unserem Globus. Diese Veränderung unterscheidet sich radikal von Veränderungen der Geschichte. Jetzt schon sind Verschiebungen deutlich zu beobachten; verschiedene Einflüsse und diverse Initiativen verlagern sich bereits vom Westen in den Osten, von den reichen Ländern in aufstrebende Entwicklungsländer beziehungsweise in „neue“ Machtzentren, von Nationalstaaten zu privaten Akteuren und von politischen Systemen zu Märkten.

Social Media beeinflusst Gefühle und Gedanken

Die elektronischen Kommunikationsnetzwerke weltweit, verbinden und beeinflussen Milliarden Menschen in ihren Gedanken und Gefühlen. Sie werden an schnell wachsende Datenvolumina regelrecht fix angebunden. Was zur Folge hat, daß durch intelligente Netze, in denen Sensoren eingebettet sind (künstliche Intelligenzen), sowie intelligente Technik, zunehmend Aufgaben für den Menschen übernehmen, die unsere menschlichen naturgegebenen Denkkapazitäten übersteigen. Folglich wird der Mensch regelrecht überflüssig.

Unser rasantes wenig bis gar nicht nachhaltiges Wachstum, basiert auf beinahe paranoid-schizophrenen, jedoch allgemein anerkannten Kriterien und macht uns blind für die zerstörerischen Folgen unseres selbstbetrügerischen Handelns. Dieses Wachstum betrifft sowohl den Verbrauch von Ressourcen, Mutterboden, Süßwasservorräte, Umweltverschmutzung, Produktionsleistungen, Verdrängung von Tier- und Pflanzenwelten als auch die Gesamtbevölkerung und damit verbunden des Städtewachstums.

Spiel der Macht - Zerstörerischer Antrieb?

Das Spiel der Macht geht sogar soweit, Schicksal und Evolution selbst in die Hand nehmen zu wollen und Grenzen zwischen den Arten aufzulösen oder gar neue „Kreaturen“ zu erfinden. Möglich wird das durch evolutionäre Entwicklungen in der Gentechnik, der Materialwissenschaften, Biologie und Biochemie, durch Veränderungen des molekularen Aufbaus fester Substanzen ebenso, wie den Stoff des Lebens neu zu weben und somit Einfluss zu nehmen auf Wesenszüge, Charakteristika, Formen und Eigenschaften von Tieren, Pflanzen und sogar auf uns Menschen selbst. Der perfekte Mensch muss erschaffen werden. Willkommen in einer "brave new world". In der Folge entstehen völlig neue Beziehungen zwischen unserer Spezies und den Ökosystemen unseres Planeten. Besonders beeinflusst und betroffen sind unsere empfindlichsten Ökosysteme, von denen unser aller Erfolg abhängig ist und weiter abhängig sein wird: unsere Atmosphäre und unser Klima.

Hiergegen erscheinen sogenannte neue technische Veränderungen, beispielsweise in der Industrie, der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft, die auf eine gesunde und ausgewogene Beziehung zwischen unserer Zivilisation und unserer Zukunft zielen, regelrecht grotesk.

Rasante Veränderungen bergen Chancen und Risiken zugleich

Unsere Zukunft wird nicht mehr mit Veränderungen der Vergangenheit vergleichbar sein. Die Unterschiede zeigen sich künftig mehr in qualitativer Sicht. Es hat noch nie so viele evolutionäre Umwälzungen gegeben, die zeitgleich viele Chancen und Risiken nebeneinander beinhalten. Ebenso wenig gab es in unserer Vergangenheit so extreme Veränderungen wie heute, die so eng miteinander verwoben sind, das selbstzerstörerische Abhängigkeitsverhältnisse entstehen. Das ungesunde Klima in der Weltführung spiegelt die Beeinträchtigung des Handelns in der Weltgemeinschaft ebenso wieder, wie wirtschaftliche Führungs- und Selbstführungskrisen. Bevor der Mensch sein Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen kann, muss das Zusammenspiel verschiedener Triebfedern verstanden und das nicht gänzlich unkritische Vakuum in der Weltführung aufgelöst werden.

Keine Zukunft ohne Vergangenheit

In der Vergangenheit haben sich unsere Sichtweisen auf die Zukunft immer wieder verändert. Jede Kultur hat dabei scheinbar eine jeweils eigene Art Zukunftskonzept. Für die einen sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beispielsweise ein wiederkehrender Kreislauf, für andere wiederum ist Zukunft das Leben nach dem Tod, etc.

Zukunftsoptimismus

Unser naturgegebener Hang zum Zukunftsoptimismus lässt sich mit den vielfältigen Bedenken, die uns beinahe täglich heimsuchen, kaum in Einklang bringen. Der Gedanke an die Zukunft wirft nicht selten auch einen Schatten auf die Gegenwart. Optimistischer Glaube kommt in diesem Zusammenhang einem Gebet gleich. Gebete haben durchaus eine spirituelle Kraft, wenn man an sie glaubt und sein Mindset nach ihnen ausrichtet. Das heißt, wer betet muss auch seine Füsse bewegen oder anders ausgedrückt, wer betet ohne zu handeln oder Optimismus ohne entsprechendes Engagement an den Tag legt, bringt damit unbewusst eine passive Aggression gegenüber der Zukunft und sich selbst zum Ausdruck. Gespeist durch Enttäuschungen verschiedenster Art, die uns immer wieder ereilen, werden unser Vertrauen in die Zukunft immer häufiger erschüttert. Verzweiflung tritt an die Stelle der Hoffnung. Quälende Fragen wie, warum geschieht mir das, welche Hebel muss ich in Bewegung setzen, welche Knöpfe müssen gedrückt werden, wer ist verantwortlich, habe ich genügend Kraft zur Veränderung, etc. treiben uns um.

Und dennoch wissen wir durch unsere Verbundenheit sowie durch Erfahrungen und Berichten von Zeitzeugen, daß unser gegenwärtiges Handeln, unsere Zukunft verbessern kann, wenn wir das Wissen der Vergangenheit richtig zu nutzen verstehen.

„Der Zauberlehrling“ aus Goethe’s Faust bringt es auf den Punkt:

In Abwesenheit seines Meisters, haucht ein junger Mann einem Besen, mit dem er eigentlich die Werkstatt reinigen soll, mit Hilfe eines Zauberspruches seines Meisters, Leben ein. Doch der Besen ist unerwartet nicht mehr zu bändigen. Verzweifelt versucht der Lehrling, der zunehmenden Rage des Besens, Einhalt zu gebieten, indem er ihn mit seiner Axt in zwei Teile spaltet. Der Besen jedoch verdoppelt sich in der Art, das jede Hälfte zu einem neuen belebten Besen auswächst. Erst nachdem der Meister zurückkehrt, kommt wieder Ordnung in den Haushalt.

Ordnungen wieder herstellen

Jeder von uns ist Meister seines eigenen Lebens. Nimm’ es als solcher in deine Hände, fange an dich zu bewegen, wenn du betest, vergiss dabei das Handeln nicht, sei optimistisch und engagiert. Übernehme die Verantwortung für deine Zukunft und gestalte sie, bevor du durch die Stürme der Zeit, gestaltet wirst.


Integrale Unternehmens- & Selbstführung

Digital Change - Wenn sich alles verändert!

Digital Change - Wenn sich alles verändert!

Wenn die Digitalisierung den Menschen überflüssig macht!
Auf ein Wort mit Gabi Stratmann

Was brauchen heute Unternehmen, um langfristig erfolgreich am Markt zu bestehen?

Unternehmen müssen groß denken und die Welt verändern. Sie müssen künftig exakt wissen, was den Kunden interessiert, Erlebniswerte schaffen, flexible Kooperationen anstreben und Veränderungen zum Normalzustand werden lassen. Das heißt auch, sich von dem typisch deutschen Sicherheitsdenken zu verabschieden.

Besonders wir Deutschen optimieren in viel zu kleinen Schritten, eher vorsichtig und abwartend. Was uns vor 60 Jahren weit gebracht hat, wird künftig nicht mehr ausreichen. Schauen wir uns kurz die markanten Eckpunkte der Welt AG an, in der wir uns täglich aufhalten; da sind höhere Lebensstandards, Teilrückgang von Armut, vollständige Integration der Weltwirtschaft - beispielsweise können wir heute ein neues Verhältnis von Arbeit, Kapital, Rohstoffen und Nationalstaaten beobachten. Die historische Rangfolge des Bruttoinlandsproduktes hat sich verschoben. Auch ein spürbarer relativer Niedergang der USA und der EU, beeinflussen unsere Wahrnehmung und lassen den Wunsch nach Veränderung laut werden. Falsche Anreize in der Wirtschaft, neue Herausforderungen in der Verhaltens - und Neuropsychologie, Ungleichheiten durch Konzentration auf Reichtum einzelner Schichten, Ausbau von Molekular- und Nanotechnologien, Transformation der Produktionsfaktoren im Hochgeschwindigkeits- und Hochfrequenzhandel der Digitalisierung, Robosourcing wie künstliche Intelligenzen, usw. nehmen starken Einfluss auf den Wandel des Arbeitsmarktes und des Konsumverhaltens. Der Konsum der Verbraucher steht heute im Verhältnis zu Glück, Wohlstand und Wohlbefinden.

Wer also langfristig erfolgreich sein möchte, muss neben einer optimalen Positionierung und Vermarktung, auch dazu bereit sein, sich selbst immer wieder neu zu hinterfragen und zu reflektieren sowie im Bedarfsfall sein gewinnbringendstes Businesskonzept oder erfolgreichstes Produkt „aufzugeben“ oder gar zu zerstören. Unternehmen in Deutschland halten angesichts der rasanten Veränderungen, zu starr an „alt Bewährtem“ fest. Das ist heute eine gefährliche Erfolgsbremse.

Online, Offline, Allein - Buchhändler versus Amazon! Besonders der Einzelhandel ist betroffen. Zerstören Digitalisierung und zahlreiche Online-Möglichkeiten den Handel?

Nein. Sicher, die Digitalisierung bringt neue Herausforderungen mit, aber auch entscheidende Vorteile: etwa Kostenreduzierung, höhere Flexibilität, intensivere Globalisierung, größere grenzüberschreitende Investitionen, größere Handelsströme, Befriedigung der Ansprüche jüngerer Generationen, etc.

Besonders der Einzelhandel steht seit nunmehr 20 Jahren im ständigen Wandel. Die eigentlichen Herausforderungen stehen im Zusammenhang mit dem veränderten Konsumverhalten der Verbraucher. Ansprüche und Bedürfnisse verändern sich fortschreitend mit den Online-Möglichkeiten. Hier ist es fundamental, daß der Handel sein Retail in Abhängigkeit mit seinem Produkt, regelrecht revolutioniert. Hierfür sind Kreativität und Risikobereitschaft gefragt. Bisher ausschließlich stationäre Händler repräsentieren ihre Produkte mittlerweile auch auf verschiedenen Online-Plattformen und umgekehrt. Zalando etwa bedient jüngst auch stationäre Shops.

Denken wir an die ersten SB-Märkte in den 1950er Jahren. Der Kunde bekam erstmalig eine Produktkompetenz, indem er seine Produktauswahl erstmals selbst wählen konnte. Für den Konsumenten heute ist das selbstverständlich. Der Möbelgigant IKEA beispielsweise setzt seit vielen Jahren auf dieses Erfolgskonzept. Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich, online wie offline, selbst über seinen kompletten Einkauf. Das betrifft sowohl die Auswahl der Möbel, die Art der Lieferung, den Aufbau, die Reparatur, die Entsorgung der Altmöbel, etc.. Selbst die Zahlungsmodalität bestimmt der Kunde. Das Unternehmen geht lediglich auf die individuellen Bedürfnisse ein.

Bevor der Kunde heute feste Verkaufsflächen betritt, kann er sich online umfassend informieren und vergleichen. Mit diesem Informationsstand verkürzt er seinen unmittelbaren Aufenthalt im Laden. Marc’o Polo kehrt dieses „Problem“ um, indem sie ihren Kunden beispielsweise die Möglichkeit bieten, die persönliche Kollektion online zusammenzustellen und diese in einen für ihn gut zu erreichenden Store liefern zu lassen. Dort kann er dann bequem und in Ruhe, die Kleidung anprobieren und sich persönlich beraten lassen. Die Stores solcher Trendmarken sind heute sehr ansprechend gestaltet. Dem Kunden wird durch das Ambiente der „guten alten Stube“ regelrecht ein Gefühl von Wohnzimmeratmosphäre vermittelt. Diese Stores wirken gemütlich und einladend. Zudem bieten viele solcher Anbieter mittlerweile auch „Café-Lounges“ in ihren Läden. Der Kunde ist als Gast willkommen, was ihn länger im Laden hält. Ganz ohne Kaufzwang. Passé sind hier sterile, mit kaltem Licht versehene Einkaufshallen.

Um auf den Buchhandel zurückzukommen; ich bin der Meinung, daß in unserer heutigen Wissensgesellschaft, die Zukunft den Büchern gehört. In beiden Varianten, also Print und Digital. Das E-Book hat das Buch in das digitale Zeitalter und den kriselnden Buchmarkt selbst in eine erfolgreiche Zukunft katapultiert. Das E-Book fördert durchaus eine völlig neue Lesekultur und macht Bücher auch bei neuen vor allem jüngeren Leserschichten beliebt. Auch Studenten profitieren von diesen Online-Angeboten. Studienliteratur beispielsweise ist heute in Teilen mit Scanner-Codes versehen, so daß der Studierende rund um die Uhr, an jedem Ort Online-Zugang zu seinem Lernmaterial hat. Vor wenigen Jahren standen besonders die Deutschen dem E-Book sehr kritisch gegenüber. Heute erhöht sich der Umsatz dieser digitalen Literatur. Aber auch hier gilt, das der Verbraucher einen deutlichen Mehrwert gegenüber dem klassischen Buch spüren möchte. Auch hier gibt es beide Käufertypen - der Classical-purchaser und der Trendy-purchaser. Beide Formate haben ihre jeweiligen Vorzüge und individuelle Zielgruppen.

Problematisch wird es erst, wenn sich das Kaufverhalten „umkehrt“. Also wenn der Kunde sich im Geschäft umfassend beraten lässt, Preise vergleicht und anschließend online kauft. Hier wird der Kunde in der Regel auf das preisgünstigere Produkt zurückgreifen und erfahrungsgemäß bei günstigeren Online-Discountern ordern, was dann für den einzelnen Händler zum kostspieligen Problem werden kann. Denn der Kunde ist heute ein komplexer Käufer, der nicht nur online oder nur offline kauft. Er ist vielmehr ein Hybrid, der auf ganz neuen Wegen vom Einzelhandel erreicht werden muss.

Wie der Einzelhandel von der Digitalisierung profitiert!

Indem der Handel einen qualitativen und deutlich spürbaren Mehrwert für seine Kunden schafft.

Schauen wir uns zunächst die Komplexität der Digitalisierung insgesamt an. Alle Unternehmen, auch unabhängig des klassischen Einzelhandels, stehen heute vor anderen Herausforderungen, als zur Zeit nach den Kriegsjahren, wie beispielsweise Anschaffung mobiler Geräte, permanentes Onlinesein, andere Interessennetzwerke, sich verändernde Staatsführungen, kulturelle, politische und soziale Ungleichgewichte, Transformation des Weltmarktes, Kooperationshandel in Form eines individuellen Kollektivismus, Wegfall von Wertschöpfungsketten, Veränderung des Finanzsektors, des Bildungswesens und des Journalismus (ich denke hier an „alternative Fakten“), Problematik von Big Data, wie Datenschutz, Komplexität, GPS, Anonymität, Gesichtserkennung, etc., politische Fragen und damit einhergehende digitale Spaltung, Online-Zugang auch in netzschwachen Regionen, neuronale Auswirkungen der Digitalisierung, wie Verhaltensänderungen, Anpassung, FaceTime - Facelifting, Infrastrukturen, wie Cloud-Computing, Digitale Ökosysteme, Digitale Silos, Cybersicherheit, etc.

Vorsichtiges Optimierungsverhalten, durch Anhaften von beinahe zwanghaftem Sicherheitsdenken, reichen angesichts der Komplexität nicht mehr aus. Das bereitet mir, in Gesprächen mit Unternehmen, etwas Sorge.

Besonders der Einzelhandel benötigt strategische und hochinnovative Ansätze auf verschiedensten Wegen, um den Hybrid-Kunden zu erreichen. Sowohl die Kommunikation als auch der Vertrieb müssen orts- und zeitunabhängig und endgerätefähig sein und den Kunden auf allen Vertriebswegen ein absolutes Shoppinghighlight bieten. Online- und Offline-Services, wie Bestellabwicklung, Reklamationen, Umtausch, Rechnungsabwicklung, etc. müssen gut miteinander vernetzt sein. Solche Services müssen unabhängig von der Art der Kaufabwicklung, im stationären Geschäft wie auch über online-Plattformen, bequem abgewickelt werden können.

Der Handel muss sich aufgrund sich verändernder Lebensstile, eines sich verändernden Arbeitsmarktes und sich ändernden Arbeitszeitmodellen, an den Bedürfnissen des Kunden anpassen. Und das so einfach wie möglich. Sogenannte Lebensmittel „To Go“ (früher Convenience) machen das bereits möglich. Auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Nachhauseweg, schnell einen Kaffee, ein paar Lebensmittel besorgen. Wunderbar.

Da wir heute nicht mehr nur von reiner Beschaffung, was beim Online-Shop der Fall ist, sprechen können, müssen ähnlich eines Freizeitparks, regelrechte Einkaufserlebnisse geschaffen werden. Der Kunde braucht neue Anreize, um den festen Shop aufzusuchen. Allzu lästig sind Stau, Parkplatzsuche, Parkgebühren, Knöllchen, Menschenmassen, usw. Nicht auszudenken, wenn dann das bevorzugte Geschäft gerade schließt oder das Lieblingsprodukt, kurz zuvor ausverkauft wurde. Fünf Minuten haben dann entschieden.

Wiederbelebung des Dienstleistungsgedankens

Was wir benötigen, ist die Wiederbelebung des Dienstleistungsgedankens. Die Servicewüste muss neu befruchtet werden, indem der Handel hervorragende online- und offline-Services, wie Umtauschmöglichkeiten, unkomplizierte Zahlungsabwicklungen, qualifizierte, erlebenswerte Beratungen, ein entspanntes, angenehmes Ambiente (Café-Lounge, Bar, Sitzecke), eine qualitativ gute Auswahl sowie die Möglichkeit, nicht vorhandene Ware vor Ort zu bestellen und nach Hause liefern zu lassen, anbietet und mit Leidenschaft lebt.

Verschiebung von Marktanteilen

Deutsche Unternehmen müssen sich von ihren konservativen und stark zögerlichen Veränderungsmethoden verabschieden. Im internationalen Vergleich liegen wir im Mittelmaß. Andere Länder sind uns mit Innovationen im stationären Handel, weit voraus. Die Deutschen leiden an starker Preis-Sensibilität mit fatalen Auswirkungen. Bei Preiserhöhungen wechselt der deutsche Kunde schnell auf ein günstigeres Produkt oder bevorzugt einen Anbieterwechsel und sorgt so in erheblichen Maße für die Verschiebung von Marktanteilen und Sortimenten. Viele Unternehmen scheuen daher entsprechende Investitionen oder versuchen die Kosten für Innovationen auf Produktpreise umzuwälzen, häufig zu Lasten der Qualität. In der Folge kauft der Kunde nicht, er fühlt sich verraten. Auch inhabergeführte Unternehmensstrukturen stehen mitunter auf der Erfolgsbremse, da sie einer „neuen“ Zukunft oftmals kritisch und konservativ gegenüberstehen. Es sind häufig schwerfällige Apparate.

Veränderungen müssen zur Lebensaufgabe werden!

Wer also erfolgreich werden oder bleiben möchte, muss Veränderungen zur Lebensaufgabe machen. Neue digitale Möglichkeiten allein reichen nicht aus, der Handel muss sich neu erfinden und komplett umstrukturieren. In Zukunft zählen ausschließlich Erlebnischarakter, Mehrwert für jeden einzelnen Kunden, erhöhter Servicegedanke, Qualitätsbewusstsein und individuelle Bedürfnisse. Der Handel muss lernen zu flirten - er muss um die Gunst des Kunden, seines Gastes, in verliebter Manier buhlen.

Der Stellenwert von Social Media

Auch das Marketing hat sich mit der Digitalisierung und den zahlreichen Möglichkeiten des Internets in den vergangenen Jahren rasant verändert.

Es geht heute darum, mit der eigenen Qualität und Firmenpräsenz, dafür zu sorgen, daß der Kunde zum Unternehmen kommt. Ging man früher auf klassischen Vertriebswegen aktiv auf den Kunden zu, um einen Kaufabschluss zu generieren, geht der Kunde heute auf das Unternehmen zu. Die sozialen Netzwerke machen es dem Kunden einfach. Der Unternehmer hat heute die Möglichkeit, mit der richtigen Community und einer professionellen Positionierung, hohe Reichweiten, etwa durch Videos und/oder regelmäßigem Content, etc., mit relativ geringem Kostenaufwand zu erreichen. Auch die Interaktion mit Kunden kann so schneller generiert werden. Social Media Marketing ist Empfehlungsmarketing. Es geht um Transparenz, Qualität und Bewertungen und um die eigene Reputation. Wir erleben täglich, wie Kunden diskutieren, recherchieren, abwägen und vergleichen. Das eigene Profil und die Online-Reputation müssen also für den Kunden, sowohl im Netz als auch in der pysischen Welt, einen positiven Eindruck hinterlassen. Besonders im Social Media Marketing ist der Kunde hinter dem Kunden von Bedeutung. Social Media bietet hervorragende Möglichkeiten zur Kundenbindung, Werbung, Informationsaustausch, aktive Interaktion mit Zielgruppen, Erhöhung der Marktpräsenz durch Erhöhung der Reichweite, individuelle Specials, Bewertungsmöglichkeiten, u.v.m. Online-Marketing ist keineswegs Zeitverschwendung. Es ist ein kosten- und zeitsparendes Instrument zur weltweiten Marktpräsenz und fruchtbarem Dialog. In meinem Fall, können meine Kunden mich auch dort live erleben und auf kurzen Wegen mit mir oder meinem Management Kontakt aufnehmen. Dabei bin ich ortsunabhängig. In meinem Business ein entscheidender Vorteil.

Handlungsbedarf in vielen Unternehmen

Hier sehe ich bei vielen Unternehmen noch Handlungsbedarf. Sie wirken in Teilen unnahbar auf ihre Kunden. Denken wir an typische Hotlines, bei dem der Kunde gefühlte Stunden Fragen beantworten oder Zahlenkombinationen eingeben muss, um am Ende zu hören, daß alle Leitungen belegt sind und man diesen Umstand natürlich zutiefst bedauert. Je komplexer die Informationsflut im Netz wird, desto unübersichtlicher wird sie. Umso mehr haben potentielle Kunden auch wieder das Bedürfnis, besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten, nach persönlicher Beratung.

Unternehmen der Zukunft!

Unsere Zukunft wird künftig tiefgreifende und radikale Umstrukturierungen erfahren. Und hierbei spielt das Feld der weiter zunehmenden Globalisierung eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr wird es Verschiebungen von geopolitischen Machtverhältnissen geben, die wir heute schon deutlich spüren. Die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen und Mensch wird stark beeinflusst durch eine fehlgeleitete auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaftspolitik, durch einen nicht nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und unseren Ressourcen, durch  einer starken Revolution der digitalen Kommunikation und damit verbundenen Veränderungen von neuronalen Entwicklungen, sowie durch manipulativen Eingriffen in Bio- und Gentechnik. Hier liegen der gewinnbringende Nutzen und das Risiko für den Menschen sehr nah beieinander. Oder anders ausgedrückt, es wird immer mehr zu Spaltungen zwischen Systembefürwortern und Systemgegnern kommen.

Teamplayer und Marathonläufer

Unternehmen von Morgen müssen Teamplayer und Marathonläufer sein. Sie müssen bereit sein, sich mit Kunden zu verbünden, Konkurrenten zu Partnern zu machen und neue lockere Kooperationsmodelle einzugehen. Aber das alleine reicht nicht aus, um in Zukunft erfolgreich am Markt zu bestehen. Es ist, wie ich Eingangs schon erwähnt habe, die Bereitschaft zur permanenten Veränderung. Auch wenn das bedeutet, sich von „bewährten“ Produkten oder Dienstleistungen und besonders festgefahrenen internen Abläufen, zu verabschieden. Echte Innovationen, ein dynamisches Auftreten, flexibles Reagieren auf das Marktgeschehen, die richtige Nutzung des Internets und mutige Entscheidungen, bringen dauerhaft wirtschaftlichen Erfolg. Die erfolgreichsten Unternehmer/Unternehmen, haben auch die mutigsten Veränderungen gewagt. Der Unternehmer der Zukunft muss ein Visionär sein und strategisch zielfokussiert handeln. Verliert er sich im operativen Alltagsbusiness, wird er zum Getriebenen und findet sich im Spiel von Jäger und Sammler wieder.

Was Unternehmen heute lernen müssen!

Unternehmen müssen lernen, die mobilen und digitalen Möglichkeiten richtig zu nutzen und den Kunden in die Wertschöpfungskette mit einzubinden. Das gilt auch für den Mitarbeiter. Ihnen muss klar werden, das der Markt immer transparenter wird. In der Folge sind die Kunden und Mitarbeiter bestens informiert und entsprechend anspruchsvoll. Sie wollen mitreden und mit gestalten. Transparenz und Mitgestaltung bedeutet intern auch, in das eigene Personal zu investieren, um Aufgaben besser delegieren zu können. Der Produktionsprozess selbst muss in Zukunft individueller und maßgeschneiderter sein. Das heißt, lokale Vorlieben und personalisierte individuelle Produkte haben eine Zukunft. Zu beobachten sind solche Trends bereits in der Automobilbranche. Viele Hersteller verkaufen heute stark individualisierte Fahrzeuge. Land Rover etwa bietet auf seiner Online-Plattform überwiegend Grundkarosserie, bestehend aus Modell und Hubraum an. Alle anderen Komponenten eines Fahrzeuges, kann der Kunde selbst nach eigenen Wünschen konfigurieren. Was heute noch dem Premiumsegment vorbehalten ist, wird künftig Standart sein. Sicherlich ist es für viele Unternehmen auf der globalen Weltbühne heute noch effizienter, im Standardverfahren und vereinheitlichten Abläufen zu agieren; für den Future-Kunden aber dürfen solche Vorgänge künftig nicht mehr spürbar sein.

Gesundes Business im Wandel! Konsequenzen der neuen digitalen Zeit!

Im heutigen digitalen Zeitalter geht es auch um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen sowie konkrete Lösungsansätze für individuelle aber auch gesamtwirtschaftliche Erfolge. Es ist wichtig, das Unternehmer und Unternehmen, unabhängig ihrer Größe, sich ihrer Bedeutung auf der wirtschaftspolitischen Weltbühne und damit ihrer Verantwortung für Mensch, Umwelt und ihrer Ressourcen bewusst werden. Was zur Folge hat, mutig Entscheidungen zu treffen und Veränderungen angstfrei und aktiv zu gestalten. Ein Business, das ausschließlich auf betriebswirtschaftlichem Kostencontrolling, reinen politischen zumeist lobbyismusgesteuerten Entscheidungen beruht, reicht heute nicht mehr aus, um zukunftsfähig zu sein.

Der Hauptakteur des Business bleibt der Mensch in seinem Facettereichtum und unzähligen Fähigkeiten, die es wieder zu entdecken gilt. Es ist wichtig, Unternehmer und Unternehmen zusammenzuführen, Impulse zu setzen, gemeinsam neue kreative Ideen zu entwickeln, Lösungsansätze zu kreieren, neue Kontakte zu knüpfen, in den Dialog zu gehen und vieles mehr. Gemeinsam können wir alle einen positiven Einfluss auf das Weltgeschehen im Großen wie im Kleinen nehmen. Wir dürfen nicht übersehen, daß sich der Mensch bei allen Vorzügen der Digitalisierung, zeitgleich durch diese auch überflüssig macht. Dies führt zu Ängsten, Zweifeln, Blockaden und zu Motivationsverlust. Einer der größten Umsatz- und Erfolgsbremsen.

Wie passen Erfolg und Glück zusammen? Verbundenheit mit dem Unternehmen.

Der Mensch muss sich mit seinem Unternehmen verbunden fühlen. Das ist heute in vielen Fällen nicht mehr der Fall. Verbrannte Mitarbeiter bringen keine Leistung. Unternehmen kränkeln vor sich hin, der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel, neue Möglichkeiten und Perspektiven müssen geschaffen werden. Es kann nicht sein, daß Menschen unterschiedlicher Voraussetzungen, durchs Raster fallen, krank werden und sich mitunter aufgeben, weil sie jeden Glauben in sich und ihre Fähigkeiten verlieren und Unternehmen der Meinung sind, das chronische Anpassungsmechanismen in Form von Entlassungswellen eine positive Wendung bringen. Wenn dein Schiff sinkt, macht es keinen Sinn, verzweifelt das eindringende Wasser heraus zu schaufeln. Da schaufelst du bis zum Grund.

Ein gesunder Mensch bedeutet auch ein gesundes Unternehmen, Kreativität, Innovation und Vitalität. Strategische Unternehmensführung betrifft heute weitaus komplexere Themen. Es geht nicht mehr nur um betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Heute steht der Mensch im Mittelpunkt des Geschehens. Auch wenn dieser technologisiert wird, bleibt der Mensch ein lebendiges Wesen mit Emotionen, einzigartigen Fähigkeiten aber auch Ängsten, Unsicherheiten und Zweifeln. Es wird übersehen, daß Unternehmen und Mensch, eine Einheit bilden, die gut miteinander agieren müssen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig gesundheitsfördernde und gesundheitserhaltende Maßnahmen sind, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Unsere Gesundheit und Stabilität sind die wertvollsten Ressourcen, die wir in uns tragen. Sie sind unser persönlicher Erfolgsfaktor. Unternehmenserfolg und persönliche Gesundheit setzen das Verständnis eines vielschichtigen Themenkomplexes voraus, mit dem ich mich seit vielen Jahren intensiv beschäftige und Unternehmen begleite. Erfolg setzt sich heute aus der Verbindung von mentalpsychologischen und physiologischen Eigenschaften des Menschen und seiner Handlungs- und Veränderungsbereitschaft zusammen. Nichts verändert sich, ausser wir verändern uns. Wir haben zwei Möglichkeiten, das System in dem wir leben, zu bekämpfen oder einen positiven Umgang mit diesem System zu finden und darin einen Raum, in dem wir erfolgreich, glücklich und gesund sein können. Ich zeige den Menschen, wie sie Ängste, Unsicherheiten und Zweifel abbauen und wie Veränderung funktioniert.

Mir ist das in den letzten Jahren sehr gelungen. Ich bin glücklich und erfolgreich mit dem was ich tue. Das war nicht immer so. Wer mich kennt, weiß, daß ich zweimal der Tod von der Schippe gesprungen und einmal dem Rollstuhl nur knapp entkommen bin. In dieser Zeit habe ich Erfahrungen gemacht, die meinen Blick auf die Welt und mein damaliges Angestelltendasein, verändert haben. Die Ärzte gaben mich damals auf. Ich mich selber aber nie. Und das macht den Unterschied. Ich bin immer wieder aufgestanden, wenn ich gefallen bin. Ich habe an mich geglaubt, während andere zweifelten. Ich habe weiter gemacht, wo andere aufgaben. Ich habe so immer wieder Veränderungen vorgenommen und mein Ziel stets vor Augen gehalten.

Was mich antreibt, ist neben dem Wunsch nach Freiheit und mich selbst ausleben zu können, vor allem der Wunsch, den Menschen etwas zurück zugeben, das mir zuteil wurde, neue Impulse zu setzen, ihnen neue Perspektiven und Möglichkeiten aufzuzeigen. Den Arbeitsmarkt, wie wir ihn heute kennen, wird es künftig so nicht mehr geben. Ich bin überzeugt davon, das alle Menschen und Unternehmer langfristig erfolgreich sein können, wenn sie bereit dazu sind, neue alternative Wege zu gehen. Ich zeige ihnen, wie Veränderung funktioniert und Ängste, Unsicherheiten und Zweifel erfolgreich abgebaut werden können.

Seit vielen Jahren engagiere ich mich für schlechter gestellte Menschen weltweit, das Elend ist kaum zu ertragen. Wenn wir unser Kapital richtig einsetzen, bedeutet das nicht nur Reichtum und die Erfüllung von persönlichen Träumen. Vielmehr bedeutet es Investition in Bildung, in Frieden, in gesunde Ernährung, in den Erhalt der Natur. Ich sehe es als meine Pflicht, im Rahmen meiner Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen auf das Weltgeschehen und nachfolgenden Generationen eine Welt mit zahlreichen Perspektiven und alternativen Möglichkeiten zu hinterlassen. Jeder Mensch hat das Recht auf Glück, Freiheit, Gesundheit und Erfolg!

Bei allen Unsicherheiten, die Veränderungen mit sich bringen, bei allem was wir tun, sollten wir bedenken, daß wir eines Tages auf unser Leben zurückblicken werden… Was wollen wir dann sehen?

Ich möchte in Liebe, Demut und tiefer Dankbarkeit auf ein bewegtes, aber sehr erfülltes und buntes Leben zurück schauen. Ich sehe eine weise Frau, die stolz ist auf Ihr Lebenswerk, mit einem unerschütterlichen Optimismus, die über sich selbst lachen kann, mit silber glänzenden Haaren, einem zufriedenen verschmitztem Lächeln, einer sportlichen Dynamik und tiefer Gelassenheit. Ich stehe etwas ruhiger geworden, immer noch mitten im Leben und erzähle augenzwinkernd Jüngeren meine Anekdoten. Denn jede einzelne Falte in meinem Gesicht, die vermutlich deutlich mehr geworden sind als heute schon vorhanden, hat eine Geschichte zu erzählen. Ich bin neugierig geblieben und schaue gespannt auf das erfolgreiche Agieren nachfolgender Generationen.

Dankbar bin ich heute schon für die Erfahrungen, die ich machen durfte und die Menschen in meinem Leben beruflich wie privat. Nicht zu vergessen, gilt mein tiefer Dank meinen schärfsten Kritikern, Beratern und Freunden zugleich: meinen Eltern und Geschwistern, die mit meinem Leben nicht immer einverstanden waren oder sind, mich aber in allen meinen Vorhaben immer unterstützten. Ein Baum der einmal Früchte tragen soll, braucht starke Wurzeln. Das Fundament für persönliches Wachstum.

Auszug aus dem Interview zum Niedersächsischen Wirtschafts-Workspace "Auf ein Wort mit Gabi Stratmann", durchgeführt von Katharina Stapel (Der neue Manager). Herzlichen Dank!


Der präfrontale Cortex und sein Autopilot

Der präfrontale Cortex und sein Autopilot

Was geschieht, wenn das Stammhirn dem Großhirn dazwischenfunkt.

Unser uraltes instinktives Selbsterhaltungsprogramm sorgt naturgegebener maßen dafür, daß wir mit Aggression und Kampf auf unsere vermeintlichen Feinde reagieren. Wenn Sie jetzt denken, daß wir doch längst die Vorraussetzungen eines zivilisierten und humanen Wesens mitbringen, haben Sie natürlich Recht. Dennoch überlagert, besonders in Stresssituationen, unser Stammhirn jene Gesinnung, aus der unsere Handlungen entstehen. Der älteste Teil unseres Gehirns - der Hirnstamm (Stammhirn) - hat sich im Laufe der Evolution schon vor ca. 500 Millionen Jahren entwickelt. Sie kennen den Ausdruck Stammhirn möglicherweise auch als „Reptilien- oder Krokodilhirn“. Diese Bezeichnung resultiert daher, das bei niederen Wirbeltieren wie eben Reptilien, das Stammhirn fast das gesamte Gehirn umfasst.

Im Laufe der Evolution entwickelten sich in unserem menschlichen System neue Gehirnareale, die die Regie, anstelle des Stammhirns hätten übernehmen sollen. Hier entsteht ein Konflikt, da sich das Stammhirn nicht so recht zurückhalten will. Es mischt sich in vielen Situationen unentwegt ein.

Was sind die Gründe hierfür und woran liegt das?

Das Stammhirn bedient sich munter unserer Programme; es repräsentiert genetisch vorbestimmte Verhaltensweisen, die der Arterhaltung und dem Überleben jedes Einzelnen dienen. Man kann es vergleichen mit einer Art Kontrollzentrum für unbewusste, gefühllose und roboterähnliche Programme, die eher einem Reptilienverhalten ähneln. (Anmerkung: heute sprechen wir im Rahmen der Digitalisierung, auch über „lernfähige“ Technik und Kontrollmechanismen, denen versucht wird, Gefühl einzuhauchen.) In bestimmten Stresssituationen übernimmt das alte Stammhirn die absolute Kontrolle über uns, in deren Folge alle anderen Bereiche gelähmt, quasi heruntergefahren werden. Unsere mentale Einstellung und unser Verhalten geraten immer dann unter den Einfluss unserer uralten Instinktareale im Gehirn, wenn unser den Gefühlen zugeordnetes limbisches System, welches sich im Zwischenhirn befindet, und unsere evolutionäre noch junge, mit bewussten Denkvorgängen verbundene Großhirnrinde, in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Beispielsweise durch Stress, Krankheit, Depressionen, Müdigkeit, Alkohol, Substanzen, Ängste, Panik, übermäßige Verliebtheit oder einer festen Überzeugung, eines starken Glaubens in Form von Einbildung.

Wie entsteht nun der Konflikt?

Unser Stammhirn kann kein Update durchführen. In unserer heutigen Zeit sind viele Dinge, die wir als Bedrohung empfinden, etwa Existenzsorgen, politische Entwicklungen, ein aufwühlender Film, Steuerlasten, etc., für unser Stammhirn nicht mehr greifbar. Unser archaischer Hirnstamm hat für solche Situationen keine sinnvollen Lösungsansätze. Denn es gibt keinen sichtbaren Feind, der bekämpft werden könnte; vor dem wir folglich auch nicht davonlaufen können. Unser ältester Gehirnstamm ist nicht in der Lage zu erkennen, daß die Bedrohungen unserer Zeit, überwiegend auf der mentalen Ebene stattfinden.

Die Sache mit der Erblast - das Vermächtnis

An dieser Stelle falle ich gleich einmal mit der sprichwörtlichen Tür ins Haus: Die Anwesenheit einer starken Dominanz unseres Stammhirns, können wir wunderbar an verschiedenen Signalen erkennen; beispielhaft seien hier einige genannt, wie Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Argwohn, Selbstsucht, Gefühllosigkeit, Starrheit, Hartnäckigkeit, Isoliertheit, Intoleranz, Aggressivität, Gewaltbereitschaft, fehlende Fürsorglichkeit, kurzfristiges Nutzdenken, Oberflächlichkeit, Opportunismus, Eitelkeit, Suchtverhalten, psychopathisches Auftreten, Eifersucht, etc.. Auch ritualisierte Verhaltensmuster fallen unter die Regie des alten Gehirnteiles.

Befindet sich ein Mensch unter der Kontrolle seines Stammhirns, gibt sich dieser ausschließlich mit geordneten Verhältnissen zufrieden; er liebt Vorschriften. Er neigt zur Wissbegierigkeit und übernimmt gerne das Kommando. Er möchte Befehle erteilen, Autoritäten schnell erkennen und selbst eine sein. Er definiert sich über Status- oder Rangsymbole, wie Titel, ein großes Auto, Kleidung, Accessoires, ein großes Büro, ein großes Haus, etc. Da der Stammhirn-Typ ausschließlich mit der Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse beschäftigt ist, ist dieser von dem politischen Geschehen der heutigen Zeit, am besten beeinflussbar oder gar beherrschbar.

Dieser Hirntyp denkt in der Regel nicht zukunftsorientiert. Dadurch ist er einfach zu steuern, da alles außerhalb seines eigenen „Universums“, Nebensache für ihn ist. Auf furchteinflössende Situationen reagiert dieser Typ unmittelbar. Ein Angriffspunkt für Machthaber und Lobbyisten. Die Eigenschaften unseres Stammhirns machen uns anfällig für Manipulationen und Einflüssen von Machthabern. Unser Gehirn greift beispielsweise bei der medialen „Dauerdarstellung“ von Wirtschaftskrisen, Mangel-Illusionen oder Kriegen auf das Stammhirn zurück und wird dadurch unbewusst in eine Dauerangst hineinversetzt. Je mehr unser Stammhirn uns unter Kontrolle hat, desto anfälliger für Negativreize, beispielsweise in Form von manipulativen Machtspielen, sind wir.

Unser Stammhirn ist ein schlechter Schüler, es tut sich sehr schwer mit neuen, ihm unbekannten Situationen, fertig zu werden. Das lässt sich gut in unserem gegenwärtigen Alltag beobachten, wenn dramatische Meldungen in den Medien ihren Lauf nehmen und alternative Fakten und Emotionen die Realität verdrängen. Denn das Stammhirn ist nicht in der Lage, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.

Den berühmten inneren Schweinehund besiegen 

Im Laufe der Evolution hat sich ein Gehirnteil entwickelt, das beispielsweise für den Mut Neues auszuprobieren, für die Risikobereitschaft und Experimentierfreudigkeit, für die Fähigkeit Abzuwägen oder für gemischte Gefühle anstelle von Schwarzmalerei, zuständig ist. Der präfrontale Cortex - ein „modernes“ Stirnhirn. Unsere moderne Welt zwingt uns beinahe dazu, uns mit Statussymbolen zu schmücken. Wir präsentieren mit ihnen unsere persönliche, ich möchte sagen „momentane Wichtigkeit" unseres eigenen Egos, welches wir gerne befriedigt wissen möchten. Ein ganz typischer Ausdruck unseres Stammhirns, das sich immer dann äußert, wenn wir uns in unseren Ansprüchen bedroht fühlen.

„Je grösser dein Ehrgeiz und deine Vermessenheit werden, umso grösser wird deine Angst, dass dich jemand daran hindern könnte, deine Ziele zu erreichen.“ (Gabi Stratmann)

Was geschieht nun, wenn wir uns ausschließlich auf das Spiel unserer Programme einlassen? 

Wir geraten schneller in eine aggressivere Grundhaltung. Wir reagieren auf negative Einflüsse und Gräueltaten sehr emotional, mit einer Mischung aus Wut, Aggression und mitunter auch Hass. Wenn wir die Verursacher solcher Gräueltaten dann erkennen, verstärkt sich dieser Zustand in konzentrierter Form in uns. Genau an dieser Stelle, setzt unser „Autopilot“ ein. Denn diese reflektorischen Prozesse gehören unserem uralten und veralteten Grundmechanismus des Stammhirns an. Zu jener Zeit war dieses Überlebensprogramm zur Arterhaltung notwenig. Wir nutzen die bahnbrechende Erneuerung beziehungsweise Erweiterung unseres Gehirns, den Neocortex - die Großhirnrinde, zu wenig. Dabei bietet er uns die physische Voraussetzung, um allen manipulativen Machtgehabe, auch der Selbstmanipulation erfolgreich zu begegnen.

Wenn wir lernen, von dieser Großhirnfunktion zeitnah Gebrauch zu machen, werden sich unsere Reaktionen auf negative Einflüsse neutralisieren. Schaffen wir es, diese alternative Option bewusst in Anspruch zu nehmen, ändert sich unsere Wahrnehmung und der Blickwinkel auf verschiedene Situationen. Was nicht bedeutet, daß uns negative Erlebnisse kalt lassen; vielmehr lassen wir nicht mehr zu, daß wir in einer emotionalen „Säugetierhaltung“ verharren und die Kontrolle über unser reflektiertes Handeln an unser Stammhirn abgeben.

Und dann ist da noch die Sache mit der Erkenntnis

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Solange wir im Dunkeln tappen, wohl kaum. Je mehr Wahrheiten ans Tageslicht kommen, desto mehr werden auch die Verursacher kollektiven Machtmissbrauchs sichtbar. Überlassen wir an dieser Stelle, unserem Stammhirn die Regie, würde jede weitere Entwicklung auf der Welt verhindert werden. Mehr noch brächte es neues Leid in Form von Kriegen, politischen Anfeindungen, Rückbau von Demokratie, Finanzkrisen, etc. Das alt einhergebrachte Spiel von "Schuld und Sühne" würde weiter gehen.

Wenn wir bisher mit Autopilot geflogen sind, sollten wir uns bewusst machen, daß wir in der Lage sind, selbst zu fliegen. Wenn wir aufhören, unseren freien Willen nur rudimentär zu nutzen und uns aus unseren Programmierungen entsprechend befreien, werden wir lernen, tatsächlich aus uns selbst heraus zu handeln.

Unsere innere Haltung entscheidet über unsere Freiheit und/oder Unfreiheit.

Gabi Stratmann


Philosophy of Communication

Excerpts from my writing factory

Philosophy of Communication

Every man himself is communication. Every word, every gesture, every action or non-action contains and sends messages. The depth of our ethical identity expresses itself by communication. Communication occurs in the reciprocal connection with oneself and the world around us. In order to successfully tune in to your communication partner, it is essential to have an empathetic, goal oriented communication which presupposes an integral value system (e.g. personal values, enterprise policy). The way we communicate is decisive for success in our daily private lives, as well as in a context of a social and economic suprastructure.

Successful communication always presupposes the mutual willingness of „sharing“ (win-win) and is devoid of manipulation and aggressive behavior. Communication depends on the fundamental dilemma of human behavior. In other words between the ideal and reality there are always a traces of imperfection as well as personal limits and differences in cultural as values.

Individual prior experiences and cultural conditioning create and determine a unique model of the world in every human being. Every person creates his or her own picture of the world - a kind of personal map of the world.

Consequently, misunderstandings in communication arise due to the fact that our counterpart has a different picture of the world.

In order to communicate successfully, we have to understand his or her picture of the world. This is achieved by an open and neutral attitude.

When problems in communication arise, it is important not only to consider the visible part of the other person but also such invisible parts as needs, emotions or experiences. These unconscious drives remain invisible for us. They can only be discerned or felt in their totality by empathy.

Conflicts and misunderstandings can not be avoided and arise in private as well as in professional and working settings. The purpose of conflict management is to avoid the escalation of difficult discussions or negotiations.

Conflict management contributes to finding compromises. When exercising critique it is decisive how we express ourselves. An impartial and relaxed atmosphere are a central preconditions for the deescalation of conflicts.

Active listening for example is the precondition for the success of an argumentative discussion. Questions and appropriate body language are helpful in tuning in to your counterpart as well as by sending appeasing signals which direct the discussion in the desired direction. Diplomatic tactfulness and mutual agreements for future behavior show respect for the feelings of your counterpart and creates empathy.

It is important to show your counterpart respect and understanding and give an impartial explanation how a conflicting situation arises.

But communicate factually. Niveau and style always belong to a positive deportment. They show respect and make an agreement possible.

Conclusion:

If communication is subjected to rigid rules and regulations, the freedom of personal development would be diminished. Communication is a holistic process, which is supported by models for illustration, as an orienting framework for human behavior. This process makes clear that all phases of life, the relationship between the environment, the immediate surroundings, metaphysical and spiritual world and the psychological and emotional world of person, etc. are dependent on each other and shape the togetherness. Communication is based on esteem and consideration and respect for the other. Communication is also a life-long process which requires personality development, openness, patience and perseverance.

Gabi Stratmann aus „Philosophy of Communication“


Gabi Stratmann auf der Meetingplace

Meetingplace im Postpalast München am 24. November 2016.

Gabi Stratmann stellt gemeinsam mit ihrem Partner, dem Kloster Seeon sowohl das Kultur- und Kongresszentrum Kloster Seeon wie auf die Alpenland-Akademie vor.

Am 7. und 8. Januar 2017 freuen sie das Team vom Kloster Seeon und Gabi Stratmann auf Ihren Besuch. An diesem Wochenende werden die Pforten für Sie geöffnet. Seien Sie herzlich eingeladen, sich das exquisite Anwesen näher anzuschauen. Lassen Sie sich für Ihre künftigen Veranstaltungen inspirieren.

https://www.youtube.com/watch?v=GDgQ2To0wr4

 


Inspiratio spiritus

Inspiratio spiritus

Vom willentlichen Verstand und ganzheitlicher Wahrnehmung. Wie entsteht menschliche Produktivität?

Kennst du dieses Gefühl, dass immer dann eintritt, wenn du in deiner Kreativität förmlich aufblühst; wenn du eine Art Eingebung erfährst auf Fragen oder Problemstellungen und du dich im Nachhinein fragst, wieso du nicht gleich auf exakt diese Idee gekommen bist? Nach der ersten Euphoriephase über deine Erkenntnis, legt sich der kurzfristig aufkeimende Tatendrang auch schon wieder. Denn irgendetwas kann doch nicht stimmen. Soll das jetzt tatsächlich die Lösung sein? Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein. Und viel zu einfach…

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich in jungen Jahren von meiner Lehrerin ermahnt wurde, ich sei eine Träumerin, wäre nie bei der Sache und überhaupt viel zu unaufmerksam. Ob ich ausreichend Schlaf bekäme, denn ich würde auf sie einen müden Eindruck erwecken. Was ich sie nicht anmerken ließ, war die Tatsache, daß ich in Wirklichkeit voller Aufmerksamkeit war. Ich hatte die berühmten sieben Sinne klar beieinander, mein Geist arbeitete messerscharf und ich beobachtete unseren Dialog aus einer Art Vogelperspektive. Dieser „Perspektivenwechsel“ geschah scheinbar immer dann, wenn ich gerade einmal wieder dabei war, für mich wichtiges von unwichtigem zu trennen. Ich befand mich in einem Zustand der erweiterten Wahrnehmung, einem Gefühl von Losgelöstsein und völliger Gedankenlosigkeit - was mir natürlich erst im späteren Erwachsenenalter rückblickend bewusst wurde. In der Forschung sprechen wir hier auch von "in der rechten Gehirnhälfte geprägten ganzheitlichen Zustand des Seins".

In diesem Zustand sind wir in der Lage, den Fokus unserer Aufmerksamkeit neu zu setzen und so die „Perspektive“ zu wechseln. Wir erschaffen eine Art Hologramm, indem wir unsere Instanz vom Inneren auf das Aussen verlagern, so dass wir in der Lage sind, beides zeitgleich zu betrachten. Der Einfachheit halber, lässt sich dieser Zustand etwa mit „Vorsichhindösen“ oder einem „Dämmerzustand“ (Dämmerzustand ist in diesem Fall im übertragenden Sinne zu verstehen und nicht mit dem med.-psych. Dämmerzustand zu verwechseln) beschreiben. Ich erinnere mich an unzählige Fachsimpeleien meines Vaters. Es ging um verschiedene Problemstellungen, in denen niemand so recht wusste, wie die damit im Zusammenhang stehenden Probleme und Aufgaben gelöst werden sollten. Ich saß einfach nur da und lauschte. Keine rechte Ahnung, wovon eigentlich die Rede war, lieferte ich ihnen die perfekte Lösung. Verblüfft schauten alle zu mir herüber. Dieses Phänomen sollte sich so lange wiederholen, bis ich anfing, mich als „Lösungsgeber“ zur Verfügung zu stellen. Fortan freute ich mich auf die Gespräche und war enttäuscht, keine Antworten mehr zu finden. Was geschehen ist? Ich bin meinem willentlichen Verstand zum „Opfer“ gefallen. Denn dieser hatte meine ganzheitliche Wahrnehmung verhindert.

Was bedeutet der Zustand der inneren Ruhe für uns und unsere Produktivität?

Neurologen sind heute in der Lage, den Zustand unseres Bewusstseins, also unsere Gehirnaktivitäten sichtbar zu machen. Wird ein Zustand mit ausgeprägten Alphawellen - also „Vorsichhindösen“ gemessen, befinden wir uns außerhalb des unmittelbaren Einflusses unseres Verstandes. Im normalen Tagesbewusstsein jedoch halten wir uns im sogenannten Beta-Bereich auf. Hier liegen unsere Hirnfrequenzen zwischen 38 und 15 Hz. Das heißt, unsere bewusste Aufmerksamkeit ist mit logischen, prüfenden, trennenden und denkenden Prozessen beschäftigt. Bei einem hohen Stresspegel, Angstzuständen, innerer Unruhe und Zweifeln oder permanenter innerer Kritik, befördern wir uns in eine hohe Beta-Frequenz.

Kommen wir hingegen zur Ruhe, sinken unsere Hirnfrequenzen in den Alphawellenbereich ab. Diese liegen zwischen 14 und 8 Hz. Im Alltag lassen wir Ruhe jedoch kaum noch zu. Aktuelle Entwicklungen des Weltgeschehens beschäftigen uns, eine dauerhafte Präsenz in den medialen Kanälen erhöhen mitunter unseren Stressfaktor, Existenzsorgen und Zukunftsängste lassen Viele am System zweifeln und geraten ins grübeln, etc. Individuelle persönliche Krisen haben immer dann eine traumatisierende Wirkung, wenn keine Lösungsmöglichkeiten erkennbar sind. In solchen schwierigen Situationen entwickelt sich dann irgendwann ein Moment, in dem der Betroffene das Gefühl hat, mit seinen Kräften am Ende zu sein. In Folge dessen gibt er auf und lässt los (nicht zu verwechseln mit Resignation). Das ist der Moment, in dem unser verletztes Ego unserem eigentlichen Sein die Regie überlässt. Wir beginnen zu „dösen“ und befinden uns außerhalb des unmittelbaren Einflusses unseres Verstandes. Wir treten ein, in ein durch uns geschaffenes Hologramm. Wir wechseln die „Perspektive“. In diesem Hologramm schauen wir uns quasi wie in einem 3D-Film selbst zu. Aus psychotherapeutsicher Sicht würde dieser Zustand, besonders in Lebenskrisen, mitunter als Realitätsflucht beschrieben. Sämtliche historischen wie aktuellen bahnbrechenden Ideen und Erfindungen erfolgten und erfolgen auch heute aus Eingebungen. Ich wurde für meine wertvollste Idee, die wie einige wissen aus einer Lebenskrise heraus entstanden ist und aus dem mein heutiges Wirken und meine Produkte resultieren, für den Wissenschaftspreis nominiert. Große Erfinder und Entdecker wie beispielsweise Albert Einstein, erfuhren ihre revolutionierenden Erfindungen in einem „vorsichhindösenden“ oder auch halbschlafähnlichen Zustand. Nämlich dann, wenn ihr Verstand sich zurückgezogen hat und sie sich im Alphawellenbereich aufhielten.

Das unser Verstand unverzichtbar und wertvoll ist, wissen wir. Allerdings agiert dieser immer nur in seinen beziehungsweise durch uns selbst verursachten und festgelegten Grenzen. Unser Verstand erarbeitet zwar einzelne Bestandteile von Erfindungen, doch die zündende Idee, die Grundinspiration sowie übergeordnete Zuordnung kann nur durch unseren Geist vorgenommen werden. Die Basis der Arbeit unseres Verstandes basiert auf unseren Erfahrungen. Ebenso besteht die gesamte Forschung aus empirischer Erfahrungswissenschaft. Es werden Informationen gesammelt, im Labor oder auf dem Feld und systematisch verlaufend oder reproduzierbar untersucht. Doch geschieht dies im Prinzip auf den Grundstrukturen unseres Verstandes. Daher ist das Studium durch selektive Auswahlverfahren nicht jedem zugänglich. Doch zu echtem Fortschritt tragen empirische Erfindungen durch das Fehlen von „Einfachheit“, „Natürlichkeit“ und „Massenabwicklung“ so nicht wirklich bei.

Produktivität und echtes Potential für qualitativ hochwertige Innovationen kann nur entstehen, wenn zur Intelligenz des Verstandes auch die Intuition des Geistes aus unserem Hologramm des Alphawellenbereiches hinzu kommen. In halbschlafähnlichen Zuständen entrinnen wir der Dominanz unseres Verstandes, wechseln die Perspektive und betrachten die Dinge somit von oben.

Solange unser Verstand willentlich ausgelegt ist, solange verhindert er unsere ganzheitliche Wahrnehmung. Tagträumen wir uns also unseren Erfolg und überlassen unserem Selbst das Zepter.

Denn in diesem Zustand sind wir offen, für echte Inspiration, unerwartete Einfälle und unzensierte Eingebungen. Der tatsächliche Ausgangspunkt für Kreativität, Produktivität und Erfolg.

Ihre Gabi Stratmann


Barbarische Welt?

"Das Spiel der Macht, eine barbarische Welt, die sich in ihren Facetten gelegentlich zu zeigen scheint. Nur, daß nicht die Welt barbarisch ist, sondern ihre Akteure." Mit diesen Worten kam nach meinem Vortrag ein älterer Herr auf mich zu. Ich habe diesen Mann während ich sprach immer wieder wahrgenommen, wie mir allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt klar werden sollte.

Dieser geschätzt über 90-Jährige hörte mir aufmerksam zu, er verfolgte jede Bewegung von mir, gab Signale des Verstehens, lachte und wirkte dennoch nachdenklich auf mich. Immer wieder erwischte ich mich dabei, zu ihm herüber zu schauen. Zu diesem Zeitpunkt freute ich mich scheinbar einfach nur darüber, alle Generationen mit meinen Themen zu erreichen. Und doch war da etwas, was ich nicht in Worte zu fassen vermag. Nachdem ich meinen Vortrag beendet hatte, kam genau dieser Herr auf mich zu, sah mich beinahe durchdringend an. Er bedankte sich mit einer Träne im Auge für meinen Vortrag, gratulierte mir dazu und fragte mich, ob ich unsere Bundeskanzlerin mit ihren Politikern zu Vernunft bringen könne. Ich sah in seine Augen, in sein Gesicht; es sprach Bände. Ich hatte das Gefühl, seine Gefühle, Gedanken und Sorgen regelrecht spüren zu können. Ein Ausdruck lag darin, der meinen Atem eine Sekunde lang stocken ließ.

In mir formte sich eine Antwort, die ich nicht zu artikulieren wagte und erkannte, daß er meine Gedanken stillschweigend verstand. Er nickte mir zu und sagte, daß es ihn sehr traurig stimme, daß jüngere Generationen die mahnenden Worte seiner Generation nicht mehr hören wolle. Und noch einmal sah er mich durchdringend aber mit einer liebenden Güte in seinem Ausdruck an und strich dabei kurz über meinen Handrücken. Dann drehte er sich herum und ging.

Ich blieb, das Weltgeschehen reflektierend, nachdenklich gestimmt zurück. Schaute ihm hinterher und spürte, wie die Gänsehaut meinen Körper zu überfluten schien. Was muss in diesen Generationen vorgehen, die die Geschichte mehrmals miterlebt haben... Welche Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen... Wieso lassen wir Dinge geschehen, die nicht unserem Wesen entsprechen... Warum schweigen wir, wenn wir reden müssten... Warum bleiben wir sitzen, wenn wir aufstehen sollten... Was tun, wenn die Systeme so nicht mehr funktionieren und aufrecht erhalten werden können... Welchen Einfluss können wir nehmen, um in Frieden, Freundschaft und Freiheit, respektvoll und wertschätzend miteinander diese einzigartige Welt zu gestalten... Und was geschieht, wenn die bunte Vielfalt der Welt schwindet... Fragen über Fragen bleiben zurück.

Und dennoch hat diese Begegnung etwas in mir ausgelöst. Etwas, daß sich nicht einfach nur in Worte kleiden lässt. Aber ich spüre meinen Beruf mehr denn je als Berufung. Ich bin auf dieser Welt, eine Mission zu erfüllen. Eine große Aufgabe, die ich gerne übernehme.

Ihre Gabi Stratmann


Realität oder Hologramm

Realität oder Hologramm

Alles, was der Mensch im Außen wahrnimmt, muss im Innen – quasi intersubjektiv in seiner Psyche verankert sein.

Heute wurde ich von einem Kunden gefragt, was die Wirklichkeit eigentlich sei, wenn jeder Mensch in seiner eigenen Realität lebe. Eine äußerst spannende und interessante Frage.

Wenn ich davon ausgehe, daß der Mensch seine Fähigkeit eines ganzheitlichen Bewusstseins nicht nutzen kann, weil seine Wahrnehmung durch seinen Verstand stark selektiert wird, würden wir uns in einem Zustand relativer Unbewusstheit befinden. Das bedeutet, daß wir Menschen als Veränderung immer nur unsere eigenen geistigen inneren Erlebnisse spüren können und das Paradoxon der Wechselwirkungen von materiellen Objekten (sichtbar im Außen) und Energie (unsichtbar; im Sinne Quantentheorie) nicht als sich ergänzende Aspekte erfahren sondern als sich abstoßende Gegensätze.

Das wiederum bedeutet, daß wir im „Entweder-Oder-Prinzip“ in einer Welt der selbst erschaffenen Getrenntheit leben. Wenn wir uns davon lösen, werden wir erkennen, daß alles materielle Sein auf dem „Sowohl-Als-Auch-Prinzip“ fusst.

Unser auf Trennung programmiertes begrenztes Bewusstsein hindert uns an einem ganzheitlichen Blick. Multidimensionales Denken und Erleben bedeutet, die unmittelbaren Verbindungen dynamischer Beziehungen in einer polatritären Welt zu verstehen.

Anders ausgedrückt, es gibt nicht nur Gut oder Schlecht, Liebe oder Hass – beide Empfindungen bedingen einander und gehen gemeinsam einher.

Was also ist die wahre Welt unserer Wirklichkeit und wo befindet sich der Zugangscode in unseren Zellen…  

Sie finden diese Frage ebenso spannend und interessant? Erfahren Sie mehr in meinen Vorträgen und Trainings.

Ihre Gabi Stratmann

Sie wünschen weitere Informationen?

Gemeinsam Stark

Alpenland-Akademie im Kultur- und Kongresszentrum Kloster Seeon
Die Nummer 1 der Tagungshotellerie!

In diesem Jahr gibt zahlreiche Neuerungen sowie ein exquisites Programm in der von Gabi Stratmann gegründet und geführten Alpenland-Akademie. Mit unseren Trainings sowie verschiedenen Expertentagen möchten wir Sie einladen, bisher gelebte Strukturen, Muster und Denkweisen zu verlassen und Ihre Persönlichkeit noch mehr zu stärken. Jedes Training haben wir gesundheitsspezifisch mit TOP-Referenten, aufbauend auf die drei TOP-Themen von Gabi Stratmann – ResilienzRevolution, MentalRevolution sowie FaszienKörper – konzipiert.

Wenn Sie sich oder Ihr Unternehmen optimal darstellen möchten, für mehr Gesundheit und Ausgleich sorgen wollen, dürfen Sie diese Termine auf keinen Fall verpassen. Profitieren Sie von unserem Expertenwissen. 

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Kultur- und Kongresszentrum Kloster Seeon, bieten wir Ihnen einen unvergesslichen Aufenthalt. Wir sorgen für eine optimale Lernatmosphäre, in historischem Gebäude mit stilvollen Tagungsräumen und einmaligen Ambiente, ausgestattet mit modernster Tagungstechnik sowie individuellem Kulturprogramm. 

Dabei lassen wir keine Wünsche offen! Sie treffen auf ein professionelles, tolles Team, welches den Servicegedanken lebt, Sie umfassend betreut und für das leibliche Wohl sorgt. Gemeinsam stark für unsere Kunden.

Herzlich Willkommen im Kultur- und Kongresszentrum Kloster Seeon sowie der Alpenland-Akademie – Wir bringen Sie weiter!


MentalRevolution // Brainnet im Bauch - Wie der Darm unseren Geist steuert 

Das Gedanken mächtig sind, wissen wir inzwischen. Das muss ich Ihnen ganz sicher nicht mehr erzählen. Oder vielleicht doch? Wussten Sie, daß uns täglich zwischen 40.000 und 60.000 Gedanken im Kopf umherschwirren, wir aber nur einen sehr geringen Teil dessen bewusst wahrnehmen. Wissenschaftliche Studien belegen mittlerweile, daß wir menschliche Wesen nur einen Bruchteil unserer neuronalen Fähigkeiten nutzen, die unserem Gehirn zur Verfügung stehen.

Tatsächlich besitzt unser Gehirn Areale, die es uns ermöglichen, mit einer gezielten Fokussierung, Handlungsaktivitäten zu erzeugen oder konkrete Ziele zu erreichen. Mittels transkranialen Magnetstimulationen beispielsweise ist es möglich, Signale zwischen zwei unabhängigen Personen auszutauschen; indem einer sich einen bestimmten Vorgang exakt vorstellt, den der andere über speziell stimulierte Neuronen ausführt. Wenn Sie jetzt denken, daß klingt unglaublich, haben Sie recht. Ist aber wahr. Dieser Ansatz lässt sich am leichtesten mit virtuellen Computerspielen oder einem „Nerven“-Bypass für  Querschnittsgelähmte erklären. Bei Querschnittslähmungen sind häufig Nervenbahnen im Rückenmark durchtrennt. Was dabei gerne unter den Tisch gekehrt wird, ist die Tatsache, daß die Nervenbahnen ober- und unterhalb der Verletzung intakt sind und intakt bleiben. Das Gehirn sendet nach wie vor Signale an die betroffenen Gliedmaße.  Aufgrund der Trennung der Nervenbahnen erreichen diese Signale ihren Bestimmungsort jedoch nicht. Bei einer transkranialen Magnetstimulation konzentriert sich die Person auf die Bewegung der betroffenen Gliedmaße. Durch die geistige intensive Vorstellung, ähnlich wie bei einer Meditation, werden Impulse an verschiedene Steuerungsareale im Gehirn gesendet, die sofort eine Art elektrischer Impulse an die gelähmten Bereiche schickt. Durch diese Stimulation wird die Muskulatur unterhalb des verletzten Bereiches aktiviert. Die Muskeln ziehen sich zusammen.

Nicht nur Neurone zeigen sich hierfür verantwortlich, auch verschiedenste Mikroorganismen wirken auf unsere Hirnaktivität ein und spielen eine entscheidende Rolle, sowohl bei der Entstehung von psychischen und neurodegenerativen Erkrankungen, wie auch der Entwicklung mentaler Fähigkeiten, Stärke und Verhalten.

Das menschliche Ökosystem beeinflusst die Entwicklung unseres Gehirns, unsere neuronalen Fähigkeiten, unser Verhalten wie auch unsere Gesundheit. Die Zusammenhänge und Wirkrichtungen von emotionalen, psychischen und neurologischen Bewegungen in unserem Körper sind komplex und nicht immer zu erkennen. Lediglich die Sprache beziehungsweise Signale unseres Körpers, lassen Rückschlüsse auf innere Vorgänge zu. Viele Menschen, die unter Ängsten und Stress leiden, klagen häufig über Probleme des Magen-Darm-Traktes, Herzrasen, Bluthochdruck, Schwindel, schmerzenden Gliedmaßen etc. Dies kann daran liegen, daß die Zellen in der Darmwand einen Großteil wichtiger Neurotransmitter wie Serotonin außerhalb der dafür zuständigen Regionen des Gehirns, produzieren. Dieser Vorgang hat Einfluss auf die Signalverarbeitung innerhalb unseres Gehirns, welches dadurch die gehirneigenen Neurone verringert und falsche Signale in falsche Richtungen und Regionen unseres Körpers sendet. Die Informationen dieser elektrischen Impulse werden fehlgeleitet. Man könnte sagen, daß die Kommunikation zwischen den Neuronen gestört ist,  ähnlich wie bei dem Sender-Empfänger-Modell der Kommunikation. Die elektrischen Impulse müssen eine Art Kontaktstelle zwischen zwei Nervenzellen passieren und entsprechend andocken.

Wissenschaftlich ist die gegenseitige Beeinflussung verschiedener Darmbakterien und des Gehirns ein interessantes Forschungsgebiet. Die störungsfreie Kommunikation zwischen Kopf und Bauch ist ausschlaggebend für inneren Frieden, Gelassenheit, Empathie, Freude, Gesundheit und Erfolg.

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