Inspiratio spiritus

Inspiratio spiritus

Vom willentlichen Verstand und ganzheitlicher Wahrnehmung. Wie entsteht menschliche Produktivität?

Kennst du dieses Gefühl, dass immer dann eintritt, wenn du in deiner Kreativität förmlich aufblühst; wenn du eine Art Eingebung erfährst auf Fragen oder Problemstellungen und du dich im Nachhinein fragst, wieso du nicht gleich auf exakt diese Idee gekommen bist? Nach der ersten Euphoriephase über deine Erkenntnis, legt sich der kurzfristig aufkeimende Tatendrang auch schon wieder. Denn irgendetwas kann doch nicht stimmen. Soll das jetzt tatsächlich die Lösung sein? Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein. Und viel zu einfach…

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich in jungen Jahren von meiner Lehrerin ermahnt wurde, ich sei eine Träumerin, wäre nie bei der Sache und überhaupt viel zu unaufmerksam. Ob ich ausreichend Schlaf bekäme, denn ich würde auf sie einen müden Eindruck erwecken. Was ich sie nicht anmerken ließ, war die Tatsache, daß ich in Wirklichkeit voller Aufmerksamkeit war. Ich hatte die berühmten sieben Sinne klar beieinander, mein Geist arbeitete messerscharf und ich beobachtete unseren Dialog aus einer Art Vogelperspektive. Dieser „Perspektivenwechsel“ geschah scheinbar immer dann, wenn ich gerade einmal wieder dabei war, für mich wichtiges von unwichtigem zu trennen. Ich befand mich in einem Zustand der erweiterten Wahrnehmung, einem Gefühl von Losgelöstsein und völliger Gedankenlosigkeit - was mir natürlich erst im späteren Erwachsenenalter rückblickend bewusst wurde. In der Forschung sprechen wir hier auch von "in der rechten Gehirnhälfte geprägten ganzheitlichen Zustand des Seins".

In diesem Zustand sind wir in der Lage, den Fokus unserer Aufmerksamkeit neu zu setzen und so die „Perspektive“ zu wechseln. Wir erschaffen eine Art Hologramm, indem wir unsere Instanz vom Inneren auf das Aussen verlagern, so dass wir in der Lage sind, beides zeitgleich zu betrachten. Der Einfachheit halber, lässt sich dieser Zustand etwa mit „Vorsichhindösen“ oder einem „Dämmerzustand“ (Dämmerzustand ist in diesem Fall im übertragenden Sinne zu verstehen und nicht mit dem med.-psych. Dämmerzustand zu verwechseln) beschreiben. Ich erinnere mich an unzählige Fachsimpeleien meines Vaters. Es ging um verschiedene Problemstellungen, in denen niemand so recht wusste, wie die damit im Zusammenhang stehenden Probleme und Aufgaben gelöst werden sollten. Ich saß einfach nur da und lauschte. Keine rechte Ahnung, wovon eigentlich die Rede war, lieferte ich ihnen die perfekte Lösung. Verblüfft schauten alle zu mir herüber. Dieses Phänomen sollte sich so lange wiederholen, bis ich anfing, mich als „Lösungsgeber“ zur Verfügung zu stellen. Fortan freute ich mich auf die Gespräche und war enttäuscht, keine Antworten mehr zu finden. Was geschehen ist? Ich bin meinem willentlichen Verstand zum „Opfer“ gefallen. Denn dieser hatte meine ganzheitliche Wahrnehmung verhindert.

Was bedeutet der Zustand der inneren Ruhe für uns und unsere Produktivität?

Neurologen sind heute in der Lage, den Zustand unseres Bewusstseins, also unsere Gehirnaktivitäten sichtbar zu machen. Wird ein Zustand mit ausgeprägten Alphawellen - also „Vorsichhindösen“ gemessen, befinden wir uns außerhalb des unmittelbaren Einflusses unseres Verstandes. Im normalen Tagesbewusstsein jedoch halten wir uns im sogenannten Beta-Bereich auf. Hier liegen unsere Hirnfrequenzen zwischen 38 und 15 Hz. Das heißt, unsere bewusste Aufmerksamkeit ist mit logischen, prüfenden, trennenden und denkenden Prozessen beschäftigt. Bei einem hohen Stresspegel, Angstzuständen, innerer Unruhe und Zweifeln oder permanenter innerer Kritik, befördern wir uns in eine hohe Beta-Frequenz.

Kommen wir hingegen zur Ruhe, sinken unsere Hirnfrequenzen in den Alphawellenbereich ab. Diese liegen zwischen 14 und 8 Hz. Im Alltag lassen wir Ruhe jedoch kaum noch zu. Aktuelle Entwicklungen des Weltgeschehens beschäftigen uns, eine dauerhafte Präsenz in den medialen Kanälen erhöhen mitunter unseren Stressfaktor, Existenzsorgen und Zukunftsängste lassen Viele am System zweifeln und geraten ins grübeln, etc. Individuelle persönliche Krisen haben immer dann eine traumatisierende Wirkung, wenn keine Lösungsmöglichkeiten erkennbar sind. In solchen schwierigen Situationen entwickelt sich dann irgendwann ein Moment, in dem der Betroffene das Gefühl hat, mit seinen Kräften am Ende zu sein. In Folge dessen gibt er auf und lässt los (nicht zu verwechseln mit Resignation). Das ist der Moment, in dem unser verletztes Ego unserem eigentlichen Sein die Regie überlässt. Wir beginnen zu „dösen“ und befinden uns außerhalb des unmittelbaren Einflusses unseres Verstandes. Wir treten ein, in ein durch uns geschaffenes Hologramm. Wir wechseln die „Perspektive“. In diesem Hologramm schauen wir uns quasi wie in einem 3D-Film selbst zu. Aus psychotherapeutsicher Sicht würde dieser Zustand, besonders in Lebenskrisen, mitunter als Realitätsflucht beschrieben. Sämtliche historischen wie aktuellen bahnbrechenden Ideen und Erfindungen erfolgten und erfolgen auch heute aus Eingebungen. Ich wurde für meine wertvollste Idee, die wie einige wissen aus einer Lebenskrise heraus entstanden ist und aus dem mein heutiges Wirken und meine Produkte resultieren, für den Wissenschaftspreis nominiert. Große Erfinder und Entdecker wie beispielsweise Albert Einstein, erfuhren ihre revolutionierenden Erfindungen in einem „vorsichhindösenden“ oder auch halbschlafähnlichen Zustand. Nämlich dann, wenn ihr Verstand sich zurückgezogen hat und sie sich im Alphawellenbereich aufhielten.

Das unser Verstand unverzichtbar und wertvoll ist, wissen wir. Allerdings agiert dieser immer nur in seinen beziehungsweise durch uns selbst verursachten und festgelegten Grenzen. Unser Verstand erarbeitet zwar einzelne Bestandteile von Erfindungen, doch die zündende Idee, die Grundinspiration sowie übergeordnete Zuordnung kann nur durch unseren Geist vorgenommen werden. Die Basis der Arbeit unseres Verstandes basiert auf unseren Erfahrungen. Ebenso besteht die gesamte Forschung aus empirischer Erfahrungswissenschaft. Es werden Informationen gesammelt, im Labor oder auf dem Feld und systematisch verlaufend oder reproduzierbar untersucht. Doch geschieht dies im Prinzip auf den Grundstrukturen unseres Verstandes. Daher ist das Studium durch selektive Auswahlverfahren nicht jedem zugänglich. Doch zu echtem Fortschritt tragen empirische Erfindungen durch das Fehlen von „Einfachheit“, „Natürlichkeit“ und „Massenabwicklung“ so nicht wirklich bei.

Produktivität und echtes Potential für qualitativ hochwertige Innovationen kann nur entstehen, wenn zur Intelligenz des Verstandes auch die Intuition des Geistes aus unserem Hologramm des Alphawellenbereiches hinzu kommen. In halbschlafähnlichen Zuständen entrinnen wir der Dominanz unseres Verstandes, wechseln die Perspektive und betrachten die Dinge somit von oben.

Solange unser Verstand willentlich ausgelegt ist, solange verhindert er unsere ganzheitliche Wahrnehmung. Tagträumen wir uns also unseren Erfolg und überlassen unserem Selbst das Zepter.

Denn in diesem Zustand sind wir offen, für echte Inspiration, unerwartete Einfälle und unzensierte Eingebungen. Der tatsächliche Ausgangspunkt für Kreativität, Produktivität und Erfolg.

Ihre Gabi Stratmann


Barbarische Welt?

"Das Spiel der Macht, eine barbarische Welt, die sich in ihren Facetten gelegentlich zu zeigen scheint. Nur, daß nicht die Welt barbarisch ist, sondern ihre Akteure." Mit diesen Worten kam nach meinem Vortrag ein älterer Herr auf mich zu. Ich habe diesen Mann während ich sprach immer wieder wahrgenommen, wie mir allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt klar werden sollte.

Dieser geschätzt über 90-Jährige hörte mir aufmerksam zu, er verfolgte jede Bewegung von mir, gab Signale des Verstehens, lachte und wirkte dennoch nachdenklich auf mich. Immer wieder erwischte ich mich dabei, zu ihm herüber zu schauen. Zu diesem Zeitpunkt freute ich mich scheinbar einfach nur darüber, alle Generationen mit meinen Themen zu erreichen. Und doch war da etwas, was ich nicht in Worte zu fassen vermag. Nachdem ich meinen Vortrag beendet hatte, kam genau dieser Herr auf mich zu, sah mich beinahe durchdringend an. Er bedankte sich mit einer Träne im Auge für meinen Vortrag, gratulierte mir dazu und fragte mich, ob ich unsere Bundeskanzlerin mit ihren Politikern zu Vernunft bringen könne. Ich sah in seine Augen, in sein Gesicht; es sprach Bände. Ich hatte das Gefühl, seine Gefühle, Gedanken und Sorgen regelrecht spüren zu können. Ein Ausdruck lag darin, der meinen Atem eine Sekunde lang stocken ließ.

In mir formte sich eine Antwort, die ich nicht zu artikulieren wagte und erkannte, daß er meine Gedanken stillschweigend verstand. Er nickte mir zu und sagte, daß es ihn sehr traurig stimme, daß jüngere Generationen die mahnenden Worte seiner Generation nicht mehr hören wolle. Und noch einmal sah er mich durchdringend aber mit einer liebenden Güte in seinem Ausdruck an und strich dabei kurz über meinen Handrücken. Dann drehte er sich herum und ging.

Ich blieb, das Weltgeschehen reflektierend, nachdenklich gestimmt zurück. Schaute ihm hinterher und spürte, wie die Gänsehaut meinen Körper zu überfluten schien. Was muss in diesen Generationen vorgehen, die die Geschichte mehrmals miterlebt haben... Welche Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen... Wieso lassen wir Dinge geschehen, die nicht unserem Wesen entsprechen... Warum schweigen wir, wenn wir reden müssten... Warum bleiben wir sitzen, wenn wir aufstehen sollten... Was tun, wenn die Systeme so nicht mehr funktionieren und aufrecht erhalten werden können... Welchen Einfluss können wir nehmen, um in Frieden, Freundschaft und Freiheit, respektvoll und wertschätzend miteinander diese einzigartige Welt zu gestalten... Und was geschieht, wenn die bunte Vielfalt der Welt schwindet... Fragen über Fragen bleiben zurück.

Und dennoch hat diese Begegnung etwas in mir ausgelöst. Etwas, daß sich nicht einfach nur in Worte kleiden lässt. Aber ich spüre meinen Beruf mehr denn je als Berufung. Ich bin auf dieser Welt, eine Mission zu erfüllen. Eine große Aufgabe, die ich gerne übernehme.

Ihre Gabi Stratmann


Realität oder Hologramm

Realität oder Hologramm

Alles, was der Mensch im Außen wahrnimmt, muss im Innen – quasi intersubjektiv in seiner Psyche verankert sein.

Heute wurde ich von einem Kunden gefragt, was die Wirklichkeit eigentlich sei, wenn jeder Mensch in seiner eigenen Realität lebe. Eine äußerst spannende und interessante Frage.

Wenn ich davon ausgehe, daß der Mensch seine Fähigkeit eines ganzheitlichen Bewusstseins nicht nutzen kann, weil seine Wahrnehmung durch seinen Verstand stark selektiert wird, würden wir uns in einem Zustand relativer Unbewusstheit befinden. Das bedeutet, daß wir Menschen als Veränderung immer nur unsere eigenen geistigen inneren Erlebnisse spüren können und das Paradoxon der Wechselwirkungen von materiellen Objekten (sichtbar im Außen) und Energie (unsichtbar; im Sinne Quantentheorie) nicht als sich ergänzende Aspekte erfahren sondern als sich abstoßende Gegensätze.

Das wiederum bedeutet, daß wir im „Entweder-Oder-Prinzip“ in einer Welt der selbst erschaffenen Getrenntheit leben. Wenn wir uns davon lösen, werden wir erkennen, daß alles materielle Sein auf dem „Sowohl-Als-Auch-Prinzip“ fusst.

Unser auf Trennung programmiertes begrenztes Bewusstsein hindert uns an einem ganzheitlichen Blick. Multidimensionales Denken und Erleben bedeutet, die unmittelbaren Verbindungen dynamischer Beziehungen in einer polatritären Welt zu verstehen.

Anders ausgedrückt, es gibt nicht nur Gut oder Schlecht, Liebe oder Hass – beide Empfindungen bedingen einander und gehen gemeinsam einher.

Was also ist die wahre Welt unserer Wirklichkeit und wo befindet sich der Zugangscode in unseren Zellen…  

Sie finden diese Frage ebenso spannend und interessant? Erfahren Sie mehr in meinen Vorträgen und Trainings.

Ihre Gabi Stratmann

Sie wünschen weitere Informationen?

Gemeinsam Stark

Alpenland-Akademie im Kultur- und Kongresszentrum Kloster Seeon
Die Nummer 1 der Tagungshotellerie!

In diesem Jahr gibt zahlreiche Neuerungen sowie ein exquisites Programm in der von Gabi Stratmann gegründet und geführten Alpenland-Akademie. Mit unseren Trainings sowie verschiedenen Expertentagen möchten wir Sie einladen, bisher gelebte Strukturen, Muster und Denkweisen zu verlassen und Ihre Persönlichkeit noch mehr zu stärken. Jedes Training haben wir gesundheitsspezifisch mit TOP-Referenten, aufbauend auf die drei TOP-Themen von Gabi Stratmann – ResilienzRevolution, MentalRevolution sowie FaszienKörper – konzipiert.

Wenn Sie sich oder Ihr Unternehmen optimal darstellen möchten, für mehr Gesundheit und Ausgleich sorgen wollen, dürfen Sie diese Termine auf keinen Fall verpassen. Profitieren Sie von unserem Expertenwissen. 

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Kultur- und Kongresszentrum Kloster Seeon, bieten wir Ihnen einen unvergesslichen Aufenthalt. Wir sorgen für eine optimale Lernatmosphäre, in historischem Gebäude mit stilvollen Tagungsräumen und einmaligen Ambiente, ausgestattet mit modernster Tagungstechnik sowie individuellem Kulturprogramm. 

Dabei lassen wir keine Wünsche offen! Sie treffen auf ein professionelles, tolles Team, welches den Servicegedanken lebt, Sie umfassend betreut und für das leibliche Wohl sorgt. Gemeinsam stark für unsere Kunden.

Herzlich Willkommen im Kultur- und Kongresszentrum Kloster Seeon sowie der Alpenland-Akademie – Wir bringen Sie weiter!


MentalRevolution // Brainnet im Bauch - Wie der Darm unseren Geist steuert 

Das Gedanken mächtig sind, wissen wir inzwischen. Das muss ich Ihnen ganz sicher nicht mehr erzählen. Oder vielleicht doch? Wussten Sie, daß uns täglich zwischen 40.000 und 60.000 Gedanken im Kopf umherschwirren, wir aber nur einen sehr geringen Teil dessen bewusst wahrnehmen. Wissenschaftliche Studien belegen mittlerweile, daß wir menschliche Wesen nur einen Bruchteil unserer neuronalen Fähigkeiten nutzen, die unserem Gehirn zur Verfügung stehen.

Tatsächlich besitzt unser Gehirn Areale, die es uns ermöglichen, mit einer gezielten Fokussierung, Handlungsaktivitäten zu erzeugen oder konkrete Ziele zu erreichen. Mittels transkranialen Magnetstimulationen beispielsweise ist es möglich, Signale zwischen zwei unabhängigen Personen auszutauschen; indem einer sich einen bestimmten Vorgang exakt vorstellt, den der andere über speziell stimulierte Neuronen ausführt. Wenn Sie jetzt denken, daß klingt unglaublich, haben Sie recht. Ist aber wahr. Dieser Ansatz lässt sich am leichtesten mit virtuellen Computerspielen oder einem „Nerven“-Bypass für  Querschnittsgelähmte erklären. Bei Querschnittslähmungen sind häufig Nervenbahnen im Rückenmark durchtrennt. Was dabei gerne unter den Tisch gekehrt wird, ist die Tatsache, daß die Nervenbahnen ober- und unterhalb der Verletzung intakt sind und intakt bleiben. Das Gehirn sendet nach wie vor Signale an die betroffenen Gliedmaße.  Aufgrund der Trennung der Nervenbahnen erreichen diese Signale ihren Bestimmungsort jedoch nicht. Bei einer transkranialen Magnetstimulation konzentriert sich die Person auf die Bewegung der betroffenen Gliedmaße. Durch die geistige intensive Vorstellung, ähnlich wie bei einer Meditation, werden Impulse an verschiedene Steuerungsareale im Gehirn gesendet, die sofort eine Art elektrischer Impulse an die gelähmten Bereiche schickt. Durch diese Stimulation wird die Muskulatur unterhalb des verletzten Bereiches aktiviert. Die Muskeln ziehen sich zusammen.

Nicht nur Neurone zeigen sich hierfür verantwortlich, auch verschiedenste Mikroorganismen wirken auf unsere Hirnaktivität ein und spielen eine entscheidende Rolle, sowohl bei der Entstehung von psychischen und neurodegenerativen Erkrankungen, wie auch der Entwicklung mentaler Fähigkeiten, Stärke und Verhalten.

Das menschliche Ökosystem beeinflusst die Entwicklung unseres Gehirns, unsere neuronalen Fähigkeiten, unser Verhalten wie auch unsere Gesundheit. Die Zusammenhänge und Wirkrichtungen von emotionalen, psychischen und neurologischen Bewegungen in unserem Körper sind komplex und nicht immer zu erkennen. Lediglich die Sprache beziehungsweise Signale unseres Körpers, lassen Rückschlüsse auf innere Vorgänge zu. Viele Menschen, die unter Ängsten und Stress leiden, klagen häufig über Probleme des Magen-Darm-Traktes, Herzrasen, Bluthochdruck, Schwindel, schmerzenden Gliedmaßen etc. Dies kann daran liegen, daß die Zellen in der Darmwand einen Großteil wichtiger Neurotransmitter wie Serotonin außerhalb der dafür zuständigen Regionen des Gehirns, produzieren. Dieser Vorgang hat Einfluss auf die Signalverarbeitung innerhalb unseres Gehirns, welches dadurch die gehirneigenen Neurone verringert und falsche Signale in falsche Richtungen und Regionen unseres Körpers sendet. Die Informationen dieser elektrischen Impulse werden fehlgeleitet. Man könnte sagen, daß die Kommunikation zwischen den Neuronen gestört ist,  ähnlich wie bei dem Sender-Empfänger-Modell der Kommunikation. Die elektrischen Impulse müssen eine Art Kontaktstelle zwischen zwei Nervenzellen passieren und entsprechend andocken.

Wissenschaftlich ist die gegenseitige Beeinflussung verschiedener Darmbakterien und des Gehirns ein interessantes Forschungsgebiet. Die störungsfreie Kommunikation zwischen Kopf und Bauch ist ausschlaggebend für inneren Frieden, Gelassenheit, Empathie, Freude, Gesundheit und Erfolg.

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Dilemma namens Kommunikation

Was halten Sie davon, wenn ich Ihnen jetzt sage, daß Sie selbst Kommunikation sind? Jedes Wort, jede Geste, alles Tun oder Nicht-Tun enthält viele Botschaften. In der Art und Weise, wie wir kommunizieren, zeigt sich die Tiefe unserer ethischen Beheimatung. Kommunikation geschieht in der wechselseitigen Verbundenheit mit uns selbst und unserer Umwelt. Emphatische, wertschätzende und zielführende Kommunikation setzt einen integralen Ethos, beispielsweise Ihre persönlichen Werte oder Leitkulturen Ihres Unternehmens voraus, um sich auf seine Gesprächspartner einzustellen. Für eine erfolgreiche Lebensgestaltung sind die kommunikativen Signale im Alltagsleben wie auch in beruflichen und systematischen Kontexten entscheidend.

Erfolgreiche Kommunikation erhebt immer den Anspruch des „Miteinander-Teilens“ und ist frei von manipulativen Aktivitäten. Dabei unterliegt unsere Kommunikation dem Grunddilemma menschlichen Handelns. Denn zwischen Idealen und der Wirklichkeit liegt immer ein Schatten der Unvollkommenheit, persönlicher Grenzen, verschiedener Kulturen, unterschiedlichen Werten etc.

Wollen auch Sie erfolgreich und zielgerichtet kommunizieren? Dann sind Wahrhaftigkeit, Haltung des Nicht-Verletzens, Empathie, Hören, Präsenz, Offenheit, Dialog statt Debatte, Ambiguitätstoleranz, Vorwürfe ertragen, Vergebung üben, den ersten Schritt tun, mit dem Du zum Ich werden und Gelassenheit, wertvolle Helfer auf Ihrem Weg zu ganzheitlicher Kommunikation. Diese Axiome können als Fundament für eine erfolgreiche Ausgestaltung verschiedener Anliegen betrachtet werden. Da sie jedoch unbewusst, als eine Art Hintergrundrauschen wirken und unser Handeln im Aussen beeinflussen, verlaufen ziel- und ergebnisorientierte Kommunikationsprozesse häufig wenig zufriedenstellend.

Herausforderung der Kommunikation

Die ganzheitliche Kommunikation bildet eine Struktur, welche durch hoch komplexe  Wechselbeziehungen von Sache, Person und Gruppe interagiert. Dabei werden Systeme konstituiert und am Leben erhalten. Kommunikation selbst ist ein System mit innersystemischen Bezügen, die kommunizierende Einzelperson (Person), das personale Bezugssystem (Gruppe) sowie ein inhaltlicher Bezugshorizont (Sache). Hier entstehen Konflikte, die sich aus der Umwelt ergeben – der Interdependenz aus Zeit, Raum und kulturellem Kontext. Funktionale Beziehungsgeflechte, die dynamisches Gleichgewicht herstellen, können dem Anspruch erfolgreicher Kommunikation gerecht werden. Und wieder stolpern wir an dieser Stelle über Interessenkonflikte, denn persönliche Emotionen stehen nicht selten den funktionalen Gruppenkonstellationen, wie sie unter anderem im beruflichen Kontext vorzufinden sind, gegenüber. Der Wille eines Einzelnen, verbunden mit seinen unbewussten Projektionen innerhalb des entweder selbst gewählten oder vorgegebenen Entscheidungsrahmens, verlaufen oft konträr zu den systematischen Erfordernissen. Systematische Erfordernisse ergeben sich aus Familiensystemen, Unternehmenssystemen, politischen Systemen, Sportvereinen etc.

Wie oft haben Sie schon in Dialogen aus persönlicher Betroffenheit heraus agiert und argumentiert und sich nachher mit Zweifeln geplagt? War das wirklich richtig? Bin ich nicht doch zu weit gegangen? Hätte ich doch nur…. Um beispielsweise auch in schwierigen Situationen in jeder Art von Beziehungskonstelationen reflektiert zu bleiben, ist es notwendig, sich selbst als System zu erkennen. Ja, Sie lesen richtig.  Auch der Mensch selbst ist ein System. Ein einzigartiges und wundersames System, nebenbei bemerkt.  Auch hier haben wir kleine, aber feine Helfer, die uns auf dem Weg zu einer empathischen und erfolgreichen Kommunikation begleiten, etwa Gegenwärtigkeit,  Authentizität, Offenheit, Entscheidungskompetenz, Ich-Botschaften, Störungen nachgehen, keine Nebengespräche, Bemerkungen über nicht Anwesende vermeiden, Vertraulichkeit, keine Killerphrasen, Überraschungen ermöglichen und selbst für solche offen sein.

Können starre Regeln in der Kommunikation zur Lösung des Grunddilemma´s beitragen?

Würde man Kommunikation starren Regeln und Gesetzen unterwerfen, wie sie verschiedene Grundmodelle der Kommunikationspsychologie vorgeben, würde die Freiheit der persönlichen Entwicklung jedes Einzelnen von uns gemindert werden. Kommunikation ist ein ganzheitlicher Prozess, dem Modelle lediglich zur Veranschaulichung als orientierender Rahmen menschlichen Verhaltens dienen. Deutlich wird dabei, daß alle Ebenen unseres Lebens, der Beziehungen zwischen Umwelt, Mitwelt, geistiger Welt, Innenwelt etc. voneinander abhängig sind und unser Miteinander prägen. Kommunikation beruht auf Wertschätzung und Achtsamkeit und dem Respekt Anderen gegenüber. Kommunikation ist auch ein lebenslanger Prozess der Persönlichkeitsentwicklung, der Offenheit, Geduld,  Ausdauer und nicht selten auch Mut erfordert.

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