Der präfrontale Cortex und sein Autopilot

Der präfrontale Cortex und sein Autopilot

Was geschieht, wenn das Stammhirn dem Großhirn dazwischenfunkt

Unser uraltes instinktives Selbsterhaltungsprogramm sorgt naturgegebenermaßen dafür, daß wir mit Aggression und Kampf auf unsere vermeintlichen Feinde reagieren. Wenn du jetzt denkst, daß wir doch längst die Vorraussetzungen eines zivilisierten und humanen Wesens mitbringen, hast du natürlich Recht. Dennoch überlagert, besonders in Stresssituationen, unser Stammhirn jene Gesinnung, aus der unsere Handlungen entstehen. Der älteste Teil unseres Gehirns – der Hirnstamm (Stammhirn) – hat sich im Laufe der Evolution schon vor ca. 500 Millionen Jahren entwickelt. Du kennst den Ausdruck Stammhirn möglicherweise auch als „Reptilien- oder Krokodilhirn“. Diese Bezeichnung resultiert daher, das bei niederen Wirbeltieren wie eben Reptilien, das Stammhirn fast das gesamte Gehirn umfasst.

Im Laufe der Evolution entwickelten sich in unserem menschlichen System neue Gehirnareale, die die Regie anstelle des Stammhirns hätten übernehmen sollen. Hier entsteht ein Konflikt, da sich das Stammhirn nicht so recht zurückhalten will. Es mischt sich in vielen Situationen unentwegt ein.

Was sind die Gründe hierfür und woran liegt das?

Das Stammhirn bedient sich munter unserer Programme; es repräsentiert genetisch vorbestimmte Verhaltensweisen, die der Arterhaltung und dem Überleben jedes Einzelnen dienen. Man kann es vergleichen mit einer Art Kontrollzentrum für unbewusste, gefühllose und roboterähnliche Programme, die eher einem Reptilienverhalten ähneln. (Anmerkung: heute sprechen wir im Rahmen der Digitalisierung, auch über „lernfähige“ Technik und Kontrollmechanismen, denen versucht wird, Gefühl einzuhauchen.) In bestimmten Stresssituationen übernimmt das alte Stammhirn die absolute Kontrolle über uns, in deren Folge alle anderen Bereiche gelähmt, quasi heruntergefahren werden. Unsere mentale Einstellung und unser Verhalten geraten immer dann unter den Einfluss unserer uralten Instinktareale im Gehirn, wenn unser den Gefühlen zugeordnetes limbisches System, welches sich im Zwischenhirn befindet, und unsere evolutionäre noch junge, mit bewussten Denkvorgängen verbundene Großhirnrinde, in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Beispielsweise durch Stress, Krankheit, Depressionen, Müdigkeit, Alkohol, Substanzen, Ängste, Panik, übermäßige Verliebtheit oder einer festen Überzeugung, eines starken Glaubens in Form von Einbildung.

Wie entsteht nun der Konflikt?

Unser Stammhirn kann kein Update durchführen. In unserer heutigen Zeit sind viele Dinge, die wir als Bedrohung empfinden, etwa Existenzsorgen, politische Entwicklungen, ein aufwühlender Film, Steuerlasten, etc., für unser Stammhirn nicht mehr greifbar. Unser archaischer Hirnstamm hat für solche Situationen keine sinnvollen Lösungsansätze. Denn es gibt keinen sichtbaren Feind, der bekämpft werden könnte; vor dem wir folglich auch nicht davonlaufen können. Unser ältester Gehirnstamm ist nicht in der Lage zu erkennen, daß die Bedrohungen unserer Zeit, überwiegend auf der mentalen Ebene stattfinden.

Die Sache mit der Erblast – das Vermächtnis

An dieser Stelle falle ich gleich einmal mit der sprichwörtlichen Tür ins Haus: Die Anwesenheit einer starken Dominanz unseres Stammhirns, können wir wunderbar an verschiedenen Signalen erkennen; beispielhaft seien hier einige genannt, wie Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Argwohn, Selbstsucht, Gefühllosigkeit, Starrheit, Hartnäckigkeit, Isoliertheit, Intoleranz, Aggressivität, Gewaltbereitschaft, fehlende Fürsorglichkeit, kurzfristiges Nutzdenken, Oberflächlichkeit, Opportunismus, Eitelkeit, Suchtverhalten, psychopathisches Auftreten, Eifersucht, etc.. Auch ritualisierte Verhaltensmuster fallen unter die Regie des alten Gehirnteiles.

Befindet sich ein Mensch unter der Kontrolle seines Stammhirns, gibt sich dieser ausschließlich mit geordneten Verhältnissen zufrieden; er liebt Vorschriften. Er neigt zur Wißbegierigkeit und übernimmt gerne das Kommando. Er möchte Befehle erteilen, Autoritäten schnell erkennen und selbst eine sein. Er definiert sich über Status- oder Rangsymbole, wie Titel, ein großes Auto, Kleidung, Accessoires, ein großes Büro, ein großes Haus, etc. Da der Stammhirn-Typ ausschließlich mit der Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse beschäftigt ist, ist dieser von dem politischen Geschehen der heutigen Zeit, am besten beeinflussbar oder gar beherrschbar.

Dieser Hirntyp denkt in der Regel nicht zukunftsorientiert. Dadurch ist er einfach zu steuern, da alles außerhalb seines eigenen „Universums“, Nebensache für ihn ist. Auf furchteinflössende Situationen reagiert dieser Typ unmittelbar. Ein Angriffspunkt für Machthaber und Lobbyisten. Die Eigenschaften unseres Stammhirns machen uns anfällig für Manipulationen und Einflüssen von Machthabern. Unser Gehirn greift beispielsweise bei der medialen „Dauerdarstellung“ von Wirtschaftskrisen, Mangel-Illusionen, Kriegen oder aktuell die Corona-Pandemie und Klimawandel auf das Stammhirn zurück und wird dadurch unbewusst in eine Dauerangst hineinversetzt. Je mehr unser Stammhirn uns unter Kontrolle hat, desto anfälliger für Negativreize, beispielsweise in Form von manipulativen Machtspielen, sind wir.

Unser Stammhirn ist ein schlechter Schüler, es tut sich sehr schwer mit neuen, ihm unbekannten Situationen, fertig zu werden. Das lässt sich gut in unserem gegenwärtigen Alltag beobachten, wenn dramatische Meldungen in den Medien ihren Lauf nehmen und alternative Fakten und Emotionen die Realität verdrängen. Denn das Stammhirn ist nicht in der Lage, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.

Den berühmten inneren Schweinehund besiegen 

Im Laufe der Evolution hat sich ein Gehirnteil entwickelt, das beispielsweise für den Mut Neues auszuprobieren, für die Risikobereitschaft und Experimentierfreudigkeit, für die Fähigkeit Abzuwägen oder für gemischte Gefühle anstelle von Schwarzmalerei, zuständig ist. Der präfrontale Cortex – ein „modernes“ Stirnhirn. Unsere moderne Welt zwingt uns beinahe dazu, uns mit Statussymbolen zu schmücken. Wir präsentieren mit ihnen unsere persönliche, ich möchte sagen „momentane Wichtigkeit” unseres eigenen Egos, welches wir gerne befriedigt wissen möchten. Ein ganz typischer Ausdruck unseres Stammhirns, das sich immer dann äußert, wenn wir uns in unseren Ansprüchen bedroht fühlen.

„Je grösser dein Ehrgeiz und deine Vermessenheit werden, umso grösser wird deine Angst, dass dich jemand daran hindern könnte, deine Ziele zu erreichen.“ (Gabi Stratmann)

Was geschieht nun, wenn wir uns ausschließlich auf das Spiel unserer Programme einlassen? 

Wir geraten schneller in eine aggressivere Grundhaltung. Wir reagieren auf negative Einflüsse und Gräueltaten sehr emotional, mit einer Mischung aus Wut, Aggression und mitunter auch Hass. Wenn wir die Verursacher solcher Gräueltaten dann erkennen, verstärkt sich dieser Zustand in konzentrierter Form in uns. Genau an dieser Stelle, setzt unser „Autopilot“ ein. Denn diese reflektorischen Prozesse gehören unserem uralten und veralteten Grundmechanismus des Stammhirns an. Zu jener Zeit war dieses Überlebensprogramm zur Arterhaltung notwenig. Wir nutzen die bahnbrechende Erneuerung beziehungsweise Erweiterung unseres Gehirns, den Neocortex – die Großhirnrinde, zu wenig. Dabei bietet es uns die physische Voraussetzung, um allen manipulativen Machtgehabe, auch der Selbstmanipulation erfolgreich zu begegnen.

Wenn wir lernen, von dieser Großhirnfunktion zeitnah Gebrauch zu machen, werden sich unsere Reaktionen auf negative Einflüsse neutralisieren. Schaffen wir es, diese alternative Option bewusst in Anspruch zu nehmen, ändert sich unsere Wahrnehmung und der Blickwinkel auf verschiedene Situationen. Was nicht bedeutet, daß uns negative Erlebnisse kalt lassen; vielmehr lassen wir nicht mehr zu, daß wir in einer emotionalen „Säugetierhaltung“ verharren und die Kontrolle über unser reflektiertes Handeln an unser Stammhirn abgeben.

Und dann ist da noch die Sache mit der Erkenntnis

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Solange wir im Dunkeln tappen, wohl kaum. Je mehr Wahrheiten ans Tageslicht kommen, desto mehr werden auch die Verursacher kollektiven Machtmissbrauchs sichtbar. Überlassen wir an dieser Stelle unserem Stammhirn die Regie, würde jede weitere Entwicklung auf der Welt verhindert werden. Mehr noch brächte es neues Leid in Form von Kriegen, politischen Anfeindungen, Rückbau von Demokratie, Finanzkrisen, etc. Das alt einhergebrachte Spiel von “Schuld und Sühne” würde weiter gehen.

Wenn wir bisher mit Autopilot geflogen sind, sollten wir uns bewusst machen, daß wir in der Lage sind, selbst zu fliegen. Wenn wir aufhören, unseren freien Willen nur rudimentär zu nutzen und uns aus unseren Programmierungen entsprechend befreien, werden wir lernen, tatsächlich aus uns selbst heraus zu handeln.

Unsere innere Haltung entscheidet über unsere Freiheit und/oder Unfreiheit.

Jetzt Beratungstermin vereinbaren.

Sprich mich an.


Forschung

Das Massenphänomen - Moral in Zeiten der Krise

Das Massenphänomen - Moral in Zeiten der Krise

Aus meinem Kurz-Interview:

Frau Stratmann, Sie sprechen von einem Menschen nach der Industrie. Das klingt ein bisschen, wie die USA Serie „Die Welt nach den Menschen ..."

„Die Welt nach den Menschen ist ein Untergangsszenario. Auch wenn man beim Blick auf diese Welt tatsächlich an Untergang denken könnte, sind wir davon doch ein wenig entfernt. Industrie wird es auch in Zukunft geben, aber in stark veränderter Form. Es ist politisch und ökonomisch viel in Bewegung, was vorhandene Macht- und Systemverschiebungen nach sich ziehen wird. Auch der Fortschritt der Digitalisierung und Technologisierung sind Fakt und nehmen erheblichen Einfluss auf unsere Werte. Der Klimawandel ist Realität und wird durch die Digitalisierung allein oder CO2-Besteuerungen nicht aufzuhalten sein. Bei allen Vorteilen halte ich die Konsequenzen für ein nicht kalkulierbares Risiko. Was heute wie Science Fiction klingt ist Realität. Digitale Intelligenzen sind lernfähige Codes, die sich als sogenannte bots durch Speisung von Daten entwicklen. Diese werden kaum mehr steuerbar sein. Neben dem Arbeitsplatzverlust, droht dem Mensch selbst, halb- oder teildigitalisiert zu existieren. Was im medizinischen Aspekt durchaus  positiv ist, hat im unmittelbaren wirtschaftlichen und politischen Kontext durchaus missbräuchliches Potential. Das verändert den Menschen. Er beginnt wieder nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Er braucht eine Aufgabe, die ihm Erfüllung gibt. Wir erkennen das beispielsweise an der Esotherikwelle, der wieder entdeckten Spiritualität, den vielen Falschdarstellungen, die Einzug ins Business halten oder an neuen Branchen am Markt. Die Coaching- und Trainingsszene, der Speakermarkt boomen. Multilevelanbieter, Affiliate-Marketer übertrumpfen sich wie wild gewordene Ameisen am Markt. Selbst der Seminar- und Weiterbildungsmarkt wird mehr und mehr zum Provisionsmarketing. Ganz zu schweigen vom Angebot „provisionsträchtiger“ Kryptowährungen. Aber ist das eine echte und sinnvolle Alternative für jeden? Wo sind hier die Mehrwerte für eine tragfähige und sinnvolle Ökonomie? Menschen springen auf Züge auf, weil sie Erfüllung, Freiraum, Wohlstand und Gesundheit suchen. Und genau hier entsteht das Problem. Was soll der Mensch tun, wenn er nicht mehr gebraucht wird.“

Meinen Sie, die Menschen leben in Angst? 

„Schlimmer. Sie leben in der Unsicherheit, die Angst erst erzeugt.“

In unserer Gesellschaft existieren Systeme, die die Existenz sichern sollen. Unternehmen haben offene Vakanzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden. Wie kann der Mensch überflüssig werden? Ist es denn nicht Aufgabe der Politik und die eines Sozialstaates, die Menschen zu organisieren?

„ na ja, oder sie nicht mehr finden wollen. Seit der Coronakrise wissen wir, dass Menschen in ihrer wirtschaftlichen Geringfügigkeit alles haben, was sie zum Leben brauchen … Zumindest aus Sicht von Politik und Wirtschaft. Wie soll ethisch erklärt werden, wieso ein Großteil der Selbstständigen in die Grundsicherung verwiesen wird, während andere von Soforthilfen profitieren dürfen, um Personal in Kurzarbeit zu schicken oder gar Arbeitsplätze abbauen? Bei steigenden Preisen, weiterlaufenden Kosten und weitestgehendem Stillstand vieler kleinerer Betriebe steigt die Überschuldung und sinkt die Kaufkraft vieler Bürger im Land. Wie soll eine Sandwich-Politik, die an ihrem Flickenteppich arbeitet, Abhilfe schaffen. Das kommt den Lobbyisten zugute. Deutschland hat viele gute Ansätze, verstrickt sich aber in der selbst geschaffenen Bürokratiefalle. Damit stellt sich die Politik eher ein Armutszeugnis aus.“

Wieso Sandwich-Politik?

„Nun, die Politik sitzt zwischen den Forderungen von Lobbyisten und nachhaltiger Ökonomie, die jedem Bürger ein würdevolles Leben in Wohlstand ermöglichen soll. Man müsste eigentlich die Frage stellen, wer das Land regiert? Politik im Namen und als Stellvertreter des Volkes oder Lobbyisten. Das hat Auswirkungen, die wir heute deutlich spüren. Etwas provokant könnte man zusammenfassend sagen, daß sich von der Historie her betrachtet, lediglich die Art der Sklaverei sagen wir modernisiert hat. Das beschreibt „den Menschen organisieren“ wohl am treffendsten.

Um kurz auf die Unternehmen einzugehen. Diese müssen schleunigst lernen, mutiger am Markt zu agieren. Sie müssen umdenken. Denken im neuen Zeitalter, transparenter werden und investieren. Die Unternehmerehre ist dem Profit zum Opfer gefallen. Ein Unternehmen, dass in Zeiten des Wiederaufbaus denkt und handelt, wird im neuen Zeitalter der Digitalisierung, Transformation und Transparenz, indem wir uns bereits befinden, so nicht mehr existieren können. In vielen Betrieben haben "gesundheitsgefährdende Organismen" die Regie übernommen. Rote Zahlen, Insolvenzen, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und hohe Krankenstände sprechen für sich. Das Thema wäre ein eigenes Interview wert."

Sehen Sie hier einen Konflikt? Ist das der Grund, warum immer mehr Menschen aus dem System ausbrechen und ihre eigenen Wege gehen wollen? Sehen Sie hier Ursachen für Ausschreitungen und Krawallen?

„Ein so komplexes Wesen wie der Mensch, wird sich niemals nur durch Vorschriften und Regeln der Vernunft leiten lassen. 

Zahlreiche historische, politische wie auch ökonomische Beispiele und Entwicklungen zeugen von einer kollektivindividuellen Leitlogik des menschlichen Systems. Das zeigt sich sehr deutlich bei den vielen Leuknern und Skeptikern, die immer noch behaupten, es gäbe weder ein Coronavirus noch einen Klimawandel.

Hinter allgemeinen Vorgaben und Merkmalen künstlich geschaffener Systeme, in denen wir uns heute bewegen, schwinden zunehmend die bewusste Persönlichkeit, die Orientierung von Gefühlen, als auch die klare Ausrichtung der Gedanken. 

Eine solche Einengung führt zu Verstössen gegen allgemein gültige Regeln und führen zu einer irrational wirkenden Kettenreaktion. Auch dieses Phänomen können wir aktuell in den zahlreichen Fake News, den Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen mit in Teilen erheblichem Gewaltpotential oder in der großen Skepsis gegenüber der Wissenschaft was beispielsweise das Impfthema betrifft erkennen. 

Der Wille etwas anders zu machen, wird häufig durch das unbewusste Ansteuern des „Krokodilhirns“ verursacht und folgt einem regelrechten Massenphänomen. Ein Jäger, viele Jäger. Ein Sammler, viele Sammler. Hier reichen kleinste reizauslösende Impulse aus, um aus unangemessenen individuellen Gemütsregungen, kollektive Gemütsbewegungen zu machen. Zu erkennen sind solche Phänomene immer wieder und besonders in unruhigen Zeiten. Wenn der Mensch zum Beispiel Ungerechtigkeit erlebt, von seinem Schaffen nicht existieren kann, Schicksalsschläge ihn und/oder die Welt erschüttern, wenn künstliche Systeme versagen, das Vertrauen in die Politik und Wirtschaft verloren gehen, etc. 

Wenn nicht kontrollierbare Ereignisse eintreten, übernimmt ein internes Konstrukt die Führung. Die daraus entstehende Kraft, hat gleichermassen positives „Umkrempelungspotential“ wie zerstörerische Wirkung. So entstehen aus den zuvor erwähnten Gemütsregungen, Gemütsbewegungen. Einer legt vor, möchte etwas verändern, wirbt heute zunehmend populär um Anhänger und Verbündete. Ein Grossteil derer, die gerade in ihrer Gemütsregung hängen, springen darauf an und folgen dem „Ruf“ nach Freiheit, Gerechtigkeit, Arbeit für Alle, Wohlstand, Frieden, Nachhaltigkeit, Toleranz ebenso wie dem neuen Nationaldenken innerhalb von Grenzen, Gewalt, militärischer Auseinandersetzungen, Abbau von Demokratie, etc. 

Eine fatale Entwicklung, die durch individuelle Gefühlsregungen und Idealen, schnell zu einem unreflektierten Massenideal wird und einen unkontrollierbaren Einfluss auf die Entwicklungen unserer Zeit nehmen wird.“

Die Frage danach, welchen Stellenwert der Mensch nach der Industrie noch hat, ist wohl mit eine der wichtigsten im Kampf gegen Klimawandel und humanitäre Krisen der Zukunft. Vielen Dank für das kurze Gespräch. 

Jetzt Beratungstermin vereinbaren. 

Sprich mich an.

Das Interview führte ein befreundetes Unternehmerehepaar im Rahmen einer online-Veranstaltung.


ChiemgauInnovativ

Zurück in die Zukunft

Zurück in die Zukunft - Future World

Signalisieren die vielen Unwetter die Stürme unserer Zeit?  Paradoxe Gemeinsamkeit wie Feuer und Eis

Wer ist eigentlich Antreiber des oft betonten Wandels unserer Zeit, wieso soll das was einem im Leben widerfährt, selbst verursacht sein… diese und ähnliche Fragen, bekomme ich gelegentlich nach meinen Vorträgen zum Thema „Gesundes Business im Wandel“ gestellt. Meine bisherigen Antworten liessen nur jene Verdächtige zu, die schnell zur Verantwortung herangezogen werden können und üblicherweise so genannt werden. Wunderbar, alle schienen zufrieden mit jenen Ausführungen. 

Wirklich alle, schoß es mir durch den Kopf, als ich bemerkte, daß mich selbst, eben solche und ähnliche Fragen zunehmend beschäftigten und ich keine Ruhe mehr zu finden schien. Die Welt verändert sich rasant, doch was sind die Ursachen hierfür und wie können wir diesen Ursachen begegnen? Wo führt uns der globale Wandel eigentlich hin und haben wir Erdenbürger überhaupt eine Chance, die Entwicklungen auf der Welt zu beeinflussen?

 

Vielerorts besonders im Social Media ist regelmäßig zu lesen, das der Mensch sein Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen und die Zukunft selbst zu gestalten soll. Jedoch wird nirgendwo über die essenziellen Entscheidungen, die dabei zu berücksichtigen sind, gesprochen. Hierüber hüllen sich viele sogenannte Erfolgs- und Motivationstrainer in scheinbar einvernehmlichen Schweigen. Doch genau hier beginnt erfolgreiche Veränderung; wer Gestalter seiner Zukunft werden möchte, kommt nicht umhin, sich mit verschiedenen grundlegenden und übergeordneten Fragestellungen, die nicht nur den eigenen kleinen Kosmos betreffen, auseinanderzusetzen. Persönliche Veränderungswünsche resultieren nicht selten durch ein unbefriedigendes stark beeinflussendes Weltgeschehen. 

 

Was genau sind nun die Triebfedern in stürmischen Zeiten, die das Bedürfnis nach Veränderung auslösen?

Seit einigen Jahren spüren wir deutliche, beinahe rasante Veränderungen der Verhältnisse von Kapitalflüssen, Nationalstaaten, Arbeitskräften oder Verbrauchermärkten im Rahmen der stark vernetzten globalen Wirtschaft, mit ihrem ganzheitlich agierenden Gebilde. Darüber hinaus verändern sich immer schneller politische, wirtschaftliche und militärische Machtverhältnisse auf unserem Globus. Diese Veränderung unterscheidet sich radikal von der Geschichte. Jetzt schon sind Verschiebungen deutlich zu beobachten; verschiedene Einflüsse und diverse Initiativen verlagern sich bereits vom Westen in den Osten, von den reichen Ländern in aufstrebende Entwicklungsländer beziehungsweise in „neue“ Machtzentren, von Nationalstaaten zu privaten Akteuren und von politischen Systemen zu Märkten.

Die elektronischen Kommunikationsnetzwerke weltweit, verbinden und beeinflussen Milliarden Menschen in ihren Gedanken und Gefühlen. Sie werden an schnell wachsende Datenvolumina regelrecht angebunden. Was zur Folge hat, daß durch intelligente Netze, die eingebettete Sensoren beinhalten sowie intelligente Technik, zunehmend Aufgaben für den Menschen übernehmen, die unsere menschlichen naturgegebenen Denkkapazitäten übersteigen. Folglich wird der Mensch regelrecht überflüssig.

 

Selbstbetrügerisches Handeln

Unser rasantes wenig bis gar nicht nachhaltiges Wachstum, basiert auf beinahe paranoid-schizophrenen, jedoch allgemein anerkannten Kriterien und macht uns blind für die zerstörerischen Folgen unseres selbstbetrügerischen Handelns. Dieses Wachstum betrifft sowohl den Verbrauch von Ressourcen, Mutterboden, Süßwasservorräte, Umweltverschmutzung, Produktionsleistungen, Verdrängung von Tier- und Pflanzenwelten als auch die Gesamtbevölkerung und damit verbunden des Städtewachstums. 

Das Spiel der Macht geht sogar soweit, Schicksal und Evolution selbst in die Hand nehmen zu wollen und Grenzen zwischen den Arten aufzulösen oder gar neue „Kreaturen“ zu erfinden. Möglich wird das durch evolutionäre Entwicklungen in der Gentechnik, der Materialwissenschaften, Biologie und Biochemie, durch Veränderungen des molekularen Aufbaus fester Substanzen ebenso, wie den Stoff des Lebens neu zu weben und somit Einfluss zu nehmen auf Wesenszüge, Charakteristika, Formen und Eigenschaften von Tieren Pflanzen und sogar auf uns Menschen selbst. Der perfekte Mensch muss erschaffen werden. Willkommen in einer brave new world. In der Folge entstehen völlig neue Beziehungen zwischen unserer Spezies und den Ökosystemen unseres Planeten. Besonders beeinflusst und betroffen sind unsere empfindlichsten Ökosysteme, von denen unser aller Erfolg abhängig ist und weiter abhängig sein wird: unsere Atmosphäre und unser Klima. 

Hiergegen erscheinen sogenannte neue technische Veränderungen, beispielsweise in der Industrie, der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft, die auf eine gesunde und ausgewogene Beziehung zwischen unserer Zivilisation und unserer Zukunft zielen, regelrecht grotesk.

 

Vergangenheit ist nicht vergleichbar

Unsere Zukunft wird nicht mehr mit Veränderungen der Vergangenheit vergleichbar sein. Die Unterschiede zeigen sich künftig mehr in qualitativer Sicht. Es hat noch nie so viele evolutionäre Umwälzungen gegeben, die zeitgleich viele Chancen und Risiken nebeneinander beinhalten. Ebenso wenig gab es in unserer Vergangenheit so extreme Veränderungen wie heute, die so eng miteinander verwoben sind, das selbstzerstörerische Abhängigkeitsverhältnisse entstehen. Das ungesunde Klima in der Weltführung spiegelt die Beeinträchtigung des Handelns in der Weltgemeinschaft ebenso wieder, wie wirtschaftliche Führungs- und Selbstführungskrisen. Bevor der Mensch sein Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen kann, muss das Zusammenspiel verschiedener Triebfedern verstanden und das nicht gänzlich unkritische Vakuum in der Weltführung aufgelöst werden. 

In der Vergangenheit haben sich unsere Sichtweisen auf die Zukunft immer wieder verändert. Jede Kultur hat dabei scheinbar eine jeweils eigene Art Zukunftskonzept. Für die einen sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beispielsweise ein wiederkehrender Kreislauf, für andere wiederum ist Zukunft das Leben nach dem Tod, etc. 

Unser naturgegebener Hang zum Zukunftsoptimismus lässt sich mit den vielfältigen Bedenken, die uns beinahe täglich heimsuchen, kaum in Einklang bringen. Der Gedanke an die Zukunft wirft nicht selten auch einen Schatten auf die Gegenwart. Optimistischer Glaube kommt in diesem Zusammenhang einem Gebet gleich. Gebete haben durchaus eine spirituelle Kraft, wenn man an sie glaubt und sein Mindset nach ihnen ausrichtet. Das heißt, wer betet muss auch seine Füsse bewegen oder anders ausgedrückt, wer betet ohne zu handeln oder Optimismus ohne entsprechendes Engagement an den Tag legt, bringt damit unbewusst eine passive Aggression gegenüber der Zukunft und sich selbst zum Ausdruck. Gespeist durch Enttäuschungen verschiedenster Art, die uns immer wieder ereilen, werden unser Vertrauen in die Zukunft immer häufiger erschüttert. Verzweiflung tritt an die Stelle der Hoffnung. Quälende Fragen wie, warum geschieht mir das, welche Hebel muss ich in Bewegung setzen, welche Knöpfe müssen gedrückt werden, wer ist verantwortlich, habe ich genügend Kraft zur Veränderung, etc. treiben uns um.

Und dennoch wissen wir durch unsere Verbundenheit sowie durch Erfahrungen und Berichten von Zeitzeugen, daß unser gegenwärtiges Handeln, unsere Zukunft verbessern kann, wenn wir das Wissen der Vergangenheit richtig zu nutzen verstehen.

Der Zauberlehrling“ aus Goethe’s Faust bringt es auf den Punkt:

In Abwesenheit seines Meisters, haucht ein junger Mann einem Besen, mit dem er eigentlich die Werkstatt reinigen soll, mit Hilfe eines Zauberspruches seines Meisters, Leben ein. Doch der Besen ist unerwartet nicht mehr zu bändigen. Verzweifelt versucht der Lehrling, der zunehmenden Rage des Besens, Einhalt zu gebieten, indem er ihn mit seiner Axt in zwei Teile spaltet. Der Besen jedoch verdoppelt sich in der Art, das jede Hälfte zu einem neuen belebten Besen auswächst. Erst nachdem der Meister zurückkehrt, kommt wieder Ordnung in den Haushalt.

 

Fazit

Jeder von uns ist Meister seines eigenen Lebens. Nimm’ es als solcher in deine Hände, fange an dich zu bewegen, wenn du betest vergiss dabei das Handeln nicht, sei optimistisch und engagiert. Übernehme die Verantwortung für deine Zukunft und gestalte sie, bevor du durch die Stürme der Zeit, gestaltet wirst.

Jetzt Beratungstermin vereinbaren.

Sprich mich an


Innovation und Pioniergeist? Unternehmen der Zukunft

Innovation und Pioniergeist

Unternehmen der Zukunft setzen auf  "Kreisförmige Unternehmensstrukturen"

In Deutschland existiert immer noch ein dominierendes Hierarchiedenken. Dabei kann Hierarchie Komplexität nicht ersetzen. Unternehmen verfolgen nach wie vor die Struktur der Linienhierarchie. Diese wird mit ihren starren Pyramiden-Baukasten-Systemen und im Vergleich zu anderen Ländern, die wesentlich flexibler agieren, künftig keinen Bestand mehr haben. Flache Hierarchien fördern schnellere und kürzere Entscheidungswege, welche für Innovationen beispielsweise unumgänglich sind. Doch was genau bedeutet das, worauf müssen Unternehmen achten und wie organisieren? Wir skizzieren es in diesem Bericht.

Kreise bilden ein strukturell agierendes Netzwerk

Flachere Hierarchie bedeutet weg von der Linie hin zu Kreisen. Kreise bilden ein strukturell agierendes Netzwerk. Unterschieden werden lediglich Arbeitskreise, Koordinationskreise und Leitungskreise. Aufgaben verteilen sich auf Kreisaufgaben und Aufgaben eines Kreismitglieds, also auf Kernkompetenzen. Die Mitglieder von Kreisen setzen sich aus Kernmitgliedern, Leiter eines einzelnen übergeordneten Kreises und Delegierte aus einem untergeordneten Kreis zusammen. Das Direktvertriebe oder Affiliate-Marketing repräsentiert solche kreisförmigen Strukturen sehr anschaulich. Alles in allem eine Verschlankung des Gesamtsystems. Dabei gibt es Servant Leader, Sinnstifter und Treiber von Veränderungen.

Deutschland braucht weniger Linienhierarchie, sondern mehr selbstorganisierte Teams (Kreise) und ein Mehr an Kooperation und Miteinander. Werte dürfen nicht nur definiert werden, vielmehr müssen diese auch mit Leben gefüllt und vorgelebt werden. Eine Vertrauenskultur muss aufgebaut werden.

Unternehmen sind schwerfällige Apparate, die vielfach an alt Bewährtem festhalten. KMU’s verfügen häufig nicht über ausreichend Liquidität, um zu investieren. Konzerne agieren sehr langsam und prüfen zu lange sämtliche Eventualitäten. Unternehmen müssen lernen, sich den Anforderungen von morgen zu stellen und die Bereitschaft entwickeln, Risiken einzugehen.

Politik und Unternehmen gemeinsam, müssen lernen, integrale Landkarten des zukünftigen Marktplatzes zu erstellen und die Rolle des Menschen darin, neu definieren. Ich spreche in diesem Zusammenhang von integraler Zukunft, weil eine sich verändernde  Welt des Wissens und der Transformation, einen alles umfassenden Gesamtblick notwenig machen.

Das betrifft Bereiche des wirtschaftlichen Managements, wie das individuelle Verhalten, ein psychologisches Verständnis, Kulturmanagement und Organisationskultur, ein soziales Systemmanagement und deren Regierungsformen. Das menschliche Verhalten besteht aus physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Ebenen. Diese werden in der klassischen Prozesslehre, ähnlich eines Baukastensystems, getrennt voneinander betrachtet.

In der Welt von morgen haben Baukästen nur noch begrenzt bis gar keine Überlebenschancen

Ein innovationsstarkes Unternehmen fördert den Zeitgeist, Wissen, Transparenz und ist bereit zur Veränderung. Die wichtigste Komponente ist und bleibt die Veränderungsbereitschaft jedes Einzelnen. Ein agiles Unternehmen muss fähig sein, sich kontinuierlich an seine komplexe, turbulente und unsichere Umwelt anzupassen. Und zwar strukturell, kulturell und individuell. Und das zu jeder Zeit. Unternehmen müssen die wunderbare Welt virtueller Möglichkeiten, Realität werden lassen. Das heißt Kraft und Präzision im Design und bei der Transformation von Unternehmen. Denn Unternehmen sind in erster Linie Konstruktionen unseres Verstandes. Nicht mehr und nicht weniger.

Es geht also um Struktur und Perspektive. Vom Selbst (z.B. Familie), zur Gesellschaft, hin zur Wahlgemeinschaft (z.B. Arbeitgeber), zur Autonomität (Alles Eins sein). Die umgebende Struktur, gemeint ist der Globus eines Unternehmens, die in Unternehmen zunehmend stärker wirkt, ist zeitgleich die Psychologie der Unabhängigkeit und der Einbeziehung jedes Einzelnen in sämtliche Prozesse. Die wissenschaftliche Forschung der sogenannten „inneren Bereiche“, gewinnt in innovativen Unternehmen und/oder Prozessen eine völlig neue Bedeutung und Intensität.

Eingenommen sind folgende Handlungsrahmen:

Absicht: Das Selbst und des Bewusstseins inkl. veränderter Zustände

  • hier geht es um Machtverhalten, Rationalität, verschiedene Führungsstile.

Verhalten: Das Gehirn und des gesamten Organismus

  • hier geht es um den Körper und Unternehmenskörper selbst.

Kultur: Kultur und Weltanschauung

  • hier geht es um die Art der Machtverteilung; archaisch, wissenschaftlich-rational oder integral.

Soziales: Soziale Systeme und deren Umwelt

  • hier geht es um gelebte Werte und Entwicklung; von dem Überlebensbedürfnis zu Imperien, frühe Nationen, Rechtsstaaten, und Wertegemeinschaften, zum ganzheitlichen Gemeinwesen und integrale allumfassender Netzwerke - allen voran beispielsweise facebook; gelebt wird hier eine Kreisstruktur, um Menschen auf allen Ebenen schnell und bequem miteinander zu verbinden. Das Konzept geht angesichts der weltumspannenden Nutzung auf. Auf privater Ebene finden sich Menschen wieder, tauschen sich aus, teilen ihr Leben miteinander. Im Businessbereich werden Kontakte geknüpft, Gruppen gebildet, Crowdfunding betrieben, das Unternehmen dynamisch und modern präsentiert, etc. Das Risiko des Datenschutzes liegt hier klar auf der Hand. Es war kein Hinderungsgrund, dieses Unternehmen zu gründen und aufzubauen. Jeder steht in der Verantwortung, entsprechend sensibel mit sämtlichen Informationen - eigene wie fremde, intern und extern - umzugehen. Das Hauptproblem hier liegt im Umgang mit den Daten, nicht an der Organisationsstruktur.

Folglich müssen verschiedene Systeme künftig innovativ miteinander verzahnt werden. 

Der Mensch lebt in einem potenziell offenen System von Bedürfnissen, Werten und Hoffnungen. Allerdings neigen Menschen dazu, sich in einem scheinbar geschlossenen System einzurichten, in dem er dann auf beständige Art und Weise tätig ist. Ist diese Komfortzone erreicht, wird er dort solange verweilen, bis Störungen oder Unruhen eintreten. Eigentlich stehen wir bereits an dem Punkt von turbulenten und unruhigen Zeiten auf der Welt. Unser aller Aufmerksamkeit ist entsprechend auch geweckt und dennoch neigen wir zum Verharren; Unternehmen scheinen im Dornröschenschlaf zu verweilen. Veränderungen erzeugen Ängste, Druck und Blockaden. Es muss eine Atmosphäre des Vertrauens geschaffen werden, um die Bereitschaft und Offenheit gegenüber Veränderungen zu schaffen.

Um nun eine zukunftsfähige Kultur zu schaffen, müssen verschiedene Aspekte beachtet werden:

  • Eine gesunde Basis von Anpassungsmöglichkeiten schaffen, d.h. 
  • Weg von der Linienhierarchie, hin zu Kreisen.
  • Potentialförderung, Verantwortungsverteilung, Kooperation und Netzwerken.
  • Bewegung im Unternehmen und Denken aufgrund von Erfahrungen und individuellen Fähigkeiten fördern.
  • Das Denken verändert sich immer in dem Maße, wie sich die Bedingungen, also die Realität im Aussen, ändern.
  • Hindernisse als Chance annehmen und einen lösungsorientierten wirksamen Umgang mit ihnen finden. 
  • Unschärfe in der Vision und Fehler zulassen.
  • Dissonanzen schaffen. Blockaden und Verschlossenheit erkennen und schrittweise durch Transparenz und ehrlich gelebten Dialog abbauen.
  • Äusserungen persönlicher Differenzen erlauben, ohne in alten Verhaltens- und Gewohnheitsmustern oder unüberprüften Annahmen stecken zu bleiben. 
  • Veränderungen offen begegnen und Flexibilität aufbauen, ohne dabei auf jeden fahrenden Zug aufzuspringen. 
  • Was präsentiert ein Unternehmen in 10, 20, 30 Jahren noch?
  • Äußere Faktoren, die einen erheblichen Einfluss auf die Veränderungsbereitschaft nehmen, erkennen und beachten. 
  • Subsysteme erkennen und sich auf diese einlassen, ohne sie zu bekämpfen - wir machen alles anders, besser, etc. - Es geht nicht um das besser machen, sondern um präzise Schnelligkeit.
  • Eine Kultur der Toleranz entwickeln und zwar auf allen Ebenen.
  • Abgebaut werden müssen sämtliche Zustände des Widerwillen, Turbulenzen und Schranken. 
  • Zu viele Grenzen im Unternehmen engen die Handlungsfähigkeit und Kreativität von Mitarbeitern ein.

Innovativ back to the roots. So ließe sich das Next Level Business zusammenfassen unter Berücksichtigung der klimatischen Herausforderungen unserer Zukunft. Wer hier nicht bereit ist zu investieren, begeht ein "Kapitalverbrechen" an der nachfolgenden Generation EU.

Unterstütze auch du unser Projekt "Down to Earth" PerspektiveZukunft!

Gemeinsam stellen wir die Weichen nachhaltig neu, um deinem Unternehmen neuen Aufschwung zu verleihen und Wege für eine lebenswerte Struktur zu ebnen. Wir wissen eben, was Märkte brauchen - PerspektiveZukunft! Dieser Verantwortung stellen wir uns.

Sprich uns an und vereinbare einen Termin.

Deine/Ihre
Gabi C. Stratmann

Unternehmerin, Philosophin, Autorin

 


Forschung

Regierungsversagen par Excellence?

Regierungsversagen par Excellence?

Gesellschaft braucht Sicherheit

Die Komplexität des Pandemieproblems, wie die daraus resultierende Unkenntnis über die wesentlichen Rückkopplungen, im gesamtgesellschaftlichen System und über die Methoden in der Forschung fördern ein gesellschaftliches Klima, in dem sich konkurrierende Ansichten über die Dringlichkeit von Schutzmaßnahmen fast unversöhnlich gegenüberstehen, obwohl in der Wissenschaft weitestgehend Einigkeit herrscht. 

Es droht die Spaltung der Gesellschaft, was wir in den aktuellen Diskussionen rund um die Coronamaßnahmen, Impfdebakel, Maskenkorruption, Testversagen, vollkommen realitätsfernen Finanzhilfen, im Ruf nach Freiheit und Jammerei auf hohem Niveau beobachten können.  

Eine polarisierte Gesellschaft lähmt sich selbst und verhindert ein in die Zukunft gerichtetes und damit nachhaltiges Handeln. Während sich in Deutschland ein Teil der Bevölkerung klar für Schutzmaßnahmen ausspricht, sieht ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung das Coronaproblem als nicht besonders relevant an und reden es klein oder geben sich der Illusion hin, noch lange Zeit abwarten zu können, bis weitreichende Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Auch, wenn ich der Überzeugung bin, dass ein großer Anteil die Ansichten des erforderlichen Schutzes teilen wird, so werden doch unterschwellig den Ergebnissen der Forschung wenig bis gar kein Glaube geschenkt. Die überaus komplexen Zusammenhänge rund um die menschliche Beeinflussung scheinen vielen Menschen offensichtlich nicht klar. „Forschung kann heute jeder.“ Deswegen fallen sie auf die „Argumente“ der Pandemieskeptiker herein oder glauben, befähigt zu sein, sich selbst ein Bild von der Situation machen und sich eine Meinung über die Notwendigkeit der Begrenzung zum Schutze der Weltbevölkerung bilden zu können. 

„Ein paar Infektionen mehr oder weniger, das kann doch nicht so schlimm sein. Viren hat es doch immer schon gegeben. Tote auch.“ 

Diese völlig verquere Wahrnehmung ist rational in keiner Weise zu verstehen. Wissenschaft ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die unser aller Leben bis zum heutigen Tage bereichert und viel Wohlstand, Freiheit und ein langes Leben bis zu 100 Jahren und mehr ermöglicht hat. 

Gleichwohl scheinen mir unsere Regierungsvertreter übermüdet und ein wenig „betriebsblind“ geworden zu sein. Korruption und persönliche Bereicherung auf Kosten der Bürger sind genauso inakzeptabel wie auf anderen Ebenen unserer Gesellschaft. 

Ankündigungen, die aus wissenschaftlicher Sicht derart unrealistisch und kaum nachvollziehbar und noch weniger einhaltbar sind, wirken wie ein „Katz- und Mausspiel“ mit der Bevölkerung. Es fehlt in der Tat ein vernünftiger strategischer Plan zur Ankurbelung der Wirtschaft. Dennoch ist die Gefahr für die Bevölkerung mit den beiden Mutationen B 1.1.7 (Britische) und P 1 (Brasilianische) noch nicht gebannt. Nach aktuellem Kenntnisstand sind beide infektiöser und tödlicher auch für jüngere Generationen. 

Bei aller Erfordernis von Schutzmaßnahmen, darf die Bevölkerung nicht existentiell geopfert werden. Die Finanzhilfen wurden von Beginn an im antiquierten Clusterverfahren hochgezogen ohne die Lebensrealität der Bevölkerung wahrzunehmen oder anzuerkennen. Das Baukastenprinzip für Branchen und Berufsgruppen hat längst ausgedient. Gelder haben all jene nicht erreicht, die sie dringend benötigt hätten. Ein reiches Land wie Deutschland wäre dazu imstande gewesen, die Existenz ihrer Bürgerinnen und Bürger mit den richtigen Maßnahmen, wie mit verschiedenen Modellen des bedingungslosen Grundeinkommen, Umsatzstaffelungen, Mietsicherung, vorübergehendem Aussetzen von Zahlungsverpflichtung, Zinsanpassungen, Preissenkungen oder Preissteigerungsstop, Aussetzen von Mahnverfahren, Abwicklung über die Finanzämter, etc. um nur wenige Beispiele anzubringen, zu sichern. Stattdessen wird künstliche Armut erzeugt und die vorhandene vergrößert.

Menschen gehen dann auf die Strasse, wenn sie sich in ihrer Existenz bedroht sehen. Ängste resultieren aus Unwissenheit. Was der Mensch nicht zu verstehen imstande ist, bereitet ihm Ängste. Was er ich nicht nachvollziehen kann und den Sinn nicht erkennt, führt ihn in den Widerstand. Der fehlende Rückhalt und eine ungewisse Zukunft, lassen ihn Zuflucht suchen in einer illusionären Welt vermeintlicher Sicherheit, die ebenso an der Realität vorbei geht und die Probleme vergrößert. Hier greift das Paradoxon menschlichen Versagens. Der Wunsch gehört zu werden, sorgt für unbedachte Demonstrationen, Verweigerungen und Ausschreitungen, die zeitgleich das Infektionsgeschehen antreiben. Ein trügerischer Zufluchtsort, der Sekten und verschwörerischen Mechanismen Raum und Nährboden gibt. Ein Teufelskreis, der nur mit der Sicherung der Existenz und einer klaren, für alle nachvollziehbaren Lösungsstrategie durchbrochen werden kann. 

Hier ist die Politik ganz klar gefordert. 

Das Hin und Her im Ringen um die „beste Leistung“ einzelner Damen und Herren Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen, zudem noch im Wahlkampfmodus wird das Problem so nicht lösen. Jeder scheint um die Gunst von „Mutti“ zu buhlen und „der oder die Klügste“ sein zu wollen. Von aussen betrachtet könnte diese Schmierenkomödie nicht besser vonstatten gehen. Wirklich ernst nehmen, kann man das kaum mehr. 

Was in Deutschland fehlt ist der Mut nach vorne zu schauen. Die angezogene Handbremse in antiquierten Wirtschafts- und Rechtssystemen muss dringend gelöst und der heutigen Zeit entsprechend reformiert werden.

Hier kämpfen nicht Politik gegen Bürger oder umgekehrt. Wir alle kämpfen an, gegen einen mikroskopisch kleinen Mitbewohner auf Erden, der der Zivilisation durchaus ein Ende setzen kann und damit kämpfen wir alle gemeinsam gegen die Zeit. Diese läuft solange gegen uns, wie wir nicht verstehen, wie wichtig ein gemeinschaftliches verantwortungsvolles, auf den nächsten Rücksicht nehmendes Handeln sind.  

Ich bin überzeugt davon, dass die Bevölkerung eher bereit dazu währe, noch einmal alle Kraftanstrengung in Kauf zu nehmen, die notwendig ist, um Zeit zu gewinnen und dem Virus mit der richtigen Substanz zu begegnen, wenn sie sicher weiß, dass sie nach dieser Tragödie über eine lebensfähige Existenz ohne durch die Regierung verursachten zusätzlichen Schulden, in ihr gewohntes Leben zurückkehren kann. 

Weiter bin ich überzeugt davon, dass diese Substanz nun einmal die Impfung sein muss. Diese wahnwitzige Einstellung, dass eine natürliche Durchseuchung eine Pandemie dieser Größenordnung beenden könne, zeigt in aller Dramatik die Überforderung im Verständnis für komplexe Mechanismen und das unterschwellige Ablehnen von Wissenschaft. 

Ursache und Wirkung sind stark voneinander entkoppelt. Es geht nicht um das Ego im eigenen kleinen Mikrokosmos, sondern um das Wohlergehen der gesamten Menschheit und nachfolgender Generationen. 

Deine/Ihre 
Gabi C. Stratmann

Unternehmerin, Philosophin, Autorin


Wasser ist Menschenrecht

Weltwassertag 2021

Wasser ist ein Menschenrecht.

Unsere Gewässer sind vielfach stark verschmutzt. Eine Realität, die uns alle vor weitere Herausforderungen stellt.
Die Verfügbarkeit und Qualität von Wasser verändert sich dramatisch aufgrund von Klimawandel, sich verändernden Konsumverhaltens und Bevölkerungswachstum. Wasser ist heute schon eine zunehmend knappe und damit begrenzte Ressource.
In vielen Regionen der Erde, auch in Europa erleben wir immer häufiger auftretende starke Dürren, während zeitgleich punktuell starke Niederschläge zu Überschwemmungen führen.
Belastet werden unsere Gewässer weiter durch übermäßige Düngung und Pestizide sowie anderer Schadstoffe, was dazu führt, dass besonders wachsende Städte ihr Trinkwasser aus immer größeren Einzugsgebieten und aus immer tieferen Grundwasservorkommen beziehen müssen. Zeitgleich steigt der Wasserbedarf weltweit in allen Lebensbereichen. Besonders in der Landwirtschaft und in der Industrie.
Unser aller Ziel muss es sein, eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung zu installieren, die
  • einen gerechten Interessenausgleich,
  • die Einlösung des Menschenrechts auf Trinkwasser und sanitäre Anlagen für alle, und
  • die Bewahrung tragfähiger Wasservorkommen für die Zukunft,
sicherstellt.
Neue Grundwasservorkommen müssen aufgespürt und bewertet werden.
Auch bei Wasserknappheit müssen die Bedürfnisse von Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und Ökosystemen miteinander in Einklang stehen, um Dürren, Überschwemmungen und Konflikten vorzubeugen und um das Menschenrecht auf Wasser sicherzustellen.
Es liegt an uns, moderat und verantwortungsvoll mit der lebenswichtigen Ressource Wasser umzugehen.
Es ist die Aufgabe von Wissenschaft, Regierungen und Wasserbehörden, entsprechende Projekte auch ausserhalb der Agenda 2030 grenzüberschreitend zu ermöglichen und für eine qualitativ hochwertige Wasserforschung und Wasserbewirtschaftung zu sorgen.
Deine/Ihre
Gabi C. Stratmann
Unternehmerin, Philosophin, Autorin

International Women's Day - Die Rolle der Frau

Weltfrauentag 2021

Bleibt uns etwas anderes übrig, als inmitten all der konkreten und diffusen Bedrohungen der heutigen Zeit zumindest den Humor zu bewahren? Wandel und Entwicklung ist Gefahr und Chance zugleich. Die Währung der Frau ist seit jeher die Einsamkeit in der Genügsamkeit zu erleben oder zu erdulden. Die Generalisierung der Rolle der Frau und ihre Stellung in der Gesellschaft sind auch heute noch oder in Teilen wieder erniedrigend.

Die Punkte der Benachteiligungen sind zahlreich, wenn man sich so manche Statistik und Forschungsberichte anschaut. Weniger Verdienst bei höherer Arbeitsleistung, unbezahlte Arbeit im Haushalt, in der Kindererziehung oder gar im Pflegefall eines Angehörigen, Beziehungsmorde, Gewalt in der Ehe, sexualisierte Gewalt in jeder Form, Übergriffigkeiten, Mobbing, weniger Sicherheit in Fahrzeugen, weil Testdummies männliche Körpermaße spiegeln, selbst in der Pharmazie gibt es Studien, die darlegen, das bestimmte Medikationen für Frauen erhebliche Nachteile mit sich bringen können, weil an männlichen Personen getestet wird (Kurzfassung); das alles sind nur wenige Punkte. Die immer wieder aufkeimenden Diskussionen über Gender, LGBT Rechte etc. sind ermüdend.
Auch ich bin müde geworden, über die Themen „Mann - Frau“ überhaupt noch zu sprechen. Ich selbst konnte diese Thematik nie nachvollziehen, weil ich zu einer selbstbewußten und selbstständigen Person erzogen wurde. Unabhängig des Geschlechts, unabhängig von Sexualität oder Glaube. Unabhängig des gewählten Weges. Ich habe noch Werte und Tiefgang mitbekommen. Mir wurde noch beigebracht, den Blick für Benachteiligte niemals zu verlieren und dort zu helfen, wo Hilfe nötig ist. Zu keiner Zeit habe ich es erlebt, dass sich ein Teil unserer Familie über andere gestellt hätte. Auch das ich selbst in der Beziehungswahl Frauen bevorzuge, ist für meine Familie vollkommen normal.
In der beruflichen Laufbahn und in der Gesellschaft sah und sieht das schon anders aus. Personen, die ihre Frauenfeindlichkeit oder männliche Überlegenheit zum Ausdrück bringen müssen, ernten durchaus verbale Schlagfertigkeit. Aber, es sind nicht nur Männer, auch Frauen können mitunter ein kratzbürstiges Bild an Anfeindungen bieten. Macht es das besser, wenn Gewalt von Frauen ausgeht? Natürlich nicht. Frauen dürfen verstehen lernen, dass dieses divenhafte Gehabe eigene Unsicherheit ist. Männer müssen kapieren, das Körpergrösse allein nicht vor Dummheit schützt. Ich könnte als Frau jetzt provokativ fragen, welche Gattung der Spezies Mensch diese Welt in ein derartiges Desaster geführt hat?! Natürlich stellt sich die Frage, ob Frauen es wirklich so viel anders gemacht hätten.
Was ich mir und für diese Welt wünsche? Ehrlichkeit, Wertschätzung und Respekt allen Menschen mit all ihren gewälten Lebensformen gegenüber. Wenn wir wüssten, das heute diese Welt unterginge, wären wir als Weltgemeinschaft im Herzen liebend vereint. Warum also nicht schon jetzt?
Einmal im Jahr die Frau zu verehren ist zu wenig und eher eine Farce. Dennoch müssen Frauen aufstehen und ein klares Signal setzen. Frauen sind weltweit auf ganz unterschiedlichen Ebenen bedroht und benachteiligt. Das darf es in einer aufgeklärten, modernen Welt nicht geben! Ich sehe keinen Grund dafür, dass Männer nicht dasselbe leisten können, wie Frauen. Eroberungstaktik und Besitzdenken zeigen auch heute noch das Niveau eines Primaten.
Menschen haben weltweit eines gemeinsam, jeder ist einzigartig, vielfältig, einfach schön, wunderbar und wandelbar.
Bleibe auch du einzigartig, wunderbar wandelbar, vielfältig und einfach schön!
Ich möchte jedenfalls daran glauben, dass wir eine liebende wertfreie Gesellschaft sind und dort werden können, wo es noch fehlt. Es gibt viel zu tun auf unserem wunderbaren Planeten mit seinen bezaubernden Menschen. Zerstöre diesen Zauber nicht.
  • Sei es dir Wert, dich zu lieben!
  • Sei es dir Wert, Grenzen zu setzen!
  • Sei es dir Wert, nein zu sagen!
  • Sei es dir Wert, Respekt einzufordern!
  • Sei es dir Wert, deinen Weg zu gehen!
  • Sei es dir Wert, gleichberechtigt zu sein!
  • Sei es dir Wert, frei zu sein!
  • Sei es dir Wert, zu lieben wen du willst!
Überlege für dich selbst ...
  • Ich bin es Wert, dass ...
In Verbundenheit mit allen Menschen seid lieb zueinander und fair miteinander.
Deine/Ihre
Gabi C. Stratmann
Unternehmerin, Philosophin, Autorin

Kreative Intelligenz - Erfolgsentscheidend?

Von nachdenklich über ein wenig Sarkasmus bis Ernsthaftigkeit und Gedankenanregung alles dabei.
Höre auf, dich durch Nichtwissen anderer irritieren zu lassen.

"Kreative Intelligenz" ist nicht entscheidend für finanziellen Erfolg.

Unternehmertum und eine bestimmte, von anderen Gruppen deutlich unterscheidbare Persönlichkeitsstruktur und dessen Zusammenwirken spielen die entscheidende Rolle beim Bestreben nach wirtschaftlichem Erfolg und den Aufbau von Vermögen.
Für den außerordentlichen Vermögensaufbau braucht es Unternehmerdenken, hervorragende Bildung und strategisches Handeln. Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale erleichtern den Aufstieg aus der Selbstständigkeit oder Krisen in wirtschaftliche Freiheit. Auch der Glücksfaktor spielt bis zu einem gewissen Grad eine Rolle.
Wie frei können Selbstständige sein, die sich keinerlei Gedanken über die Vermögensarten und Haushaltseinkünften machen und nur ihre kurzfristigen Einnahmen im Blick haben. Unternehmer, Selbstständige, Freiberufler sind drei verschiedene Berufsgruppen, die ganz unterschiedlich agieren.
Es spielt keine Rolle, wo du gerade stehst oder wo du hin willst. Entscheidend ist zunächst deine Persönlichkeitsstruktur - wer steckt tatsächlich in dir? Warum das so wichtig ist? Weil du nur über die absolute und realistische Selbstkenntnis deinen Weg gehen und deine Zielgruppe definieren kannst.
Wie oft habe ich schon Sätze gehört, wie
Das versteht kein Mensch … Was machst du eigentlich genau … alles viel zu viel … du hast gar kein Produkt … du bist noch nicht so weit … lass die Hashtags weg … weniger Text auf sm … mehr Text auf sm … ich will dich live sehen … nee schreib lieber … du musst mehr dies … du musst mehr das …
Oder:
Nur Blogbeiträge bringen dich weiter … schreib Gastartikel … google, nur google bringt dich voran … du musst erst einmal alles kostenfrei verschenken, um auf dich aufmerksam zu machen … erst dann wirst du gebucht … man muss dich erst kennenlernen …
Weiter:
Nur wer Bücher schreibt … Podcasts betreibt … Live Videos macht … der wird gebucht … du musst deine Homepage anders gestalten … die macht nicht dies, die macht nicht das …
Das Highlight:
Erst musst du dem Vertrag zustimmen ... dann erzähle ich dir, was genau wir machen ...
Wenn junge Menschen um zarte 20 herum, die meine Kinder sein könnten, mir versuchen zu erklären, was ich tun muss, um endlich zu mir zu finden, erfolgreich und frei leben zu können und glücklich zu werden …
Wenn ich in fast allen Fällen genauer nachhake … oh oh …
Wenn ich dann schaue, von wem solche und ähnliche Aussagen kommen, müsste man in Teilen (bitte nicht bei jedem) nach dem geistigen Gesundheitszustand fragen. Abenteuerlich, manipulativ und nicht selten sind in solchen mit Verlaub verachtenden Ratschlägen emotionale Erpressungen versteckt. Ohne weitere Analysen und Gespräche, scheinen solche „Persönlichkeiten“ naturbegabt jenen das Leben schwer zu machen, die sich verunsichern lassen. Einen anderen Sinn können solche Vorgehensweisen nicht haben.
"Kreative Intelligenz" ist nicht entscheidend für finanziellen Erfolg.
Wenn ich auf mein Leben zurück schaue, und es war immer wieder mal turbulent, auch der Coronasamba geht nicht gänzlich an mir vorbei, bin ich immer bei mir geblieben. Ich entscheide und nicht andere.
Wenn Kinder in der Schule oder im Studium nicht weiterkommen, lehren wie sie was? Setz dich auf den Hosenboden und lerne, bis du es verstanden hast. Übung bringt den Meister. Die Wiederholung macht’s, etc.
Nun versteht der Erwachsene offensichtlich etwas nicht und argumentiert besonders in der Selbstständigkeit ähnlich wie Kinder oder sieht Konkurrenz in dir:
„Das versteht niemand ... Ich auch nicht ... Ist Mist ... Hau das weg ... Ich würde das alles anders machen ...“
Wenn ich hier nachhake ... Oh oh …
Nun schaue ich auf meine Referenzen, mal zusammengefasst Wissenschaftler, Doktoranden, Studenten, Management, Politik, Leadership, Internationale Einrichtungen, Bundesagenturen, Konzerne, Leadership, Assistentenkreise, Tourismusverbände, Universitäten, andere Weiterbildungsträger, Verlage, ...
Ja, man könnte sagen, alles falsch, was ich mache. Ist nicht zu verstehen. Ich habe weder ein Produkt, noch ein vernünftiges Business. Zu dumm aber auch.
Geht es dir gelegentlich auch so?
Kennst du Persönlichkeiten, die über dich und dein Business viel mehr zu wissen meinen als du selbst?
Dann darfst du einen Fehler niemals machen:
Lass dich niemals von Menschen, die nicht in der Lage oder bereit dazu sind, sich Expertise anzueignen, und sich mit deinen Themen auseinanderzusetzen, irritieren. Dein Haus baust du auch nicht um, wenn deinem Nachbar der Balkon nicht zusagt.
Lässt du dich auf solche Spielchen ein, wirst du dich eines Tages selbst verlieren und nicht mehr wissen, wer du eigentlich bist, wofür du stehst und was du kannst.
Profis beschäftigen sich mit deinen Themen, und überlegen ggf. mit erforderlichen Anpassungen, wie diese auf die Spur gebracht werden können. Sie wissen, dass es um dich und nicht um sie selbst geht.
Authentisch sein heißt, bei aller Entwicklung, seiner Persönlichkeitsstruktur treu zu bleiben.
Erfolg stellt sich u.a. ein im kontinuierlichen Dranbleiben, Besserwerden, Lernen und Optimieren der Gewohnheiten. Hierzu braucht es bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die frei sind von "kreativer Intelligenz".
Unternehmertum trifft Entscheidungen, die manchmal schwer mitunter risikobehaftet sind, aber im Wachstum, Verändern oder Wiederaufstehen notwendig sind. Der Unternehmer fragt nicht danach, ob er Entscheidungen, die er trifft auch so treffen darf.
Er baut AN und nicht IN seinem Unternehmen. Nicht zuletzt auch, um der Verantwortung, die er sich auferlegt hat, nachzukommen.
Deine/Ihre
Gabi C. Stratmann
Unternehmerin, Philosophin, Autorin

Unternehmensberatung

Wer sind wir in schwierigen Zeiten?

Das Leben im Zufallsprinzip

Wer sind wir in schwierigen Zeiten?
_

Das Zufallsprinzip wird über die Zukunft des Lebens auf diesem Planeten entscheiden, wenn die Vorstellungskraft des Universums fehlt und du aufhörst, nach den Sternen zu greifen.
_
Sei dir im Klaren darüber, das es bei allen Entscheidungen, die wir heute und in den nächsten Jahrzehnten treffen werden, um die Zukunft des Lebens selbst gehen wird. Entscheidungen können grundlegend nur auf Basis des gegenwärtigen Weltbildes und guter Kenntnis der weltgeschichtlichen Historie aller Disziplinen getroffen werden.
_
Der Wandel der Zeit auf dem Weg ins 22. Jahrhundert, bringt regelrechte Wirbelstürme mit sich, die weltweit zu Verunsicherung führen. Auf allen Ebenen des menschlichen Wirkens, neuer Ideen und innovativer Produkte, ist es fundamental, das Nichtwissen in der Unsicherheit zu akzeptieren und sich selbst im ständigen Entwicklungsprozess neu zu erfinden, um entschlossen neue Wege im Selbstvertrauen zu entdecken.
_
Die Bedeutung dessen, was es heißt, Mensch zu sein, wird der Mittelpunkt unseres Lebens werden.
_
Im Auge des Hurrikans, der unangenehm über diese Welt fegt, befinden sich Wirtschaft und Politik, die Ökologie unseres Planeten, das soziale Gefüge ebenso wie Spiritualität seit geraumer Zeit. Die Pandemie offenbart mit brachialer Härte nicht nur die Schwachstellen im System, vielmehr präsentiert sie das Hauptproblem menschlicher Evolution.
_
Den Konflikt zwischen hochentwickelter Spezies und antiquierter Stammhirnareale, die in schwierigen Lebensphasen unreflektiert die Regie übernehmen. Alle Menschen neigen grundlegend dazu, sich gegen Veränderungen zunächst einmal zu wehren. Wir wollen nicht wahrhaben, daß sich die Grundstruktur des Lebens selbst, aufgrund eines immer tiefer gehenden Wandels, mit der Zeit verändern wird. Egal, wie sehr sich einzelne Menschen oder Gruppierungen auch dagegen verwehren, eine gewisse Instabilität oder Diskontinuität, wird unseren Lebensalltag zunehmend bestimmen.
_
Der heute eingerichtete und gelebte Automatismus wird keinen Bestand mehr haben. Das traditionelle Bild von Lernen und Arbeiten, lifestyle und Prestige, wird heute schon durch den rasanten Wandel, unzähliger Störfaktoren und längerer Lebensspannen beeinträchtigt.
_
Die Suche nach dem Sinn des Lebens zwängt sich in derart ungewissen Zeiten mehr denn je auf. Bei der Frage, wer wir eigentlich sind, besonders in schwierigen Zeiten, haben viele ihren Entdeckergeist, ihre Visionen, ihre Abenteuerlust ad acta gelegt.
_
Der Pioniergeist ist der Irrealität zum Opfer gefallen. Unwirklichkeit, Luftschlösser und Traumwelten werden erschaffen. Aus dem einstigen Idealbild werden Wahnbilder und Wunschvorstellungen, verbunden mit der Hoffnung, das doch alles irgendwie beim Alten bleibt.
_
'Wird schon wieder' reicht nicht mehr; auch wenn wir das nicht so recht glauben wollen, wird das Fremde dennoch zur neuen Normalität werden.
_
Aus dem #ChimegauTalk.
_
Deine/Ihre
Gabi C. Stratmann
Unternehmerin, Philosophin, Autorin

Hüte das Herz, das du liebst!

„Schatz, ich lege mein Herz in Deine Hände“

_
Beziehungen sind in unserem Leben das A und O, die Ansprüche an eine Solche häufig extrem hoch. Alles soll perfekt sein, der Partner, die Partnerin sowieso und am besten, funktioniert und spurt der andere genau so, wie wir uns das vorstellen.
_
Forderungen werden unendlich viele gestellt, besonders in unausgesprochener Weise. Viel Lob ernten Partner/Partnerinnen ebenfalls, wie:
  • „Schatz, Du kannst so gut kochen“, was soviel bedeutet, wie „Koch gefälligst“.
  • „Schatz, Du bis der bessere Praktiker von uns“, was nichts weiter aussagt, als „Kümmere Dich darum.“
  • „Du hast doch den grünen Daumen“, soll heißen „Gieß die Blumen, die sind am vertrocknen.“
  • „Warum steht der Karton hier herum, der ist im Weg (steigt drüber), bedeutet, „Räum das auf“.
_
Auf die Idee, sich selbst zu kümmern und nicht alles zu kommentieren, kommt man gar nicht erst.
Diesen und ähnlichen Argumenten ist eines gemein: es handelt sich um Funktionskomplimente! Anders ausgedrückt könnte man formulieren: Ich liebe Dich nur, weil Du dies und jenes gut kannst. Der Killer für jede Form der Beziehung. Denn die Aussage dahinter bedeutet, das die Person als Mensch, mit der man zusammenlebt egal ist.
_
Ich nehme hier und da ganz bewußt auf, was um mich herum geschieht. Beim Einkaufen bin ich einem Ehepaar begegnet, bei dem einer brav den Einkaufswagen schob, während der andere die Utensilien rechts und links einsammelte, um sie in den Wagen zu befördern. Mein Eindruck der beiden Akteure täuschte mich nicht, denn: Sie fragte ihre Frau, ob noch genügend Waschmittel daheim wäre; Sie wolle am Wochenende die Maschine anschmeißen. Die Frau reagierte folgendermaßen: „das weiß ich doch nicht, du kümmerst dich doch um die Wäsche und ging Kopf schüttelnd samt Wagen weiter. Nun schaute ich zur Fragerin, es dauerte nicht lange, bis der Ärger aus ihr heraus platzte: Immer dasselbe, für’s Wäsche waschen bin ich gut genug, alles bleibt an mir hängen usw.
Diese Reaktion war zu erwarten.
_
Was hat ihre Frau zum Ausdruck gebracht:
  • Du bist mir egal.
  • Der Haushalt mir egal.
  • Unsere Beziehung ist mir auch nichts wert.
Und genau das - „ich bin ihr nicht wichtig“ - ist bei der Ehefrau angekommen.
-
Wie hätte die Partnerin, wenn sie klare Aufgabenverteilung im Haushalt leben, reagieren können?
Sinngemäß: "Du Schatz, weiß ich gar nicht, ob wir noch etwas da haben, ich habe auch nicht mehr nachgeschaut. Lass uns doch einfach eines mitnehmen, dann sind wir auf der sicheren Seite."
-
Mit einer solchen Formulierung wäre zumindest das Signal gekommen, das Zuneigung, Wertschätzung, Respekt und Liebe vorhanden sind. Und eben nicht egal ist, daß der Haushalt an einem allein hängen bleibt.
-
Spannungsfelder in der Beziehung gibt es dann viele, wenn die Ansprüche an den anderen inklusive unberechtigter Forderungen zu hoch sind und die Art des Zusammenlebens und die Klärung individueller Bedürfnisse nicht besprochen werden.
-
Beziehung stellt zunächst nur drei Fragen:
  1. Was brauchst Du?
  2. Was brauche ich?
  3. Was braucht die gemeinsame Beziehung?
Also: Wem ist was wichtig?!
-
Hier muss der Konsens gefunden und Verbindlichkeit hineingebracht werden. Vertrauen innerhalb der Beziehung entsteht nur durch Verbindlichkeit. Daraus entstehen hohe Zufriedenheit, ein gutes Funktionieren als Team und nur minimale Rollenkonflikte.
-
Das Paar, unabhängig der Konstellation, fungiert immer zeitgleich als Liebespaar, Elternpaar, als guter Freund, als Ratgeber, Tröster und Helfer in der Not.
-
Toleranz, Offenheit, Ehrlichkeit und Treue resultieren auch aus einem guten Miteinander im beruflichen wie im privaten Kontext. Die Freizeitgestaltung muss ebenso stimmen, wie der Umgang mit und das Verständnis für die jeweiligen Jobs. Gemeinsame Zeit für das Besprechen von beruflichen Themen, als Beispiel, ist wichtig und sollte auch nur in dem dafür vorgesehenen Zeitraum besprochen werden. Wenn Freizeit angesagt ist, heißt das auch Handy und Co. beiseite und sich dem anderen voll und ganz zuwenden.
-
Eine Beziehung beginnt mit der Verbindlichkeit und dem Bekennen zueinander.
Sich gegenseitig kennenzulernen heißt nicht nur die Bedürfnisse, - auch die intimen Wünsche und Vorlieben herauszufinden, was in vielen Beziehungen erstaunlicherweise ein konfliktbehaftetes Tabuthema ist; auch die wunden Punkte, die Erfahrungen, die gemacht wurden zu ergründen, die Prägungen und Muster zu erkennen. Und hier beginnt das „ein bißchen auf Händen tragen“ ist erlaubt.
Denn wir tragen das Herz des anderen in unseren Händen. Und das gilt es zu hüten wie einen kostbaren Schatz. Wir befinden uns auf heiligem Boden, im Seelenleben des anderen. Und das ist sehr verwundbar; im Übrigen genauso wie bei uns selbst auch.
-
Es geht darum, die schmerzhaften Punkte nicht zu berühren, sondern zu schützen. Ein Stückchen weit, haben wir die Heilsalbe immer im Gepäck, um die Wunde im Fall des Falles liebevoll zu versorgen. Es gilt Sicherheit zu geben, im anderen geborgen und in guten Händen zu sein. Zu wissen, das wir vom Partner, der Partnerin nicht hintergangen und verletzt werden und wir all dies umgekehrt auch nicht tun. Das wir nicht in den wunden Punkten herumstochern, besonders, wenn es doch einmal zu Themen kommt, die besprochen werden müssen. Zieht einer Vorteile aus der Verletzlichkeit des anderen, ist die Beziehung vorbei.
-
Gib einem Menschen eine Glaskugel in die Hand, mit dem Hinweis, das diese zerbrechlich ist wie eine Seifenblase und auf einem bestimmten Gegenstand abgestellt werden soll. Du wirst alles dafür tun, diese Kugel sicher zu befördern und diese bloß nicht fallen zu lassen. Dein ganzer Körper ist hier in Alarmbereitschaft. Du wirst diese Kugel beinahe zitternd, ganz behutsam am Zielpunkt ablegen.
-
Trägst du das Herz eines Menschen in deinen Händen, handhabe es, wie diese Glaskugel. Suche niemals wunde Punkte und Defizite beim anderen, um den Überlegenen zu spielen, was viel zu oft geschieht. Hüte dich davor. Zeige Verständniss für die Befindlichkeiten des anderen.
-
Und denke immer daran:
Liebe muss aktiv, jeden Tag neu, gelebt werden! Das gute und vertrauensvolle Funktionieren einer Beziehung endet nicht, wenn der oder die Angebetete/r angebissen haben. Im Gegenteil, hier beginnt die romantische Reise zweier sich wirklich tief liebender Menschen, die im steten Dialog immer weiter zusammenwachsen.
-
Und ja, ich glaube an die ganz große Liebe, die ein Leben lang hält und trägt. Nicht, weil es immer leicht ist. Sondern, weil ich mich für die Liebe und für das Aktive Arbeiten an der Beziehung entschieden habe und es mit dem richtigen Menschen an unserer Seite, schlicht und einfach funktioniert.
-
Der Mensch, mit dem wir zusammenleben, darf sich an unserer Seite, in unseren Armen geborgen und sicher fühlen. Und ein wenig kokettieren mit der eigenen Frau oder dem eigenen Mann, hat noch nie geschadet. Ganz im Gegenteil. Zeige deinem Partner, deiner Partnerin, was er, was sie dir wirklich wert ist und das er oder sie auch ernsthaft geliebt ist.
-
Dabei ist es egal, wen du liebst, wenn du aufrichtig liebst und für die Liebe bereit bist. Es ist deine Entscheidung.
Eines noch, weil ich immer wieder gefragt werde: Liebe lässt Raum und Zeit und engt niemals ein. Sie trägt uns auch in und durch schwere Zeiten.
-
Deine/Ihre
Gabi C. Stratmann
Unternehmerin, Philosophin, Autorin