Earth Overshoot Day 2021

Die Erhaltung unserer natürlichen Ressourcen ist das fundamentale Problem unserer Zeit. Wir müssen es als eine Frage des Überlebens der Menschheit verstehen lernen. Wenn wir die Ressourcenverknappung nicht lösen, werden alle weiteren Maßnahmen zur Rettung des Klimas ihr Ziel verfehlen. Dabei geht es nicht nur um die Größe von Veränderungen, sondern um ihre Geschwindigkeit. 

Um die Welt vor der endgültigen Zerstörung zu retten und damit menschliches Leben zu schützen, sind neue Strategien erforderlich. Ein neuer interdisziplinärer Ansatz ist das Transition Engineering, der Unternehmen, Organisationen und politische Systeme dabei unterstützen soll, innovative Wege zu finden, um Umweltschäden zu reduzieren und die letzten noch verbliebenen Ressourcen vernünftig zu managen. 

Während einige Länder vorangehen, etwa durch das Auslaufen lassen von Verbrennungsmotoren, zeigen sich in anderen Ländern sozioökonomische und politische Widerstände. 

 

Eines ist wichtig:

Wenn Ressourcen geschont und das Klima gerettet werden soll, müssen alle aktiv beteiligt werden, um überhaupt die Ziele und Erwartungen der Weltbevölkerung erreichen zu können.

 

In diesem Jahr sind seit Beginn der Berechnungen im Jahre 1970 die Ressourcen der Erde weltweit mit dem heutigen Tage früher verbraucht als jemals zuvor. Die globale Nachfrage nach natürlichen Ressourcen übersteigt die Geschwindigkeit, wie natürliche Ressourcen nachwachsen können. Die Erde ist überlastet.  

 

Beim Weltüberlastungstag handelt es sich um einen Kampagnentag, der uns auf unsere Schulden und übermässigen Verbrauch im Sinne der Nachhaltigkeit aufmerksam machen soll. Laut „National Footprint and Biocapacity“ bräuchten wir mehr als eine Erde, im gegenwertigen Ressourcenverbrauch der Menschheit wären es 1,7 Erden, um die Bedarfe zu decken. Beim Overshoot wird die Biokapazität dem ökologischen Fußabdruck mit einem Jahresfaktor gegenübergestellt.

 

Unter Biokapazität versteht man die Fähigkeit des Planeten, verbrauchte Ressourcen zu erneuern und Schadstoffe, wie Treibhausgase abzubauen. Der ökologische Fußabdruck bemisst die Menge der verbrauchten Ressourcen durch die Menschen. 

 

Folge

Die Folgen bedeuten, den Rest des Jahres quasi auf Kredit des Planeten zu leben. Wir verbrauchten Brennmaterial und Nahrungsmittel, die nicht mehr auf natürlichem Wege ersetzt werden können. Weiter produzieren wir mehr Abfall und erzeugen mehr Treibhausgase, die der Planet nicht mehr verkraften kann. Das hohe Konsumniveau in Industrie- und Schwellenländern sorgt für den immer schnelleren Anstieg der Verknappung unserer Ressourcen. In der Folge kann sich der Planet nicht mehr erholen. 

Diesem Raubbau an Mutter Erde müssen wir Einhalt gebieten. Unsere Kinder und Enkelkinder werden mit den natürlichen Grenzen der Erde leben lernen müssen. Wenn wir ihnen überhaupt noch eine Lebensgrundlage hinterlassen. 

Nachhaltigkeit muss die Grundlage allen wirtschaftlichen und politischen Handelns sein. Es gibt keinen Planet B.

 

Deine/Ihre

Gabi C. Stratmann