Schöne neue Welt?

Menschen kann man nicht besitzen

Wir kämen wesentlich weiter auf dieser Welt, wenn wir damit beginnen würden, den homo sapiens als das anzuerkennen, was er ist und ihn so zu lassen, wie er ist: Ein Mensch!

Wenn das einzig richtige nur noch das ist, was am Menschen selbst alles falsch ist, zerbricht diese Gesellschaft und damit eine gemeinschaftliche Zukunftsfähigkeit. 

Menschen haben Gefühle, Emotionen, Bedürfnisse, die eine gewisse Art der Befriedigung, der Erfüllung bedürfen. Menschen wollen gestallten, wollen ernst genommen werden, wünschen Anerkennung ihrer Leistung, brauchen Halt und Orientierung, Liebe, Nähe, Geborgenheit, eine Hand die sie hält. 

Zuversicht treibt sie an. Der Glaube an eine bessere Welt offenbart den Zweifel an der Richtigkeit ihrer Aktivitäten. 

Vertrauen schenken Menschen immer im Voraus, täglich. Im Stundentakt aber wird genau das zunehmend missbraucht: ihr Vertrauen in den Nächsten, der den Profit in der Psyche des anderen für sich entdeckt hat. 

Der Mensch, der nur Mensch sein wollte wird  heute zunehmend psychisch regelrecht vergewaltigt. Indem ihm suggeriert wird, falsch zu sein; falsch in seiner Einstellung, falsch in seinen Glaubenssätzen, falsch in seinem Mindset, falsch in seinen Gefühlen, falsch in seinen Emotionen, falsch in seiner Wahrnehmung, falsch in seinen Entscheidungen, falsch in seinem Job, falsch in seiner Kleiderwahl, falsch in der Partnerwahl, falsch in der Beziehung, falsch in seinen Wünschen, falsch in seiner Ausdrucksfähigkeit, usw. 

Der Mensch begegnet sich längst nicht mehr auf Augenhöhe. Er beeinflusst sich gegenseitig durch diese neue perfide Art der Geringschätzung. Eine erschreckende Form versteckter Gewalt, der sich immer mehr bedienen unter dem Deckmantel pseudopsychologischer Ansätze. Dahinter verbergen sich nicht selten Machtansprüche und Besitzdenken. Eine uniformierte Welt, mit psychischen Klonen erschafft keine Zukunft. Sie zerstört Zukunft. 

Die Psyche des Menschen gehört zur Würde des Menschen. Sie sollte unangetastet bleiben. 

Erkrankungen, echte psychische Belastungen oder das Herbeiführen von Veränderungen braucht mehr, als kapitalistisches Machtstreben und manipulativer pseudowissenschaftlicher Mechanismen. 

Es darf die Frage gestellt werden, wie die Weltbevölkerung bis heute überlebt hat. Und warum es Menschen und ganze Bevölkerungsgruppen gibt, die mit sich, ihrem Wirken und ihrem Leben zufrieden sind. 

Angesichts des Selbstoptimierungswahnsinns – treffender wäre wohl der Wahnsinn zur Optimierung des Nächsten, müsste die Zufriedenheitsrate dem Nullpunkt gleichkommen. Wer ist nun unzufrieden? Der, der sich selbst hinterfragt und mit seinen Erfahrungen einen weisen Umgang pflegt oder derjenige, der den Drang verspürt „Gutes“ tun zu müssen, indem er seine Mitmenschen auf seine eigenen Bedürfnisse hin auszurichten bzw. folgenschwer umzupolen versucht.

Zweifelsohne realisiert die Weltbevölkerung allmählich die Folgen ihrer Aktivitäten auf dieser Welt. Eine bedrückende Realität, die kein sehr rühmliches Bild auf die Spezies Mensch wirft. Eine Veränderung des Lebenswandels muss erzeugt werden. Aber kann die Lösung ernsthaft darin zu finden sein, die Menschheit nach Belieben umzuprogrammieren; ein Reset auf Adam und Eva.  

Die Verunsicherungstaktik im Optimierungswahn des Menschen hat eine Lawine ins Rollen gebracht. Diese donnert unaufhaltsam zu Tal. Lawinen sind bekannt für ihre zerstörerische Kraft. Wer in eine Solche gerät, kommt selten unbeschadet heraus. 

Die Welt AG besteht immer noch aus homo sapiens. Menschen mit Gefühlen und Emotionen. Mit Bedürfnissen nach Gemeinschaft, Nähe, Liebe und Nächstenliebe. Ausgestattet mit Herz und Verstand, um diese Welt, die ihnen anvertraut wurde, im ökologischen Gleichgewicht lebensfreundlich zu gestalten und im friedvollen Miteinander auf ihr zu leben. 

Wir würden wesentlich weiter kommen auf dieser Welt, wenn wir den Mensch wieder Mensch sein liessen und diesen nicht länger als Aktie auf dem Businessparkett missbrauchen würden. 

Der Mensch ist zur Beute seiner Selbst geworden. 

Fazit

Ungesunde Beziehungsstrukturen nehmen erheblichen Einfluß auf den Selbstwert und die Psyche. Sowohl in privaten Beziehungen als auch im beruflichen Kontext zeigen übergriffige und toxische Mechanismen ihre Wirkung.

  • Woran erkenne ich unseriöse Mechanismen?
  • Wie kann ich mich aus ungesunden Beziehungskonstellationen lösen?
  • Wann ist ggf. eine Trennung erforderlich?
  • Wer sind die richtigen Ansprechpartner in Krisensituationen?
  • Wie setzte ich Grenzen und schaffe es, diese aufrecht zu erhalten?
  • Wie verhalte ich mich als Führungskraft?
  • Was mache ich als Mitarbeiter, wenn Übergriffigkeiten ihren Lauf nehmen?

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Deine/Ihre
Gabi C. Stratmann