Innovation und Pioniergeist

Unternehmen der Zukunft setzen auf  “Kreisförmige Unternehmensstrukturen”

In Deutschland existiert immer noch ein dominierendes Hierarchiedenken. Dabei kann Hierarchie Komplexität nicht ersetzen. Unternehmen verfolgen nach wie vor die Struktur der Linienhierarchie. Diese wird mit ihren starren Pyramiden-Baukasten-Systemen und im Vergleich zu anderen Ländern, die wesentlich flexibler agieren, künftig keinen Bestand mehr haben. Flache Hierarchien fördern schnellere und kürzere Entscheidungswege, welche für Innovationen beispielsweise unumgänglich sind. Doch was genau bedeutet das, worauf müssen Unternehmen achten und wie organisieren? Wir skizzieren es in diesem Bericht.

Kreise bilden ein strukturell agierendes Netzwerk

Flachere Hierarchie bedeutet weg von der Linie hin zu Kreisen. Kreise bilden ein strukturell agierendes Netzwerk. Unterschieden werden lediglich Arbeitskreise, Koordinationskreise und Leitungskreise. Aufgaben verteilen sich auf Kreisaufgaben und Aufgaben eines Kreismitglieds, also auf Kernkompetenzen. Die Mitglieder von Kreisen setzen sich aus Kernmitgliedern, Leiter eines einzelnen übergeordneten Kreises und Delegierte aus einem untergeordneten Kreis zusammen. Das Direktvertriebe oder Affiliate-Marketing repräsentiert solche kreisförmigen Strukturen sehr anschaulich. Alles in allem eine Verschlankung des Gesamtsystems. Dabei gibt es Servant Leader, Sinnstifter und Treiber von Veränderungen.

Deutschland braucht weniger Linienhierarchie, sondern mehr selbstorganisierte Teams (Kreise) und ein Mehr an Kooperation und Miteinander. Werte dürfen nicht nur definiert werden, vielmehr müssen diese auch mit Leben gefüllt und vorgelebt werden. Eine Vertrauenskultur muss aufgebaut werden.

Unternehmen sind schwerfällige Apparate, die vielfach an alt Bewährtem festhalten. KMU’s verfügen häufig nicht über ausreichend Liquidität, um zu investieren. Konzerne agieren sehr langsam und prüfen zu lange sämtliche Eventualitäten. Unternehmen müssen lernen, sich den Anforderungen von morgen zu stellen und die Bereitschaft entwickeln, Risiken einzugehen.

Politik und Unternehmen gemeinsam, müssen lernen, integrale Landkarten des zukünftigen Marktplatzes zu erstellen und die Rolle des Menschen darin, neu definieren. Ich spreche in diesem Zusammenhang von integraler Zukunft, weil eine sich verändernde  Welt des Wissens und der Transformation, einen alles umfassenden Gesamtblick notwenig machen.

Das betrifft Bereiche des wirtschaftlichen Managements, wie das individuelle Verhalten, ein psychologisches Verständnis, Kulturmanagement und Organisationskultur, ein soziales Systemmanagement und deren Regierungsformen. Das menschliche Verhalten besteht aus physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Ebenen. Diese werden in der klassischen Prozesslehre, ähnlich eines Baukastensystems, getrennt voneinander betrachtet.

In der Welt von morgen haben Baukästen nur noch begrenzt bis gar keine Überlebenschancen

Ein innovationsstarkes Unternehmen fördert den Zeitgeist, Wissen, Transparenz und ist bereit zur Veränderung. Die wichtigste Komponente ist und bleibt die Veränderungsbereitschaft jedes Einzelnen. Ein agiles Unternehmen muss fähig sein, sich kontinuierlich an seine komplexe, turbulente und unsichere Umwelt anzupassen. Und zwar strukturell, kulturell und individuell. Und das zu jeder Zeit. Unternehmen müssen die wunderbare Welt virtueller Möglichkeiten, Realität werden lassen. Das heißt Kraft und Präzision im Design und bei der Transformation von Unternehmen. Denn Unternehmen sind in erster Linie Konstruktionen unseres Verstandes. Nicht mehr und nicht weniger.

Es geht also um Struktur und Perspektive. Vom Selbst (z.B. Familie), zur Gesellschaft, hin zur Wahlgemeinschaft (z.B. Arbeitgeber), zur Autonomität (Alles Eins sein). Die umgebende Struktur, gemeint ist der Globus eines Unternehmens, die in Unternehmen zunehmend stärker wirkt, ist zeitgleich die Psychologie der Unabhängigkeit und der Einbeziehung jedes Einzelnen in sämtliche Prozesse. Die wissenschaftliche Forschung der sogenannten „inneren Bereiche“, gewinnt in innovativen Unternehmen und/oder Prozessen eine völlig neue Bedeutung und Intensität.

Eingenommen sind folgende Handlungsrahmen:

Absicht: Das Selbst und des Bewusstseins inkl. veränderter Zustände

  • hier geht es um Machtverhalten, Rationalität, verschiedene Führungsstile.

Verhalten: Das Gehirn und des gesamten Organismus

  • hier geht es um den Körper und Unternehmenskörper selbst.

Kultur: Kultur und Weltanschauung

  • hier geht es um die Art der Machtverteilung; archaisch, wissenschaftlich-rational oder integral.

Soziales: Soziale Systeme und deren Umwelt

  • hier geht es um gelebte Werte und Entwicklung; von dem Überlebensbedürfnis zu Imperien, frühe Nationen, Rechtsstaaten, und Wertegemeinschaften, zum ganzheitlichen Gemeinwesen und integrale allumfassender Netzwerke – allen voran beispielsweise facebook; gelebt wird hier eine Kreisstruktur, um Menschen auf allen Ebenen schnell und bequem miteinander zu verbinden. Das Konzept geht angesichts der weltumspannenden Nutzung auf. Auf privater Ebene finden sich Menschen wieder, tauschen sich aus, teilen ihr Leben miteinander. Im Businessbereich werden Kontakte geknüpft, Gruppen gebildet, Crowdfunding betrieben, das Unternehmen dynamisch und modern präsentiert, etc. Das Risiko des Datenschutzes liegt hier klar auf der Hand. Es war kein Hinderungsgrund, dieses Unternehmen zu gründen und aufzubauen. Jeder steht in der Verantwortung, entsprechend sensibel mit sämtlichen Informationen – eigene wie fremde, intern und extern – umzugehen. Das Hauptproblem hier liegt im Umgang mit den Daten, nicht an der Organisationsstruktur.

Folglich müssen verschiedene Systeme künftig innovativ miteinander verzahnt werden. 

Der Mensch lebt in einem potenziell offenen System von Bedürfnissen, Werten und Hoffnungen. Allerdings neigen Menschen dazu, sich in einem scheinbar geschlossenen System einzurichten, in dem er dann auf beständige Art und Weise tätig ist. Ist diese Komfortzone erreicht, wird er dort solange verweilen, bis Störungen oder Unruhen eintreten. Eigentlich stehen wir bereits an dem Punkt von turbulenten und unruhigen Zeiten auf der Welt. Unser aller Aufmerksamkeit ist entsprechend auch geweckt und dennoch neigen wir zum Verharren; Unternehmen scheinen im Dornröschenschlaf zu verweilen. Veränderungen erzeugen Ängste, Druck und Blockaden. Es muss eine Atmosphäre des Vertrauens geschaffen werden, um die Bereitschaft und Offenheit gegenüber Veränderungen zu schaffen.

Um nun eine zukunftsfähige Kultur zu schaffen, müssen verschiedene Aspekte beachtet werden:

  • Eine gesunde Basis von Anpassungsmöglichkeiten schaffen, d.h. 
  • Weg von der Linienhierarchie, hin zu Kreisen.
  • Potentialförderung, Verantwortungsverteilung, Kooperation und Netzwerken.
  • Bewegung im Unternehmen und Denken aufgrund von Erfahrungen und individuellen Fähigkeiten fördern.
  • Das Denken verändert sich immer in dem Maße, wie sich die Bedingungen, also die Realität im Aussen, ändern.
  • Hindernisse als Chance annehmen und einen lösungsorientierten wirksamen Umgang mit ihnen finden. 
  • Unschärfe in der Vision und Fehler zulassen.
  • Dissonanzen schaffen. Blockaden und Verschlossenheit erkennen und schrittweise durch Transparenz und ehrlich gelebten Dialog abbauen.
  • Äusserungen persönlicher Differenzen erlauben, ohne in alten Verhaltens- und Gewohnheitsmustern oder unüberprüften Annahmen stecken zu bleiben. 
  • Veränderungen offen begegnen und Flexibilität aufbauen, ohne dabei auf jeden fahrenden Zug aufzuspringen. 
  • Was präsentiert ein Unternehmen in 10, 20, 30 Jahren noch?
  • Äußere Faktoren, die einen erheblichen Einfluss auf die Veränderungsbereitschaft nehmen, erkennen und beachten. 
  • Subsysteme erkennen und sich auf diese einlassen, ohne sie zu bekämpfen – wir machen alles anders, besser, etc. – Es geht nicht um das besser machen, sondern um präzise Schnelligkeit.
  • Eine Kultur der Toleranz entwickeln und zwar auf allen Ebenen.
  • Abgebaut werden müssen sämtliche Zustände des Widerwillen, Turbulenzen und Schranken. 
  • Zu viele Grenzen im Unternehmen engen die Handlungsfähigkeit und Kreativität von Mitarbeitern ein.

Innovativ back to the roots. So ließe sich das Next Level Business zusammenfassen unter Berücksichtigung der klimatischen Herausforderungen unserer Zukunft. Wer hier nicht bereit ist zu investieren, begeht ein “Kapitalverbrechen” an der nachfolgenden Generation EU.

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Gabi C. Stratmann

Unternehmerin, Philosophin, Autorin