Hat unsere Gesellschaft versagt?

Freiheit kann man nicht gewinnen. Freiheit muss man annehmen. Es gibt auch nicht nur „die da“, vielmehr gibt es nur uns … Die Liebe kann man sich nicht aussuchen oder gar steuern und kontrollieren. Sie will frei von Begrenzungen bedingungslos angenommen und gelebt werden.

Hinter dem „alles benutzen, um sich zu befreien“ stecken heute egoistische Botschaften von Erfolg und Misserfolg, dem ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Die Entwicklung auf dieser Welt zeigt, dass viele nicht in der Lage sind, den Spiegel der Erfahrung zu sehen, geschweige denn in diesen hinein zu schauen. Denn er würde die Trennung vom Leben offenbaren. Erfahrungen jedoch wären eine gute Gelegenheit, Widerstände, Begrenzungen und Absonderung aufzugeben.

Unsere Konditionierungen treiben uns an. Wie würdest du über deine geistige Konditionierung im Erfolgsfall denken? Und wie würdest du denken, wenn du keinen Erfolg hast? In der Regel liegen hier die berühmten Welten dazwischen. Der Mensch übersieht, dass das Sehen selbst ihn befreit, nie aber das Gesehene.

Besonders die Freiheit, die alles verspricht, zeigt sich nicht, wenn wir mit dem Tragen unseres Gepäcks beschäftigt sind. Der Weg der Freiheit über falsche Konditionierungen, übt keine Nachsicht mit unserem Bedürfnis, etwas zu erreichen oder jemand zu sein. Der Mensch muss lernen, die Stimmen, die ihn auf der Suche nach Anerkennung zu seiner spirituellen Selbstverbesserung von allen Seiten zunehmend drängen, sorgfältig zu prüfen. Diese Stimmen geben vor, Anwälte seiner Selbstverbesserung zu sein. Ein fataler Irrtum. Denn sie sind lediglich Teil der üblichen Versuche „es richtig zu machen und zu gehorchen“, so wie es der Mensch aus Kindertagen kennt.

Eine der schwersten Aufgaben ist es zweifelsohne, den Selbstverbesserungswahn aufzugeben. Was an dir versuchst du denn zu verbessern? Das würde bedeuten, dass du nicht gut bist, wie du bist. Siehst du das wirklich so oder spielen äussere Faktoren eine Rolle? Wer willst du denn sein, wenn nicht du selbst?

Sabotageprogramme bestimmen heute den Alltag. Sie trennen dich von deinem wahren zu Hause; deiner selbst in der Liebe zu dir und zum Nächsten.
Gaukeln dir aber einen selbstliebenden Weg vor, solange du dich unterordnest.

Der Mensch beteuert, dass alle lebenden Wesen auf der Welt ihrer Eigenart nach, diesen liebenden Weg entlang geführt werden. Diese Beteuerung steht im Gegensatz zu der Gewohnheit, sicher zu sein, dass es sich um die richtige Richtung handelt. Weil es Menschen gibt, die ihren eigenen Sabotageprogrammen folgen, diese auf andere übertragen und befinden, dass es sich um den falschen Weg handelt. Sie grenzen andere als „die da“ aus, die sie als falsch, unwissend und irregeführt darstellen.

Als Individuum weisst du um die Manipulation, in der Masse entsteht das Phänomen der paradoxen Lebenspraxis. Das Wissen darum, zeitnah auszusteigen, unterliegt dem Zugehörigkeitswunsch, jemand zu sein.

Denn genau das wird heute aggressiv und Menschen verachtend verkauft. Nur noch wenige „Produkte“ scheinen zur Auswahl zu stehen: ‚Zynismus, Hass und Hetze‘, ‚knallharte und rücksichtslose Speederfolge auf Kosten anderer‘ und ‚Tiefenheilung durch Reset auf Adam und Eva, dem Auslöschen von unzähligen Vorleben in Sekten‘.

Wenn ich mich auf dieser Welt unschaue, haben wir, die wissenschaftlich arbeiten, versagt. Es ist uns nicht gelungen, die Gesellschaft mit allen ihren entscheidenden Akteuren, für die Veränderungen auf diesem Planeten zu sensibilisieren. Neue Zeiten erfordern neues Denken mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit. Ein schweres Unterfangen, denn die Vergangenheit darf das neue Denken der Zukunft nicht vergiften.

Unzählige sehr ernste Themenfelder prägen unsere Zeit. Probleme, die wir theoretisch aus der Geschichte kennen, halten Einzug in unsere Gegenwart und werden die Zukunft auf diesem Planeten bestimmen. U.a. ein sich veränderndes Klima, neue Lebensbedingungen, Bakterien, Virenstämme, Seuchen, Kriege, Naturkatastrophen, politische Auseinandersetzungen, wirtschaftliche Krisen mit hohen Arbeitsplatzverlusten, Flüchtlingsströme, etc.

Bei allen Diskussionen, Warnungen und Hinweisen, stellt sich nicht die Frage, ob dieser Planet unter geht oder nicht. Auch nicht, ob es beispielsweise Klimawandel schon immer gegeben hat. Sondern die Frage, ob und in welcher Form diese Erde für den Menschen bewohnbar bleiben wird. Wenn verschiedene Wahrscheinlichkeitstheorien nach heutigen Berechnungen und Kenntnisstand eintreten, könnte es beispielsweise zur Umkehrung der Pole kommen, was zur Folge hätte, dass sich die Fliessrichtung der Gewässer umkehren würde. Folglich käme es zu Tsunamis, starken Bewegungen der Erdplatten, Vulkanausbrüchen, aufsteigenden tödlichen Gasen aus dem Erdinneren, Bränden, Stürmen und dramatischen Wetterphänomenen; Eiszeit, Heisszeit alles möglich. Gäbe es genügend Sauerstoff zum Atmen? Kann die Infrastruktur wieder hergestellt werden? Gäbe es ausreichend Nahrungsmittel, Trinkwasser, etc.?

Klimawandel, Polumkehrung, Seuchen, Kriege gab es schon immer. Beim letzten grossen Klimawandel sind die Dinosaurier ausgestorben. Diesmal wären die Dinosaurer eine an und für sich gebildete Weltbevölkerung.

Die Hilflosigkeit im humanitären Umgang mit Flüchtlingen, der neue Rassenhass, die perfide Gewaltbereitschaft, die steigende Armut, die drohenden Kriege, die zu schnelle Erhitzung der Welttemperatur, das Abschmelzen der Gletscher, das Tauen des Permafrost, das aktuelle Virus, sind reale existentielle Bedrohungen für die Weltbevölkerung.

Anstatt Lösungsentwürfe ernst zu nehmen, sich mit der Thematik vernünftig auseinanderzusetzen, zusammen zu stehen, spalten sich die Gesellschaften immer mehr. Unruhe in der Politik, Nervosität an den Aktienmärkten, eine ohnmächtige Bevölkerung, die wieder lernen muss, echte Solidarität und Nächstenliebe zu entwickeln.

Weder der heute angepriesene Egoismus des „jeder ist nur für sich selbst verantwortlich“, noch überhebliche Arroganz, ausgelebter Narzissmus und Übergriffigkeiten aller Art, sind dafür hilfreich. Sie zeugen von Angst, dem Versuch das Leben unter Kontrolle zu bringen, der Machtausübung das Schicksal in seinen Händen zu halten. Einmal mehr zeigt sich Überforderung und Hilflosigkeit im Umgang mit Phänomenen, die wir nicht kennen und Erfahrungswerte fehlen.

Die Suche nach Orientierung und Halt darf nicht zur Spaltung ganzer Gesellschaften führen.

Der rücksichtslose Umgang mit der gegenwertigen Situation, spiegelt die Verunsicherung. Hamsterkäufe bei zeitgleicher Verharmlosung und dem Streuen von Verschwörungstheorien gehen nicht zueinander. Auch hier greifen vermeintliche Vergleiche mit den Folgen der Influenza nicht, denn bei dieser Grippe könnten Todesfallzahlen durch Impfung verhindert werden. Die stille Pandemie ist für viele unverständlich und nicht greifbar. Dem zur Folge werden die Gefahr unterschätzend, sämtliche Vorsichtsmassnahmen verpöhnt. Wie würden jene „Gegner gegen alles“ reagieren, wenn es zu einem Massensterben käme?

Der Mensch scheint getrieben von Panik, Sorge und verzweifelter Suche nach Erklärungen, für Ereignisse, auf die er wenig Einfluss hat.

Wir müssen lernen, mit unvorhersehbaren Ereignissen einen solidarischen und hilfsbereiten Umgang zu finden.

Das beginnt bei jedem selbst, in der Selbstführung, in der Liebe und im Vertrauen.

Vertrauen in sich selbst. Vertrauen zu seinen Mitmenschen. In das Vertrauen in unsere Institutionen und all den Kolleginnen und Kollegen, die wir gemeinsam, jeder in seinem Bereich versuchen, Lösungen zu finden und anzubieten.

Wir wissen, bei allen aufgestellten Thesen, dass es Phänomene gibt, die sich jeder Logik entziehen. Auch das berücksichtigen wir.

Manchmal fühle auch ich mich ohnmächtig, zweifele und habe das Gefühl, versagt zu haben. Denn was auch immer wir anbieten, wir sind auf die Bereitschaft etwas zu verändern, den Mut und den Einsatz der Bevölkerung angewiesen.

Sämtliche Grenzen existieren nur in unseren Köpfen. Hautfarbe, Nation, Religion, Alter, Beruf, Interessen, Mann, Frau … In dem Moment, indem du dich verliebst, spielt das alles keine Rolle mehr.

Wenn wir wüssten, dass diese Welt heute ihr Ende gefunden hätte, wären wir nur noch Eines:

Eine gemeinsame Weltbevölkerung, im Herzen vereint!

Ich möchte daran glauben, dass wir auch heute schon, frei von Grenzen, eine Weltbevölkerung sind, die im Herzen vereint ist und in gegenseitigem Respekt füreinander da ist.

Eines „versage“ ich mir bei allen Zweifeln definitiv nicht:

Die Entschlossenheit weiterzumachen!
Im Sinne meines Konfirmationsspruches: „Gott stärkt mich mit Kraft und weist mir den rechten Weg.“ Wenn ich auf mein nicht ganz schicksalfreies Leben zurück schaue, habe ich nicht nur gefühlte 100 Jahre an Erfahrung, sondern ich muss gestehen, dass ich zunehmend an diese Aussage glaube. Wenn ich eines Tages für meinen letzten Gang einen Wunsch frei hätte, dann wäre es in Liebe, in Dankbarkeit mit einem zufriedenen Lächeln, im Idealfall in den Armen meiner Frau gehen zu dürfen. Ebenso umgekehrt, beim letzten Atemzug da zu sein. In der Gewissheit, alles in meiner Macht stehende, für diese Welt getan zu haben.

In diesem Sinne steht zusammen. Diese Welt ist es wert; die nachfolgenden Generationen vertrauen uns. Sie haben unseren Einsatz heute, verdient. ❤️🤝

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Gabi Stratmann
💯Integrale Unternehmens- und Selbstführung!

Beratung * Mentoring * Therapie

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